Philipp Schwarzenberg

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Philipp Georg Schwarzenberg (* 10. Mai 1817 in Kassel; † 26. Juni 1885 in Florenz) war ein deutscher Unternehmer und – wie sein Vater Ludwig Schwarzenberg – Abgeordneter in der Frankfurter Nationalversammlung.

Leben[Bearbeiten]

Nach einem Studium der Chemie arbeitete Schwarzenberg ab 1835 in Thann als Praktikant in einer chemischen Fabrik und unterrichtete von 1836 bis 1837 Naturwissenschaften in Metz. Ab 1837 war er Besitzer der chemischen Fabriken in Ringkuhl.

Vom 18. Mai 1848 bis zum Ende des Rumpfparlaments am 18. Juni 1849 vertrat er den 6. kurhessischen Wahlkreis Melsungen in der Frankfurter Nationalversammlung. Dort zählte er zur Fraktion Westendhall und war Mitglied im volkswirtschaftlichen Ausschuss und im Ausschuss über die Ministerverantwortlichkeit.

Nach dem Ende der Nationalversammlung strengte die kurhessische Regierung ein Verfahren wegen Hochverrats gegen Schwarzenberg an, dem er sich durch Flucht in die Schweiz entzog. Von 1880 bis 1884 war er für die Deutsche Fortschrittspartei Abgeordneter im Reichstag für Kassel.

Literatur[Bearbeiten]

  • Heinrich Best und Wilhelm Weege: Biographisches Handbuch der Abgeordneten der Frankfurter Nationalversammlung 1848/49. Droste-Verlag, Düsseldorf 1998, ISBN 3-7700-0919-3, S. 314

Weblinks[Bearbeiten]