Philippe Jordan
Philippe Jordan (* 18. Oktober 1974 in Zürich) ist ein Schweizer Dirigent.
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Leben [Bearbeiten]
Jordan wurde als Sohn des Dirigenten Armin Jordan und der Tänzerin Käthe Herkner geboren, seine Schwester ist die Schauspielerin Pascale Jordan (* 1977).
Im Alter von sechs Jahren begann er mit dem Klavierunterricht, zwei Jahre später wurde er Mitglied der Zürcher Sängerknaben. Mit 11 begann er auch, Violine zu spielen, um dann mit 16 ein Studium der Klavierpädagogik aufzunehmen, das er mit Erfolg abschloss. Dann studierte er an der Zürcher Musikhochschule Musiktheorie und Komposition bei dem Schweizer Komponisten Hans Ulrich Lehmann und setzte seine Klavierstudien bei Karl Engel fort.
Nach dem Studium trat Jordan eine Stelle als Assistent von Jeffrey Tate in Aix-en-Provence sowie am Théâtre du Châtelet in Paris bei Richard Wagners Der Ring des Nibelungen an. Doch bereits 1994 wurde er nach Ulm verpflichtet, wo er bald schon zum Ersten Kapellmeister aufstieg. Die endgültige Anerkennung als Dirigent von Weltruf gelang ihm durch sein Engagement an die Staatsoper Unter den Linden Berlin, wo er unter anderem als Assistent von Daniel Barenboim tätig war (1998 bis 2002).
Ab der Spielzeit 2001/02 war er Chefdirigent des Grazer Philharmonischen Orchesters und des Grazer Opernhauses. Hier leitete er unter anderem vielbeachtete Produktionen von Eugen Onegin (Peter Iljitsch Tschaikowskij), Don Carlos (Giuseppe Verdi), Parsifal (Richard Wagner) und Otello (Giuseppe Verdi). Wegen Unstimmigkeiten mit der Opernintendanz und den politisch Verantwortlichen verließ er Graz im Sommer 2004.
Seit der Spielzeit 2009/10 ist er musikalischer Direktor der Opéra National de Paris. Zudem übernahm er ab der Spielzeit 2006/07 den Posten des Ersten Gastdirigenten an der Berliner Staatsoper Unter den Linden.
Mit Beginn der Spielzeit 2014/15 wird Philippe Jordan Chefdirigent der Wiener Symphoniker.[1]
Neben diesen fixen Engagements gibt Jordan Gastspiele an vielen wichtigen Opernhäusern und nimmt an Festspielen teil, unter anderem:
- Semperoper Dresden (Tosca)
- Wiener Staatsoper (Die lustige Witwe)
- Covent Garden (Samson et Dalila)
- Bayerische Staatsoper (Parsifal)
- Salzburger Festspiele (Così fan tutte, 2004)
- Opéra Bastille Paris (Ariadne auf Naxos)
- Staatsoper Berlin (Henze: Elegie für junge Liebende)
- Wiener Staatsoper (Werther, 2005)
- Metropolitan Opera New York (Carmen)
- Zürcher Festspiele (Janácek: Věc Makropulos, 2006)
- Burgtheater (Mozart: Die Entführung aus dem Serail, 2006)
- Opernhaus Zürich (Busoni: Doktor Faust, 2006)
- Osterklang Wien, Musikverein (Brahms: Ein deutsches Requiem, 2007; Beethoven: Christus am Ölberge, 2012)
- Staatsoper Berlin (La clemenza di Tito, 2007)
- Pacific Music Festival Sapporo, Japan (Herbert Willi: Ego eimi, 2007, Asiatische Erstaufführung)
- Covent Garden (Salome, 2007)
- Wiener Staatsoper (Capriccio, 2008)
- Opernhaus Zürich (Der Ring des Nibelungen, 2008)
- Baden-Baden Festspiel (Tannhäuser, 2008)
- Opéra Bastille Paris (Der Ring des Nibelungen, ab 2010)
- Opernhaus Zürich (Die Meistersinger von Nürnberg, 2010)
- Bayreuther Festspiele (Parsifal, 2012)
Zusätzlich ist er auch immer wieder als Dirigent von Orchesterkonzerten sowie kammermusikalisch als Pianist tätig.
Literatur [Bearbeiten]
- Paul Suter: Philippe Jordan. In: Andreas Kotte (Hrsg.): Theaterlexikon der Schweiz. Band 2. Chronos, Zürich 2005, ISBN 3-0340-0715-9, S. 938.
Weblinks [Bearbeiten]
Einzelnachweise [Bearbeiten]
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Jordan, Philippe |
| KURZBESCHREIBUNG | Schweizer Dirigent |
| GEBURTSDATUM | 18. Oktober 1974 |
| GEBURTSORT | Zürich |