Philippe Barbier

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Philippe Antoine Francoise Barbier (* 2. März 1848 in Luzy (Niévre); † 18. September 1922 in Bandol-sur-Mer)[1][2] war ein französischer organischer Chemiker. Er gilt als Vater der metallorganischen Chemie und hat 1899 die erste Organomagnesiumverbindung synthetisiert.[1][3] Sein Name ist aber am meisten bekannt durch die nach ihm benannte Barbier-Reaktion. Barbier war Doktorvater von Victor Grignard.

Barbier war abb 1869 Gehilfe von Pierre Berthelot am Collège de France, leitete ab 1874 dort die Abteilung Chemie und wurde 1876 an der Sorbonne promoviert. 1877 wurde er Präparator für Mineralogie an der Ecole Superieure de Pharmacie in Paris und 1878 außerordentlicher Professor an der Universität Lyon und 1879 Dozent und 1880 Professor an der Universität von Besancon. 1884 bis 1919 war er Professor für Chemie an der Universität Lyon.

Noch eine weitere Reaktion ist nach ihm (und Heinrich Wieland) benannt, die Barbier-Wieland-Reaktion oder Wieland-Barbier-Seitenkettenabbau (mehrstufiger Abbau von Carbonsäuren zu nächstniedrigen Homologen). 1872 untersuchte er Terpene und ihre Umwandlungen untereinander und 1874 Isomere von Anthracen.

Werke[Bearbeiten]

  • Etude sur la coumarine. Parent, Paris 1879 (Paris, Univ., Diss, 1879)

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b 1848 Philippe A. Barbier (Version vom 9. Mai 2007 im Internet Archive)
  2. Platinum Metals Rev. (1984) 28, 76-83 (PDF; 660 kB)
  3. Organometallic Compounds