Philipp Lahm

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Philipp Lahm

Philipp Lahm (2013)

Spielerinformationen
Geburtstag 11. November 1983
Geburtsort MünchenDeutschland
Größe 170 cm
Position Abwehr / Mittelfeld
Vereine in der Jugend
1989–1995
1995–2001
FT Gern
FC Bayern München
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
2001–2005
2003–
2003–2005
FC Bayern München Amateure
FC Bayern München
VfB Stuttgart (Leihe)
63 0(3)
269 (10)
53 0(2)
Nationalmannschaft
1999
2000
2001–2002
2002–2003
2003
2004–2014
Deutschland U-17
Deutschland U-18
Deutschland U-19
Deutschland U-20
Deutschland U-21
Deutschland
1 0(0)
1 0(0)
9 0(1)
6 0(0)
3 0(0)
113 0(5)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: 26. Oktober 2014

Philipp Lahm (* 11. November 1983 in München) ist ein deutscher Fußballspieler und Mannschaftskapitän des FC Bayern München. 2013 gewann er das Triple. Er war von 2010 bis 2014 Mannschaftskapitän der deutschen Nationalmannschaft. Am 13. Juli 2014 wurde er mit der deutschen Nationalmannschaft in Brasilien Weltmeister. Lahm spielt in der Abwehr als rechter oder linker Außenverteidiger, wird aber auch im defensiven Mittelfeld eingesetzt.

Herkunft und Schulausbildung[Bearbeiten]

Philipp Lahm wuchs im Münchener Stadtteil Gern gemeinsam mit einer zwei Jahre älteren Schwester und den Großeltern auf. Sein Vater, ein Fernmeldetechniker, spielte Fußball in der Bezirksliga. Seine Mutter ist Jugendleiterin bei der FT Gern, bei der Lahm mit dem Fußballspielen anfing.[1] Lahm ging auf die Städtische Rudolf-Diesel-Realschule in München-Neuhausen und hat einen Realschulabschluss.[2]

Karriere[Bearbeiten]

Verein[Bearbeiten]

Anfänge[Bearbeiten]

Seine ersten Schritte als Fußballer absolvierte Lahm für die FT Gern. Ab 1995 spielte er zunächst in der Jugend des FC Bayern München, ab 2001 dann für die Amateure des Vereins in der Regionalliga Süd. In der Jugend wurde er sowohl im zentralen und defensiven Mittelfeld als auch als Außenverteidiger eingesetzt. In seinen ersten Jahren als Jugendfußballer spielte er auch als Außenstürmer.

Da die Bayern mit Bixente Lizarazu und Willy Sagnol Lahms bevorzugte Positionen schon gut besetzt hatten, kam er bis 2003 nur zu einem einzigen Einsatz in einem Pflichtspiel für die Profis, als er in der Champions-League-Gruppenphase einmal in der 90. Minute eingewechselt wurde.[3]

Leihe zum VfB Stuttgart[Bearbeiten]

Weil Hermann Gerland, der damals die Amateurmannschaft der Bayern trainierte, der Ansicht war, dass Lahm für ein drittes Jahr in der Regionalliga zu gut sei, empfahl er Lahm Felix Magath, der damals den VfB Stuttgart trainierte.[4] Im Juni 2003 wurde er für zwei Spielzeiten an die Schwaben ausgeliehen. Dort gab er am ersten Spieltag am 3. August 2003 sein Bundesliga-Debüt beim 2:0-Erfolg über Hansa Rostock, als er in der 76. Minute für Silvio Meißner ins Spiel kam. Ab dem sechsten Spieltag verdrängte er Heiko Gerber von der Position des linken Verteidigers und gehörte danach zur Stammelf des VfB. Anfang Januar 2005 erlitt Lahm einen Ermüdungsbruch im rechten Mittelfuß, der ihn zu einer mehrmonatigen Pause zwang; sein Pflichtspiel-Comeback gab er am 9. April 2005 gegen den FC Schalke 04. Vor dem letzten Spieltag verletzte sich Lahm erneut, als er im Training einen Kreuzbandriss im rechten Knie erlitt, sodass er in der Rückrunde nur sechsmal zum Einsatz kam. In Stuttgart spielte er insgesamt 53 Bundesligaspiele und erzielte zwei Tore. Außerdem war er für Stuttgart siebenmal in der Champions League und sechsmal im UEFA-Pokal aktiv.

FC Bayern München[Bearbeiten]

Lahm im Trikot des
FC Bayern München (2006)

Nachdem er im Sommer 2005 nach München zurückgekehrt war, spielte Lahm nach auskurierter Verletzung am 15. November 2005 erstmals in der Regionalligapartie des FC Bayern II gegen Jahn Regensburg. Sein Comeback in der Profimannschaft hatte er vier Tage später beim Spiel gegen Arminia Bielefeld. Diese Partie war gleichzeitig sein erstes Bundesliga-Spiel für den FC Bayern. Nach zwei weiteren Einwechslungen stand er am 16. Spieltag gegen den 1. FC Kaiserslautern erstmals in der Startaufstellung. Bis zum vorletzten Spieltag kam er danach in jedem Rückrundenspiel zum Einsatz und spielte sich nach und nach in die Stammformation.

Lahm neben Ashley Cole im Finale der Champions League 2012

Ab der Saison 2006/07, in der er erstmals alle 34 Ligaspiele und neun der zehn Champions-League-Partien bestritt, war Lahm Stammspieler bei Bayern München. Seine übliche Position war zunächst die linke Außenverteidigung, später die rechte. Schnell wurde er zu einem der Führungsspieler. In den Jahren 2006, 2008, 2010 und 2014 gewann Lahm mit seinem Verein das Double aus Deutscher Meisterschaft und DFB-Pokal. 2010 erreichte er das Finale der Champions League, das Bayern München mit 0:2 gegen Inter Mailand verlor. Nach dem Abgang von Mark van Bommel wurde Lahm im Januar 2011 Mannschaftskapitän der Bayern. In der Saison 2011/12 führte Lahm sein Team erneut in das Finale der UEFA Champions League, das diesmal im eigenen Stadion stattfand. Dort unterlag der FC Bayern dem FC Chelsea im Elfmeterschießen. In der Saison 2011/12 absolvierte Lahm am 31. März 2012 (28. Spieltag) seinen 200. Bundesligaeinsatz für den FC Bayern im Spiel gegen den 1. FC Nürnberg.

Das Jahr 2013 wurde für Philipp Lahm zum erfolgreichsten in seiner bisherigen Karriere: Nachdem er mit dem FC Bayern am 28. Spieltag der Saison 2012/13, zum damaligen Zeitpunkt, frühester Meister in der Geschichte der Fußball-Bundesliga geworden war und am 11. Mai 2013 erstmals als Kapitän die Meisterschale entgegengenommen hatte, zog er anschließend mit dem FC Bayern zum dritten Mal innerhalb von vier Jahren ins Finale der UEFA Champions League ein. Mit dem 2:1-Sieg über Borussia Dortmund am 25. Mai 2013 im Londoner Wembley-Stadion gewann er mit 29 Jahren zum ersten Mal den wichtigsten europäischen Vereinspokal. Mit einem Sieg über seinen ehemaligen Verein, den VfB Stuttgart, im DFB-Pokal-Finale am 1. Juni 2013 gewann die Mannschaft um Kapitän Lahm zudem als erste deutsche Mannschaft das große europäische Triple im Herren-Fußball.

Unter dem neuen Trainer Pep Guardiola, unter dem er hauptsächlich als defensiver Mittelfeldspieler eingesetzt wurde, gelang es ihm und der Mannschaft zwar anfangs der Saison nicht, den DFL-Supercup zu verteidigen, doch mit dem Gewinn des UEFA Super Cups am 30. August 2013 gegen den FC Chelsea und der FIFA-Klub-Weltmeisterschaft im Dezember desselben Jahres gewannen Lahm und seine Mitspieler zum ersten Mal in der Historie des Vereins fünf große Titel in einem Kalenderjahr. Am Jahresende wurde er bei der Klub-WM mit dem Silbernen Ball als zweitbester Spieler des Turniers hinter Franck Ribéry ausgezeichnet, von der FIFA neben fünf Mannschaftskollegen des FC Bayern in eine Auswahlliste von 23 Spielern zur Wahl des Weltfußballers 2013 aufgenommen[5] und in die FIFA/FIFPro World XI[6] sowie ins UEFA Team of the Year[7] gewählt. Außerdem wurde er vom Kicker-Sportmagazin auf seiner neuen Position im defensiven Mittelfeld in die Kategorie „Weltklasse“ eingestuft.[8]

Am 24. Januar 2014 bestritt Philipp Lahm gegen Borussia Mönchengladbach sein 300. Bundesligaspiel. Davon 247 Bundesligaspiele für Bayern und 53 für den VfB Stuttgart. Am 25. März 2014, dem 27. Spieltag, stand Lahm mit den Bayern so früh wie keine Mannschaft zuvor rechnerisch als deutscher Meister fest. Dazu wurde am 17. Mai 2014 das DFB-Pokal-Finale gegen Borussia Dortmund mit 2:0 nach Verlängerung gewonnen. Somit sicherte sich Lahm sein fünftes Double und das zehnte der Vereinsgeschichte.

Am 10. Juni 2014 verlängerte Lahm seinen laufenden Vertrag bis zum Jahr 2018 und kündigte an, dass dies definitiv sein letzter Vertrag sein werde. Danach möchte er seine Karriere beim FC Bayern beenden.[9]

In seinem 321. Bundesligaspiel am 18. Oktober 2014 erzielte Lahm beim 6:0-Sieg gegen Werder Bremen mit den Treffern zum 1:0 und 5:0 seinen ersten Doppelpack in der Bundesliga und feierte zugleich seinen 200. Bundesligasieg.

Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Lahm im Trikot der A-Nationalmannschaft (2006)

Sein erstes A-Länderspiel absolvierte Philipp Lahm am 18. Februar 2004 in Split gegen Kroatien (2:1). Sofort avancierte er zum Stammspieler auf der Position des linken Verteidigers und bestritt im Kalenderjahr 2004 15 von 16 möglichen Länderspielen, darunter auch alle drei Partien bei der Europameisterschaft in Portugal.

Aufgrund zweier schwerer Verletzungen absolvierte Lahm im Jahr 2005 kein Spiel für die Nationalmannschaft und verpasste damit auch den Konföderationen-Pokal 2005.

Nach mehr als 14 Monaten gab Lahm am 1. März 2006 gegen Italien (1:4) sein Comeback in der Nationalmannschaft. Bei einem Testspiel der Nationalmannschaft am 16. Mai 2006 gegen den FSV 63 Luckenwalde (7:0) in Mannheim stürzte er unglücklich und zog sich dabei einen Teilabriss der Sehne und des Seitenbandes im linken Ellbogen zu. Er konnte dennoch an der Weltmeisterschaft teilnehmen, bei der er im Eröffnungsspiel am 9. Juni 2006 gegen Costa Rica in der 6. Minute das erste Tor des Turniers erzielte. Des Weiteren wurde er bei der Partie Deutschland gegen Polen (14. Juni 2006) zum „Man of the Match“ (bester Spieler der Partie) gewählt und nach konstant starken Leistungen in das 23-köpfige WM-All-Star-Team berufen. Er ist der einzige deutsche Spieler, der alle WM-Spiele über die vollen 90 Minuten absolvierte.

Am 22. August 2007 übernahm er beim Freundschaftsspiel gegen England, bei dem er zuvor zum ersten Mal in seiner Profikarriere die „Sechser“-Position vor der Abwehr gespielt hatte, in den Schlussminuten nach der Auswechslung von Bernd Schneider erstmals in seiner Nationalmannschaftskarriere die Kapitänsbinde.

Von September 2006 bis November 2007 spielte Lahm in neun der zehn Qualifikationsspiele für die Europameisterschaft 2008 und wurde von Joachim Löw am 16. Mai 2008 erwartungsgemäß in den deutschen EM-Kader berufen. Im Halbfinale schoss er in der 90. Minute gegen die Türkei den Siegtreffer zum 3:2. Nach dem Spiel wurde er als „Man of the Match“ ausgezeichnet. Bei der 0:1-Niederlage im Finale gegen Spanien wurde Lahm zur Halbzeit gegen Marcell Jansen ausgewechselt. Von der Expertenkommission der UEFA wurde er einen Tag nach dem Endspiel in das All-Star-Team der EM 2008 gewählt.

In der nach dem Turnier beginnenden WM-Qualifikation spielte er alle zehn Partien und wurde am 6. Mai 2010 von Bundestrainer Joachim Löw in den Kader für die Weltmeisterschaft 2010 berufen. Vor dem Turnier war Kapitän Michael Ballack mit einer schweren Verletzung ausgefallen. Nachdem Lahm bereits im Oktober 2009 ein weiteres Mal kurz die Kapitänsbinde getragen hatte und am 29. Mai 2009 im Länderspiel in Shanghai gegen China erstmals als Mannschaftskapitän aufgelaufen war,[10] wurde er als einer der erfahrensten Spieler zum Ersatzkapitän für die WM ernannt. Vor dem Halbfinalspiel gegen den späteren Weltmeister Spanien sorgte er für Unruhe, als er ankündigte, auch nach der Weltmeisterschaft Kapitän bleiben zu wollen.[11] Nach der WM wurde er ins All-Star-Team der FIFA gewählt.

Nachdem Ballack nach der WM nicht mehr in die Nationalmannschaft zurückgekehrt war, wurde Lahm im Juni 2011 offiziell Kapitän der deutschen Nationalmannschaft. Kurz darauf sorgte er erneut für Unruhe, als er sein Buch „Der feine Unterschied: Wie man heute Spitzenfußballer wird“ veröffentlichte. Zwar ging es ihm vor allem darum, Nachwuchsspielern aus den Erfahrungen im Profifußball zu berichten, entgegen den Gepflogenheiten kritisierte er darin aber auch ehemalige Mitspieler und Trainer auch aus der Nationalmannschaft, was ihm eine Rüge des Deutschen Fußball-Bundes einbrachte, aber keine weiteren Konsequenzen hatte.[12]

Von September 2010 bis Oktober 2011 bestritt er erneut alle zehn Qualifikationsspiele für die Fußball-Europameisterschaft 2012 und führte als Kapitän das deutsche Aufgebot in das Turnier. Er bestritt alle fünf Spiele bis zum Halbfinale über die volle Spielzeit. Sein Tor zum 1:0 im Viertelfinale ebnete den Weg zum 4:2-Sieg gegen Griechenland, allerdings begünstigte sein Stellungsfehler im Spiel darauf das 2:0 von Italien,[13] das sich als vorentscheidend erwies. Die Niederlage gegen Italien war sein 14. EM-Spiel im dritten Turnier, womit er Rekordhalter bei den deutschen EM-Einsätzen wurde.

Am 6. September 2013 absolvierte Lahm im Rahmen der WM-Qualifikation 2014 sein 100. Länderspiel, wobei er in jedem Länderspiel von Beginn an auflief. Damit belegt er den achten Platz der deutschen Spieler mit mindestens 100 Länderspielen. Außerdem war er zum 40. Mal Kapitän der Nationalmannschaft und zog damit mit Uwe Seeler gleich.

Lahm wurde von Bundestrainer Joachim Löw in den Kader der Weltmeisterschaft 2014 berufen.[14] Als Kapitän führte er die Mannschaft ins Endspiel. Dort wurde die DFB-Auswahl durch ein spätes Tor von Mario Götze in der Verlängerung zum vierten Mal Weltmeister. Am 18. Juli 2014, fünf Tage nach dem Titelgewinn, trat Lahm als Nationalspieler zurück.[15][16] DFB-Präsident Wolfgang Niersbach bezeichnete danach Lahm als ein absolutes Vorbild und dankte ihm für seine Dienste in der Nationalmannschaft.[17] Er wurde am 3. September 2014 beim Freundschaftsspiel des DFB gegen Argentinien in Düsseldorf gemeinsam mit den ebenfalls nach der Weltmeisterschaft aus der Nationelelf zurückgetretenen Spielern Per Mertesacker und Miroslav Klose offiziell verabschiedet.[18][19]

Spielstatistik[Bearbeiten]

Die Tabelle nennt die Anzahl aller Spiele (S) und Tore (T) je Wettbewerb und Saison. Spiele in der UEFA Champions League und der UEFA Europa League beinhalten auch die zugehörigen Qualifikationsspiele.

Stand: 26. Oktober 2014 Bundesliga Regionalliga
Süd
Champions League,
Europa League
DFB-Pokal DFL-Ligapokal,
DFL-Supercup
National-
mannschaft
Gesamt
Saison Verein S T S T S T S T S T S T S T
2001/02 FC Bayern München Amateure 27 2 27 2
2002/03 FC Bayern München 1 0 1 0
2002/03 FC Bayern München Amateure 34 1 1 0 35 1
2003/04 VfB Stuttgart 31 1 7 0 1 0 1 0 9 1 49 2
2004/05 VfB Stuttgart 22 1 6 1 2 0 1 0 6 0 37 2
2005/06 FC Bayern München 20 0 3 0 4 0 8 1 35 1
2005/06 FC Bayern München II 2 0 2 0
2006/07 FC Bayern München 34 1 9 0 3 0 2 0 11 0 59 1
2007/08 FC Bayern München 22 0 10 1 5 0 3 0 13 1 53 2
2008/09 FC Bayern München 28 3 8 0 3 1 10 0 49 4
2009/10 FC Bayern München 34 0 13 0 6 1 12 1 65 2
2010/11 FC Bayern München 34 3 8 0 5 0 1 0 11 0 59 3
2011/12 FC Bayern München 31 0 14 0 5 0 11 1 61 1
2012/13 FC Bayern München 29 0 12 0 5 0 1 0 7 0 54 0
2013/14 FC Bayern München 28 1 12 0 4 0 1 0 15 0 60 1
2014/15 FC Bayern München 9 2 2 0 1 0 1 0 0 0 13 2
Summe 322 12 63 3 105 2 45 2 11 0 113 5 659 24

Erfolge[Bearbeiten]

FC Bayern München[Bearbeiten]

Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Philipp Lahm macht sich gegen Homophobie und Intoleranz im Breitensport stark. Hierfür erhielt er, neben Theo Zwanziger und der Sportwissenschaftlerin Tanja Walther, den Tolerantia-Preis von Maneo für „besonderen und herausragenden Einsatz gegen Intoleranz und Homophobie im Breitensport, hier insbesondere im Fußballsport“.[22] Am 30. Juni 2009 wurde Lahm mit dem Bayerischen Sportpreis 2009 in der Kategorie „Hochleistungssportler Plus“ für sein soziales Engagement und 2010 mit der Bayerischen Staatsmedaille für Verdienste um die Gesundheit ausgezeichnet.[23] 2014 erhielt er auch die Bayerische Staatsmedaille für soziale Verdienste.[24]

Soziales Engagement[Bearbeiten]

Lahm gründete am 11. Dezember 2007 die Philipp-Lahm-Stiftung, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, benachteiligte Kinder und Jugendliche aus Deutschland und Kinder aus Afrika in den Bereichen Bildung, Sport und Gesundheit zu fördern. Die Vorstände der Stiftung arbeiten ehrenamtlich und die Finanzen werden vom Stiftungsrat kontrolliert. Dies wurde bei einer Untersuchung der Stiftung Warentest im November 2014 zu Spendenorganisationen positiv hervorgehoben.[25] Das sozial benachteiligte Kinder fördernde Sommercamp der Stiftung wurde von der UNESCO als offizielles Projekt der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (2005–2014) ausgezeichnet.[26]

Auch außerhalb seiner Stiftung ist Lahm sozial engagiert, namentlich für SOS-Kinderdörfer und als Botschafter beim Welt-AIDS-Tag sowie der Initiative „Medienbewusst.de – Kinder.Medien.Kompetenz".[27] Zudem unterstützt er die Stiftung Bündnis für Kinder, das LILALU-Projekt „Mädchen an den Ball" und als Lesebotschafter die Stiftung Lesen[28].

Sonstiges[Bearbeiten]

Bei der Eishockey-Weltmeisterschaft 2010 war Lahm WM-Botschafter.[29]

Er ist seit 2010 mit Claudia verheiratet.[30] Die beiden sind Eltern eines Sohnes (* 15. August 2012).

Im August 2011 veröffentlichte Philipp Lahm sein Sachbuch Der feine Unterschied im Verlag Antje Kunstmann.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Philipp Lahm – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Barth, Rüdiger: Die Mitte ist vorn. In: Stern, 10. Juni 2010, Nr. 24 (abgerufen via LexisNexis Wirtschaft).
  2. "Wer nicht aufgibt, kann seine Ziele erreichen" bei planet-beruf.de, 14. September 2009 (abgerufen am 10. Juni 2012).
  3. http://www.philipplahm.de/statistik/verein/fc-bayern-amateuere-200203.html
  4. Harald Kaiser: "Respekt ja, aber Angst habe ich nie". kicker online, 26. April 2004, abgerufen am 17. September 2013.
  5. Fünf Deutsche nominiert: Wer wird Weltfußballer? In: Focus Online. 29. Oktober 2013, abgerufen am 13. Januar 2014.
  6. FIFA/FIFPro World XI 2013: Drei Bayern-Spieler in der Welt-Elf. In: Goal.com. 13. Januar 2014, abgerufen am 13. Januar 2014.
  7. UEFA-Team mit vier Deutschen. In: Sport1.de. 15. Januar 2014, abgerufen am 15. Januar 2014.
  8. Lahm: Auch in neuer Rolle der Primus. In: Kicker Online. 2. Januar 2014, abgerufen am 13. Januar 2014.
  9. Lahm und Müller verlängern Verträge, fcbayern.de, abgerufen am 11. Juni 2014
  10. eurosport.de: Lahm als DFB-Kapitän
  11. Aus gegen Spanien – Kapitän Lahm und das Pech mit der blauen Binde
  12. Die Welt: „Der feine Unterschied“, Lars Wallrodt, 26. August 2011
  13. Merkur online: "Hummels und Badstuber: Die Bruchlandung", 29. Juni 2012
  14. Erweiterter WM-Kader Deutschland in der Übersicht wm-2014.net, abgerufen am 8. Mai 2014
  15. dfb.de: „Philipp Lahm: „Herzlichen Dank für eine wunderbare Zeit!““
  16. http://www.faz.net/aktuell/sport/fussball/philipp-lahm-ein-sehr-leises-adieu-13053230.html faz.net - Philipp Lahm Ein sehr leises Adieu
  17. weltfussball.de: „Reaktionen zum Rücktritt von Philipp Lahm“
  18. So plant der DFB den "Superabschied" für Lahm focus.de, abgerufen am 31. August 2014
  19. Mit 18 Weltmeistern gegen Argentinien dfb.de, abgerufen am 31. August 2014
  20. Mitteilung auf der Homepage des FC Bayern München
  21. Artikel auf sportbild.bild.de
  22. queer.de: Tolerantia-Preis für Philipp Lahm und Theo Zwanziger
  23. fcbayern.de Bayerischer Sportpreis für Lahm und Maier
  24. Philipp Lahm erhält Bayerische Staatsmedaille welt.de 16. Oktober 2014
  25. Spendenorganisationen von Prominenten: Mit Herz und Verstand, auf test.de vom 14. Oktober 2014, online abgerufen am 28. Oktober 2014
  26. unesco.de: Kinder-Sommercamp mit Philipp Lahm – UN-Dekade-Projekt mit sozial benachteiligten Kindern
  27. medienbewusst.de: Prominente Botschafter
  28. http://www.stiftunglesen.de/unterstuetzen-sie-uns/prominente-lesebotschafter/43/#detail
  29. http://www.eishockey-magazin.de/index.php?area=1&p=news&newsid=8802
  30. http://www.spiegel.de/panorama/leute/0,1518,706419,00.html
  31. Der (in-)diskrete Unterschied des Philipp Lahm. In: fussball-wm-total.de. FUSSBALL-WM-total, 2. Mai 2014, abgerufen am 2. Mai 2014.