Philippinen

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Republika ng Pilipinas (filipino)
Republic of the Philippines (englisch)
Republik der Philippinen
Flagge der Philippinen
Wappen der Philippinen
Flagge Wappen
Wahlspruch:
Maka-Diyos, Maka-Tao, Makakalikasan at Makabansa
(„Für Gott, die Menschen, die Natur und das Land“)
Amtssprache Filipino (National- und Amtssprache),
Englisch (Amtssprache)
Hauptstadt Manila
Staatsform Republik
Regierungssystem präsidentielle Demokratie
Staatsoberhaupt, zugleich Regierungschef Präsident Benigno Aquino III.
Fläche 299.764[1] km²
Einwohnerzahl 100.000.000[2] (Schätzung 27. Juli 2014)
92.337.852[3] (Zensus: 1. Mai 2010)
Bevölkerungsdichte 308 Einwohner pro km²
Bevölkerungs­entwicklung +1,72 % (2012)[4] pro Jahr
Bruttoinlandsprodukt
  • Total (nominal)
  • Total (KKP)
  • BIP/Einw. (nominal)
  • BIP/Einw. (KKP)
2011[5]
  • $ 213,1 Milliarden (47.)
  • $ 390,4 Milliarden (32.)
  • $ 2.223 (124.)
  • $ 4.073 (125.)
Human Development Index 0,654 (114.)[6]
Währung Peso (PHP)
Unabhängigkeit 12. Juni 1898 (von Spanien; inoffiziell)
4. Juli 1946 (von den USA)
Nationalhymne Lupang Hinirang („Auserwähltes Land“)
Nationalfeiertag 12. Juni
Zeitzone UTC+8
Kfz-Kennzeichen RP
ISO 3166 PH, PHL, 608
Internet-TLD .ph
Telefonvorwahl +63
Japan Guam Osttimor Vanuatu Indonesien Hawaii Papua-Neuguinea Salomonen Norfolkinseln Neuseeland Australien Fidschi Neukaledonien Antarktika Frankreich (Kergulen) Philippinen Volksrepublik China Singapur Malaysia Brunei Vietnam Nepal Bhutan Laos Thailand Kambodscha Myanmar Bangladesch Mongolei Nordkorea Südkorea Indien Pakistan Sri Lanka Russland Republik China Malediven Kasachstan Afghanistan Iran Oman Yemen Saudi-Arabien Vereinigte Arabische Emirate Katar Kuwait Irak Georgien Armenien Aserbaidschan Türkei Eritrea Dschibuti Somalia Äthiopien Kenien Sudan Madagskar Komoren Mayotte Réunion Mauritius Tansania Mosambik Turkmenistan Usbekistan Tadschikistan Kirgistan Japan Vereinigte Staaten (Nördliche Mariannen) Föderierte Staaten von Mikronesien Palau Japan Vereinigte Staaten (Wake) Marshallinseln KiribiatiPhilippines on the globe (Southeast Asia centered).svg
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Die Philippinen (amtlich Republik der Philippinen, filipino Republika ng Pilipinas [ˌpɪlɪˈpinɐs], englisch Republic of the Philippines) sind ein Staat und Archipel mit 7107 Inseln im westlichen Pazifischen Ozean und gehören zu Südostasien. Sie bilden den fünftgrößten Inselstaat der Welt (nach Indonesien, Madagaskar, Papua-Neuguinea und Japan). Mit rund 100 Millionen Einwohnern sind die Philippinen der zwölftgrößte Staat der Welt.

Ihren Namen erhielten sie von dem Entdecker Ruy López de Villalobos, der die Inseln zu Ehren des spanischen Infanten Philipp Las Islas Filipinas nannte.

Geographie[Bearbeiten]

Vulkan Pinatubo
Pfahlbauten im Meer
Hauptartikel: Geographie der Philippinen

Das Südchinesische Meer trennt die Inselgruppe im Westen von Vietnam, die Sulusee im Südwesten von Malaysia, die Celebessee im Süden von Indonesien. Im Osten erstreckt sich die Philippinensee. Der Archipel erstreckt sich von 5 bis 21 Grad nördlicher Breite und von 117 bis 125 Grad östlicher Länge. Die Philippinen bestehen aus insgesamt 7107 Inseln, von denen 3144 mit einem Namen benannt und etwa 880 bewohnt sind. Lediglich elf dieser Inseln haben eine Fläche von mehr als 2500 km²; die größten sind Luzon, Mindanao, Samar, Negros, Mindoro, Panay und Palawan; nur etwa 1000 sind zudem größer als 1 km². Auf den Inseln fließen insgesamt 421 größere Flüsse und liegen 79 natürliche Seen. Die Küstenlinie der Philippinen hat eine Länge von 36.289 Kilometer.[7]

Der Archipel wird allgemein in drei Großregionen unterteilt:

Im Kern sind die Inseln die Spitzen von über den Meeresspiegel aufragenden submarinen Gebirgsketten, an der Grenze zweier Kontinentalplatten, der Philippinischen und der Eurasischen. Großräumig gesehen sind die Philippinen Teil des Pazifischen Feuerrings mit Erdbeben und Vulkanismus als häufigen Begleiterscheinungen dieser Lage an der Plattengrenze. Es existieren derzeit etwa 20 aktive Vulkane, von denen der Pinatubo und der Mayon – beide auf Luzon gelegen – in den letzten Jahren besondere Aktivität zeigten. Die höchste Erhebung der Philippinen ist der Berg Apo. Östlich der Inselgruppe verläuft der Philippinengraben, mit einer Tiefe von bis zu 10.540 m einer der tiefsten Tiefseegräben der Erde. Als Folge von Seebeben können riesige Flutwellen, die Tsunamis, an den Außenriffen der Philippinen entstehen.

Zwischen den Inseln befindet sich eine Vielzahl von Binnenmeeren und Golfen, die durch Meerstraßen verbunden sind. Die wichtigsten Binnenmeere sind Sibuyan-See, Samar-See, Visayas-See, Mindanaosee und Camotes-See.

Klima[Bearbeiten]

Klimadiagramm Manila
Klimadiagramm Davao

Das Klima der Philippinen wird vor allem durch die Nähe zum Meer geprägt, denn kein Ort ist weiter als 200 km von der Küste entfernt. Das Klima der Philippinen lässt sich als zumeist tropisch und in den höheren Lagen der Gebirge als subtropisch bezeichnen. Am Berg Pulag fällt in den kalten Jahreszeiten gelegentlich sogar Schnee. Die durchschnittliche Jahrestemperatur auf den Philippinen wird mit 26,5 °C angegeben. Die Effektive Klimaklassifikation der Philippinen wird in dem von Wladimir Peter Köppen entwickelten System als Tropische Klimate charakterisiert. Taifune und tropische Stürme treten in den Philippinen das gesamte Jahr auf, wobei hier eine klare Zweiteilung des Landes erkennbar ist. Der nördliche und östliche Teil der Inselgruppe wird in den Monaten Juli bis September regelmäßig von zum Teil heftigen Taifunen heimgesucht, die Windstärken von über 250 km/h erreichen können[8][9][10] (der Taifun Haiyan im November 2013 beispielsweise hatte Spitzenwerte von 315 km/h). Der Rest der Inselgruppe wird über das Jahr von zum Teil heftigen tropischen Stürmen heimgesucht, die zum Teil große Regenmengen über den Landmassen niedergehen lassen.[11] Die jährlichen Niederschlagsmengen fallen sehr unterschiedlich aus. Die niedrigsten Niederschlagsmengen fallen in der Region um General Santos mit 965 mm und höchsten in der Region um Infanta mit 4.064 mm und in den zentralen und östlichen Teilen der Insel Luzon.[12] Um die regionalen Klimata zu bestimmen wurde 1921 die Corona-Klassifikation eingeführt. Diese umfasst vier unterschiedliche regionale Klimatypen:

Klimakarte der Philippinen

Typ I erlaubt die Unterscheidung in eine Regen- und eine Trockenzeit. Die Regenzeit wird hierbei von Mai bis November festgelegt, wobei die stärksten Niederschläge von Juni bis September fallen. Dieses umfasst die Regionen Ilocos-Region, den westlichen Teil der Mountain-Provinz, westlichen Teil der Region Central Luzon und CALABARZON, Metro Manila, Occidental Mindoro, die südlichen Gebiete der Inseln Panay und Negros und den Nordwesten der Insel Palawan.

Im Klimatyp Typ II gibt es keine Trennung von Trocken- und Regenzeit, Niederschläge fallen das gesamte Jahr, wobei die Hauptniederschlagsperiode von Dezember bis Februar ist und die geringsten Niederschläge von März bis Mai fallen. Klimatyp Typ II gilt für die Regionen Cagayan Valley, den südwestlichen Teil der Region CALABARZON, den Polillo-Archipel, Bicol Region, den Nordosten der Insel Samar, das südliche Leyte, Teile der Region Caraga (Nordost-Mindanao) und den Nordosten der Zamboanga Halbinsel.

Im Klimatyp Typ III gibt es keine Trennung von Trocken- und Regenzeit, Niederschläge fallen das gesamte Jahr, wobei es keine Hauptniederschlagsperiode gibt, jedoch eine niedrige Niederschlagsintensität von Dezember bis März oder von März bis Mai gibt. Dieses umfasst die Regionen des nordöstlichen Luzons, Teile der Region Cagayan Valley, die Provinz Bulacan, die östlichen Teile der Region CALABARZON, Oriental Mindoro, Romblon, Marinduque, den Norden und Nordosten der Insel Panay, Negros Occidental, Siquijor, Zamboanga del Sur, die zentralen und südlichen Teile der Insel Mindanao und des Sulu-Archipels.

Im Klimatyp Typ IV gibt es keine Trennung von Trocken- und Regenzeit, Niederschläge fallen das gesamte Jahr, wobei sich die Niederschläge gleichmäßig über das Jahr verteilen.[12][13][14]

Klimawandel[Bearbeiten]

Die Philippinen gehören zu den Ländern, die am stärksten von den Auswirkungen des anthropogenen Klimawandels betroffen sein werden.

Laut Angaben der United Nations University Institute for Environment and Human Security standen die Philippinen 2011 auf Platz drei auf der Gefahrenskala für die Wahrscheinlichkeit von Naturkatastrophen, weltweit. Das Land steht an Platz zehn für die Wahrscheinlichkeit von der vom Klimawandel ausgehenden Bedrohungen für die Biodiversität und der Bevölkerung, wiederum weltweit und es steht auf Platz fünf der Länder die am stärksten vom Meeresspiegelanstieg betroffen sein werden.[15]

Tier- und Pflanzenwelt[Bearbeiten]

Philippinischer Koboldmaki

Vor 175.000 Jahren, im Mittleren Pleistozän, war der Meeresspiegel so niedrig, dass eine oder mehrere durchgehende Landbrücken in die umliegenden Regionen Asien bestanden, die insbesondere von Tieren intensiv genutzt wurden, aber auch vom Homo erectus und seit ca. 70.000 Jahren vom modernen Menschen. Nach Wiederanstieg des Meeresspiegels wurden viele Lebewesen von den übrigen Arten isoliert, so dass sich die vielfältige Tier und Pflanzenwelt entwickeln konnte. Biogeographisch gehören die Philippinen jedoch zum Malaiischen Archipel, da die bekannte Wallace-Linie südlich des Archipels verläuft. Die früher gebräuchliche Bezeichnung Huxley-Linie, die von Nord-Luzon ausgehend im Süden im Bereich zwischen Borneo und Sulawesi an die bekanntere Wallace-Linie anschließt trennte die Insel Palawan von den übrigen Archipel, was doch die Verteilung unterschiedlichen Tierarten nicht restlos erklärte. Heute wird Microbiogeographisch von dem Palawan–Busuanga–Mindoro Archipel und dem nördlichen Luzon, Visayas–Mindanao, Halmahera, Molukken und Sulawesi Archipel unterschieden, so dass die Philippinen zusammenfassend zur Indo–Malaiisch–Philippinen Biogeosphärenzone gezählt werden.[16]

Land[Bearbeiten]

Die philippinische Tierwelt ist der indonesischen sehr ähnlich. Auf den Philippinen existieren insgesamt über 5000 verschiedene Tier- und unzählige Insektenarten sowie 14.000 verschiedene Pflanzen. Darunter sind das Tamarau, Carabao, Papageien, Flughörnchen, Delfine, Krokodile, Schlangen, Koboldmakis, Schildkröten, Echsen und andere.

Binturong oder Marderbär

Auf den Philippinen lebt eine Vielzahl endemischer Tiere, darunter allein auf Palawan das Palawan-Schuppentier Manis (Paramanis) culionensis, der Rotsteißkakadu (Cacatua haematuropygia), die hauskatzengroße Bengalkatze (Priohailurus bengalensis), der Palawan-Pfaufasan, die Palawan-Ratte und das Palawan-Bartschwein. Nur auf den Philippinen verbreitet ist die Philippinenente, eine Art aus der Stockenten-Gruppe.[17] Weitere Tiere sind das Philippinen-Spitzhörnchen, die Mammutschnecke (Ryssota otaheitanader), der Philippinenadler und die Philippinen-Schwarzstrichtaube.

Meer[Bearbeiten]

Im küstennahen Meer findet man auch heute viele Korallenriffe mit einer weltweit einzigartigen Biodiversität an Fischen, Krustentieren und Weichtieren. 2010 waren jedoch viele Korallenriffe stark von der Korallenbleiche betroffen.[18] Es waren laut dem DENR nur 4% der philippinischen Korallenriffe nicht betroffen von der Korallenbleiche.[19] An den weltweit bekannten Korallenriffen, wie dem Tubbataha, Apo-Riff und im Cagayan-Archipel – und auch an anderen Orten, haben in der Vergangenheit die Cyanid- und Dynamitfischerei große Schäden angerichtet. Die meisten Korallenriffe der Philippinen sind jedoch touristisch nicht erschlossen worden. Die größte Artenvielfalt der Meeresfauna und -flora finden sich in der Isla Verde Passage, diese gilt als das Zentrum der Biodiversität in den Meeren und Wasserstraßen der Philippinen.

Umweltschutz[Bearbeiten]

Die Philippinen sind eines der artenreichsten Ökosysteme der Welt und gehören zu den 17 artenreichsten Regionen der Erde, und sie werden als Megadiversityland bezeichnet. Doch das schnelle Bevölkerungswachstum und der damit verbundene Siedlungsdruck führen zum Raubbau an den natürlichen Ressourcen. Der Zustand der philippinischen Umwelt hat sich so sehr verschlechtert, dass die Regierung darauf mit anspruchsvollen Umweltgesetzen reagierte. Von diesen ist das Republikgesetz 7586, auch bekannt unter dem Namen National Integrated Protected Area System (NIPAS), das anspruchsvollste bei der Durchsetzung.[20] Insgesamt wurden rund 35.000 km² der Fläche der Philippinen als Naturschutzgebiete gemäß der Richtlinien des NIPAS-Gesetzes ausgewiesen. Von diesen sind rund 21.300 km² terrestrische und 12.700 km² marine Schutzzonen.[21]

Die Schutzzonen umfassen folgende Klassifikationen:

  • Strict nature reserve (National park)
  • Natural park
  • Natural monument
  • Wildlife sanctuary
  • Protected landscapes and seascapes
  • Resource reserve
  • Natural biotic areas

Weitere Schutzzonen sind:

  • Protected areas
  • Buffer zones
  • Indigenous cultural community areas[22]

Die Umweltgesetze der Philippinen sollen den Regenwald ebenso schützen wie das Meer mit seinen Korallenriffen, die Bestände an Fisch, die endemischen Tierarten sowie die zur Eigenversorgung notwendigen Flächen der örtlichen Bevölkerung. So wurden in den letzten Jahren, aufgrund des Bevölkerungsdruckes, die Klassifikation von 37 Nationalparks in Protected Landscapes und Natural Parks umgewandelt, so dass es oftmals eine Vielzahl von Bezeichnungen für die Naturschutzgebiete in der Literatur gibt. Auch soll u. a. durch den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs die Luft in den Städten sauberer werden. Des Weiteren soll die Klärung der Abwässer gefördert werden, dafür wird jedes Jahr ein Preis für den saubersten Fluss der Philippinen vergeben. Bei der Abfallentsorgung stehen die Philippinen noch immer vor gewaltigen Problemen, da sich die Mehrzahl der Bevölkerung eine geregelte Abfallentsorgung nicht leisten kann. Trotz aller Probleme gehören die Philippinen zu den wenigen Ländern der Erde, die ihre Kohlendioxid-Emissionen signifikant senken konnten.[23]

Bevölkerung[Bearbeiten]

Ethnische Gruppen auf den Philippinen nach dem Zensus von 2000[24]

Filipino (m.) und Filipina (f.) ist im Tagalog (beziehungsweise der Amtssprache, dem Filipino), wie auch dem lokalen Englisch und Spanisch die Bezeichnung für die Einwohner. Die umgangssprachliche Form lautet Pinoy bzw. Pinay (Tagalog, Umgangssprache). Deutsch sagt man ebenfalls Filipino/Filipina, nicht „Philippiner“ (bzw. „Philippinerin“).

Die Gesamtbevölkerung lag laut Zählung im Jahr 2010 bei 92.337.852 Einwohnern.[3]

Volksgruppen[Bearbeiten]

Der Ausdruck Filipino bezeichnet die Staatsangehörigkeit und Bevölkerung im Allgemeinen, keine Ethnie. Die Bevölkerung setzt sich in der Mehrheit (95 %) aus ethnischen Gruppen zusammen, die Austronesische Sprachen sprechen, in sukzessiven Wellen aus Taiwan eingewandert sind und sich mit späteren Einwanderern aus Südchina vermischten. Sie können in drei große Gruppierungen unterteilt werden:

  • Christen, die durch die spanische Kolonialherrschaft geprägt wurden. Sie bilden mehr als 90 % der philippinischen Bevölkerung.
  • Moslems, die erst in der amerikanischen Kolonialzeit unterworfen wurden. Etwa 5 % der philippinischen Bevölkerung gehören dazu.
  • Stämme, die kaum vom Islam und den Spaniern beeinflusst wurden.

Ethnisch gemischte Bevölkerungsgruppen machen weitere 1 % der Bevölkerung aus und spielen aufgrund der Kolonialgeschichte weiterhin eine wirtschaftlich wichtige Rolle auf den Philippinen, obwohl die Chinesen ihnen zunehmend Konkurrenz bereiten. Neben malaiisch-spanischen (diese leben vorwiegend im Süden Mindanaos und sprechen eine spanische Kreolsprache, nämlich Chavacano), gibt es auch etwa 300.000 chinesische und rund 20.000 japanisch-malaiische Filipinos. Offiziell leben nur noch 17.000 spanischstämmige Philippinos im Lande.

Tieflandvölker[Bearbeiten]

Die Idee einer philippinischen Identität entstand zuerst bei den christlichen Tieflandbewohnern, die unter spanischer Kolonialherrschaft standen und im Konflikt mit dieser ein Nationalbewusstsein als Filipinos entwickelten. Dabei wurden zunächst die Moslems und Hochlandbewohner nicht einbezogen. Noch heute gibt es Spannungen zwischen den in allen Bereichen dominierenden christlichen Tieflandbewohnern einerseits und den überwiegend muslimisch geprägten Hochlandbewohnern andererseits, die sich teilweise in bewaffneten Konflikten entladen.

Unter den christlichen Tieflandbewohnern bilden die Tagalen, welche auf der Insel Luzon leben, die zahlenmäßig größte Gruppe. Sie machen 28,1 % der Bevölkerung aus und ihre Sprache, das Tagalog, bildet die Grundlage für das Filipino, die Amtssprache der Philippinen.

Weitere Gruppen sind die Cebuanos und Sugboanons (13,1 %), die Ilokanos (9 %), die Bisayas/Binisayas (7,6 %), Hiligaynons oder Ilonggos (7,5 %), die Bikolanos (6 %), die Waray (3,4 %), die Pangasináns, die Kapampangans, die Waraynons, die Masbatenyos, die Ibanag und die Butuanons.

Die Maranao, Maguindanao, Samal, Yakan, Badjo, Tausug und die Jama Mapun zählen zu den muslimischen Tieflandbewohnern, die vorwiegend im Süden und Westen Mindanaos und auf dem Sulu-Archipel leben.

Traditionelle Stämme[Bearbeiten]

Ifugao-Musiker auf Luzon (2004)

Diese Stämme leben in unzugänglichen Hochländern, aber auch in abgelegenen Tieflandgebieten und auf entlegenen Inseln. Sie wurden nicht oder nur wenig von Spaniern oder Moslems beeinflusst. Folgende Gruppierungen können unterschieden werden – insgesamt gibt es mehr als 100 Stämme:

  • Auf Luzon leben die Apayao, Tingguian, Kalinga, Bontok, Kankanai, Ifugao, Ibaloy und die I-wak, die auch zusammenfassend Igorot genannt werden. Sie leben in Nordluzon an den Hängen der 2.022 bis 2.702 Meter hohen Berge und erbauten die legendären Reisterrassen.
  • Die Ilongot leben ebenfalls auf Luzon.
  • Auf Mindoro leben die Mangyan in sieben Stämmen, Iraya, Alangan, Batangan, Tadyawan, Buhid, Hanunoo und Ratagnon, hauptsächlich im Landesinneren der Insel.
  • Auf Palawan leben die Stämme der Palawanvölker: die Kagayanen in der Gemeinde Cagayancillo, die Molbog auf Balabak und anderen Inseln vor Palawan, die Tagbanuwa, die Batak und die Tau't Batu. Dabei wird für all diese Stämme auch zusammenfassend die Bezeichnung „die Palawan“ verwendet. Ihre Siedlungsgebiete werden durch Straßenbau und eine Vielzahl von Minenprojekten bedroht.[25]
  • In Mindanao leben die Mamanwa, Manobo, Manobo Bilit, Manobo Tasaday, Mandaya, Mansaka, Kalagan, T'boli und die Subanu. Sie werden zusammenfassend auch Lumad genannt.
  • Die Badjao auf dem Sulu-Archipel, von denen viele in den letzten 50 Jahren nach Malaysia gewandert sind. Sie werden gerne mit den indonesischen Badjo verwechselt, da beide Gruppen als Seenomaden leben.
  • Die Tumandok auf Panay.

Bis auf die Bergstämme in Luzon, die von den Amerikanern christianisiert wurden, sind die diese Stämme weiterhin animistisch. Durch den Einfluss der Zivilisation und der Mehrheitsgesellschaft ist ihre kulturelle Identität akut bedroht.

Die Aeta (auf Luzon), Mamanwa (auf Leyte und Mindanao in Surigao del Norte), Ati (auf Panay) und andere negritischen Ureinwohner der Philippinen sind genetisch mit den Bewohnern der Andamanen verwandt. Von ihnen gibt es nur noch etwa 30.000. Sie leben in größeren Gemeinschaften auf verschiedenen Inseln, u. a. Luzon, Panay und Negros.

Chinesen[Bearbeiten]

Daoistischer Tempel in Cebu City

Daneben besteht das Volk zu 1,5 % aus Chinesen, die seit dem 9. Jahrhundert auf den Philippinen eine wirtschaftliche Rolle gespielt haben. Heute haben zirka 10 % aller Filipinos in irgendeiner Form chinesische Vorfahren. Sie sind im Gegensatz zu den Chinesen in Indonesien und Malaysia stärker in die philippinische Gesellschaft integriert.

Sprachen[Bearbeiten]

Hauptartikel: Sprachen der Philippinen

Laut Ethnologue werden auf den Philippinen 171 Sprachen gesprochen; praktisch jede Region hat ihre eigene Sprache oder Dialekt. Die meisten Sprachen auf den Philippinen sind malayo-polynesische Sprachen, die einen Zweig der Austronesischen Sprachen darstellen.

Philippinische Sprachen[Bearbeiten]

Filipino (früher Pilipino), das auf dem Tagalog basiert, ist die Amtssprache der Philippinen. Als Teil der austronesischen Sprachen ist Tagalog direkt verwandt mit dem Indonesischen und Malaiischen, Fidschianischen, Maori, Hawaiischen, Malagasy, Samoanischen, Tahitianischen, Chamorro, Tetum und den austronesischen Sprachen von Taiwan.

Tagalog wird vorwiegend auf der Insel Luzon gesprochen. Nur etwa 25 % der Filipinos sprechen Tagalog. Das auf Tagalog basierende Filipino wird von etwa 80 % gesprochen und verstanden. Tagalog wird im allgemeinen Sprachgebrauch, in TV-Stationen (sogar Nachrichten), Zeitungen und bei Radiosendern verwendet, aber auch in offiziellen Ansprachen wird ein Tagalog-Englisch-Gemisch benutzt. Teilweise werden auch spanische Wörter verwendet.

Weitere elf Sprachen werden von mindestens einer Million Menschen gesprochen: Cebuano, Iloko, Hiligaynon oder Ilonggo, Bikol, Waray-Waray, Kapampangan, Pangasinan, Kinaray-a, Maranao, Maguindanao und Tausug. Diese zwölf Sprachen werden von mehr als 90 % der Bevölkerung gesprochen.

Cebuano, nach Tagalog die wichtigste philippinische Regionalsprache, wird von 15 % der Bevölkerung vorwiegend im Süden – in Zentral-Visaya sowie im Norden und Westen Mindanaos – gesprochen. Gemeinsam mit Hiligaynon, Waray-Waray (mit 9 % Sprachanteil) und anderen zählt Cebuano zu den Visayassprachen. Eine weitere wichtige Regionalsprache ist Iloko (12 %).

Spanisch[Bearbeiten]

Hauptartikel: Philippinisches Spanisch

Spanisch war bis 1973 eine Amtssprache der Philippinen und wurde zeitweise auch von etwa 10 % der Bevölkerung gesprochen. Die meisten Spanischsprechenden waren Mestizen oder kamen aus der Oberschicht. An Universitäten wurde meist auf Spanisch unterrichtet, und auch viele Zeitungen erschienen in dieser Sprache.

1901 wurden die Philippinen eine amerikanische Kolonie. Die Amerikaner führten Englisch als erste Amtssprache ein. So verlor Spanisch immer mehr an Bedeutung, auch der Unterricht fand bald nicht mehr auf Spanisch statt.

Chavacano ist eine spanischbasierte Kreolsprache mit etwa 500.000 Sprechern in Zamboanga, Cavite und Ternate.

Englisch[Bearbeiten]

Englisch kam erstmals 1898 auf die Inseln. Durch amerikanischen Einfluss ist Englisch neben dem Filipino heute die zweite Amtssprache und wird von etwa 125.000 Menschen (meist Amerikanern) als Muttersprache gesprochen. Für mehr als 50 % der Filipinos ist Englisch eine wichtige Zweitsprache.

Das Englische ist in Schulen ab der 3. Klasse und in Hochschulen die Unterrichtssprache und ist die Arbeitssprache in der Geschäftswelt.

Chinesisch[Bearbeiten]

Die chinesische Minderheit auf den Philippinen stammt zu 90 % aus der Provinz Fujian und spricht damit Fukienesisch (Min Nan), wobei auch Hochchinesisch, Taiwanisch und Kantonesisch gesprochen werden. Aufgrund der Philippinisierungspolitik von Diktator Ferdinand Marcos, die die Nutzung des Hochchinesischen in chinesischen Schulen verbot, spricht die jüngere Generation Tagalog untereinander.

Arabisch[Bearbeiten]

In Autonomous Region in Muslim Mindanao wird das Arabische teils offiziell verwendet. So findet es auf Wahlzetteln Verwendung.[26]

Religion[Bearbeiten]

Religionszugehörigkeit laut der Volkszählung im Jahr 2000:[27] Katholiken 81,04 %, Muslime 5,06 %, Protestanten 2,82 %, Iglesia ni Cristo 2,31 %, Unabhängige Philippinische Kirche (Iglesia Filipina Independente/Aglipayan) 1,98 %, Siebenten-Tags-Adventisten 0,80 %, United Church of Christ in the Philippines 0,55 %, Zeugen Jehovas 0,50 %.

Zu den kleineren Religionen, die nicht mehr eigens im Ergebnis der Volkszählung angeführt wurden, zählen Mormonen (laut Eigenangaben – die bei den Mormonen über der Volkszählung liegen – 0,6 %). Dazu kommen Animisten (besonders bei den indigenen Stämmen), Buddhisten (meist Chinesen, wenige Filipinos) und Hindus (Inder).

Anders als Malaysia und der Westen Indonesiens wurden die Philippinen kaum vom Buddhismus oder Hinduismus geprägt. Es gab allerdings Handelsbeziehungen zu den Großreichen Sri Vijaya und Majapahit sowie einen regen Handel mit dem Kaiserreich China. Die alte Baybayin-Schrift ähnelt der Kawi-Schrift aus Indonesien, die wiederum indische Vorbilder hatte.

Römisch-Katholische Kirche[Bearbeiten]

Kirche auf Bohol

Die Mehrzahl der Filipinos (81 %, andere Schätzungen 83 %) sind Katholiken. Das Land ist das größte christlich geprägte Land in Südostasien und das bevölkerungsmäßig größte katholische Land in Asien. Der Katholizismus entstand auf den Philippinen mit der Ankunft der Spanier 1521 und der Konvertierung von 800 Einheimischen auf Cebu, wo am 31. März 1521 die erste Messe auf philippinischem Boden zelebriert wurde. Doch erst Ende des 16. Jahrhunderts beschlossen die Spanier das ganze Land zu christianisieren, um den – aus dem Süden vordringenden – Islam im Land zu schwächen. Bis dahin konvertierten nur wenige Filipinos zum Katholizismus. Seit 1590 kamen spanische und mexikanische Missionare des Jesuitenordens und andere katholische Orden auf die Insel mit der Aufgabe der Bekehrung der Einheimischen zum Katholizismus. Gottesdienste wurden meist in den jeweiligen Sprachen des Landes abgehalten, so sollte die Christianisierung erleichtert werden. Bis Mitte des 17. Jahrhunderts waren die Philippinen – mit Ausnahme des Südens und einiger Bergregionen – christianisiert.

Die katholische Kirche auf den Philippinen hat, insbesondere in ländlichen Gebieten, einen großen Einfluss auf die Politik und die philippinische Gesellschaft. Unter anderem deshalb sind die Philippinen, neben dem Vatikan, das einzige Land, das kein Scheidungsrecht hat.[28]

Der Schutz des Lebens Ungeborener ist in der Verfassung verankert.[29]

Islam[Bearbeiten]

Moschee auf Basilan
Hauptartikel: Islam auf den Philippinen

Der Islam erreichte die südlichen Philippinen erstmals Ende des 14. Jahrhunderts und breitete sich bis zum 16. Jahrhundert auf den ganzen Philippinen aus. Die Verbreitung des Islams endete mit der Ankunft der Spanier. Heute ist er nur noch im Westen von Mindanao und den Inseln in der Sulusee verbreitet. Etwa 4 Millionen Filipinos gehören dem Islam an.

1968 praktizierten nur knapp 20 % der philippinischen Muslime den Islam. Seitdem erfuhr er jedoch einen Aufschwung. Viele philippinische Muslime wie auch ihre malaysischen und indonesischen Nachbarn wurden konservativer und nahmen die islamischen Regeln ernster. Zahlreiche Muslime wanderten wegen des seit Ende der 1960er Jahre laufenden Konflikts zwischen muslimischen Kämpfern und Regierungstruppen nach Malaysia aus.

Einheimische Religionen[Bearbeiten]

Die ursprünglichen Religionen werden noch in vielen indigenen Stämmen gepflegt. Häufig haben sich auch alte Glaubensvorstellungen mit Christentum und Islam verschmolzen (Synkretismus). Volksglaube, Animismus und Schamanismus werden auch durch Personen vertreten wie dem Albularyo (auch Hilot, Manghihilot oder Manggagamot), einem Heiler oder Medizinmann, oder dem Babaylan (auch Mammalian), einem religiösen Führer.

Geschichte[Bearbeiten]

Hauptartikel: Geschichte der Philippinen

Vorkoloniale Zeit[Bearbeiten]

Die archäologischen Ausgrabungsstätten im Cagayan Valley, die im Norden der Insel Luzon liegen, widerlegten die frühere Annahme, dass die Philippinen ein weitestgehend isolierter Inselarchipel war. Die ältesten menschlichen Artefakte konnten auf ein Alter von 1,7 Mio. bis 900tsd. Jahren datiert werden und stammen vom Homo erectus. Die ältesten Fossilien des Homo sapiens sapiens wurden auf ein Alter von ca. 67.000 Jahre datiert. Eine weitere bedeutende Ausgrabungsstätte liegt in Central Luzon, sie wird Arubo genannt. Bei den Ausgrabungen konnten Faustkeile geborgen werden, diese wurden in das Zeitalter des Acheuléen datiert.[30]

Seit prähistorischer Zeit bewohnen Negritos, genauer gesagt die Volksgruppe der Aeta, als ursprünglichste Bevölkerung die Philippinen. In der Zeit von 3.000 bis 2.500 v. Chr. wanderten austronesische Stämme von Taiwan her kommend südwärts ins Land und verteilten sich von dort aus weiter Richtung Süden. Diese Siedler schufen die ersten künstlerischen Darstellungen auf dem Gebiet der Philippinen. Sie sind als Petroglyphen von Angono bekannt geworden.[31]

Vom 7. bis zum 13. Jahrhundert kamen Teile der Philippinen unter den Einfluss von Sri Vijaya und später von Majapahit. Bis heute sind Wörter aus dem Sanskrit in den philippinischen Sprachen erhalten. 1917 wurde in Mindanao eine indisch-malaiische Goldstatue aus der Majapahit-Zeit gefunden. Ein noch wichtigerer Beleg für die kulturelle Verbindung zum malaiischen Kulturraum stellt die Laguna-Kupferplatte dar, die aus dem 9. Jahrhundert stammt und in einer Mischung aus Sanskrit, Altjavanisch, Altmalaiisch und altem Tagalog geschrieben wurde, in einer Schrift, die der javanischen Kawi-Schrift ähnelt. Südchinesische Händler hatten auf die Region ebenfalls einen großen Einfluss, was sich an zahlreichen Porzellanfunden aus der Zeit der chinesischen Song-Dynastie zeigt. Sie gründeten bereits im 9. Jahrhundert Tondo als Handelsniederlassung. Tondo wurde ab 1279 die Hauptstadt des Luzon-Reiches, das bis 1571 bestehen sollte. Andere weitreichende und langanhaltende Handelskontakte offenbarten die archäologische Ausgrabungsstätte Butuan im nördlichen Mindanao. Die philippinischen Kaufleute nutzten den Bootstyp des Balangay auf ihren Handelsrouten, mit dem sie Malakka, Borneo, Ternate und Myanmar/Birma erreichen konnten.[32] Ein anderer Schiffstyp war die Dschunke, von der eines vor der Insel Busuanga entdeckt und als Lena Shoal Dschunke bezeichnet wurde. Es wird heute angenommen, dass Tondo ein bedeutendes Zentrum für den Dschunkenhandel des Mittelalters und ein Drehkreuz für den Handel mit China darstellte.[33]

Wahrscheinlich kam in dieser Zeit der Buddhismus zusammen mit chinesischen Händlern auf die Philippinen und vermischte sich mit lokalen Traditionen. Auch ließen sich durch die Ausgrabungen in Butuan Handelskontakte mit Persien bereits im 9. Jahrhundert nachweisen.

Der Islam kam bereits Ende des 13., Anfang des 14. Jahrhunderts über Handelskontakte, die von arabischen Händlern gepflegt wurden, auf die südlichen Philippinen. Zusammen mit den Handelskontakten kamen auch malaiische muslimische Einwanderer auf den südlichen Inselarchipel. Die muslimischen Einwanderer brachten neben ihrer Kultur, Religion und Bildungswesen, auch das politische Herrschaftssystem aus dem malaiischen Raum mit auf die südlichen Philippinen. Um 1390 erreichte Raja Baginda den Sulu-Archipel; er war einer der ersten, die nachweislich missionarisch tätig wurden. Er stammte aus dem Adel der Minangkabau. Ein anderer bedeutender Missionar des 15. Jahrhunderts war Serif Kabungsuan. Er stammte aus der Region Johor und war vor allem auf der Insel Mindanao tätig. In der Folge der verstärkten Einwanderung und Missionierung entstanden verschiedene Sultanate, deren Herrscher sich als Rajahs bezeichneten. Die bedeutendste Gründung eines Sultanats war die des Sultanats von Sulu mit einer Hauptstadt auf der Insel Jolo. Es entstand um 1450 durch die Krönung von Abu Bakr, der der Überlieferung nach die Tochter des Raja Baginda heiratete. Abu Bakr selber stammte aus Palembang auf der Insel Sumatra.[34][35] Zusammen mit anderen Einwanderungswellen ab Mitte des 15. Jahrhunderts aus dem malaiischen Raum verbreitete sich der Islam bis in die Küstenregionen der Insel Luzon. Um 1530 wurde Maynilad (Manila) als Palisadenfestung an der Mündung des Flusses Pasig in die Manilabucht gegründet. Die Gründer von Manila, malaiische Rajas aus Brunei, wählten einen bislang unbesiedelten Ort, der bis zur spanischen Eroberung im Jahre 1571 auf 10.000 Einwohner wuchs.

Vorkoloniale Gesellschaft[Bearbeiten]

Die kleinste zu verwaltende Einheit einer Siedlung war das Barangay, ursprünglich eine verwandtschaftlich verbundene Gruppe, der ein Datu vorstand. Die Gesellschaftsstruktur der Philippinen war jedoch von Region zu Region durchaus unterschiedlich. Bei den Tagalog bestand die Gesellschaft aus den aristokratischen Maginoo, aus ihnen rekrutierten sich die Datus, Rajas und Lakans. Ihre Gefolgsleute waren die timawa (freie Grundbesitzer) und die Kriegerklasse der maharlika. Diesen folgten die Abhängigen, die alipin. Bei den Alipin gab es verschiedene Kategorien mit unterschiedlichem Status: Es waren zum Teil landlose Feldarbeiter, zum anderen diejenigen, die ihren Status als freier Mann aufgrund von Verschuldung verloren hatten oder für ein Verbrechen bestraft worden waren. Außerhalb der Gesellschaft standen außerdem die Kriegsgefangenen, diese konnten jedoch in die Gesellschaft integriert werden.[36][37][38]

In einigen Gesellschaften wie der der Kalinga, Ifugao oder Bontoc trugen Stammesmitglieder traditionell rituelle Tätowierungen die ihren Rang innerhalb der Gesellschaft darstellten. Heutzutage ist diese Tradition sehr rar geworden.

Spanische Kolonialzeit[Bearbeiten]

Intramuros

Christianisierung[Bearbeiten]

Als die Spanier 1565 die Philippinen als ihre Kolonie beanspruchten und es somit Neuspanien angliederten, war der Islam noch nicht tief verwurzelt, so dass es ihnen nicht schwerfiel, auch die muslimische Bevölkerung zum Christentum zu bekehren. Außerdem wurde die Christianisierung der Philippinen weitgehend friedlich durchgeführt, unter anderem wurden animistische Praktiken weitgehend geduldet, von denen einige bis heute überlebt haben. Der Buddhismus, der vermutlich neben dem Islam im 16. Jahrhundert die vorherrschende Religion auf den Philippinen war, wurde bald nur noch von der chinesischen Minderheit praktiziert.

Angesichts ihrer Niederlage gegen die Spanier im Jahre 1571 konvertierten die Rajahs von Manila, Rajah Sulayman, Rajah Lakandula und Rajah Matanda zum Katholizismus. Dafür durften sie einige Privilegien behalten und wurden ins koloniale Herrschaftssystem integriert. Durch die weitgehende Einbindung der einheimischen Häuptlinge in das koloniale Herrschaftssystem entstand die soziale Schicht der principialia, die als Mittelsmänner und Nutznießer des Kolonialsystems dies über Jahrhunderte festigten.

Der andere wichtige Machtfaktor in der philippinischen Kolonie waren spanische Mönche und Priester. Aufgrund ihrer Rolle in der Missionierung und in den späteren Gemeinden waren sie oft die einzigen Spanier, die eine einheimische Sprache konnten. Sie lebten im Gegensatz zu den Kolonialbeamten, die nur auf Zeit im Lande waren, mehrere Jahrzehnte im Land. Sie wurden als Vermittler unverzichtbar und somit sehr mächtig.

Im Süden der Philippinen war der Islam zum Zeitpunkt der Ankunft der Spanier bereits tiefer verwurzelt, so dass die dortigen Moslems, von den Spaniern Moros genannt, nicht das Christentum annahmen.

Koloniale Wirtschaft[Bearbeiten]

In der frühen Kolonialzeit bildete der Galeonenhandel zwischen Manila und Acapulco die wichtigste Einnahmequelle für die Kolonie. Silber aus den Minen der neuen Welt wurde von Acapulco nach Manila verschifft und dort benutzt, um chinesische Waren wie Seide und Porzellan zu kaufen. Da bis zum 18. Jahrhundert nur die Portugiesen mit Macao das Recht hatten, die chinesische Küste direkt anzusteuern, war man auf chinesische Händler angewiesen, die sich in einem eigenen Viertel vor Manila ansiedelten, dem heutigen Binondo, wo sich auch heute die Chinatown von Manila befindet.

Im frühen 19. Jahrhundert änderte sich die wirtschaftliche und politische Situation. Mexiko wurde unabhängig, so dass die Philippinen nicht mehr zu Neuspanien gehörten, sondern zum ersten Mal direkt von Spanien aus verwaltet wurden. Der Galeonenhandel nach Acapulco war nicht mehr möglich und wurde 1815 eingestellt. Die Philippinen wurden nach und nach dem Welthandel geöffnet, so dass für Teile der einheimischen principalia sowie Mestizen sowohl spanischer als auch chinesischer Herkunft Wohlstand ermöglicht wurde, so dass einige ihren Kindern ein Studium, oftmals sogar in Europa, finanzieren konnten. Es entstand die Schicht der ilustrados, die durch neue, freiheitliche Ideen aus Europa beeinflusst wurden.

Reformen und Revolution[Bearbeiten]

José Rizal, Nationalheld

Die erste große Zäsur in der spanischen Kolonialherrschaft auf den Philippinen war die britische Invasion im Jahre 1762, die bis 1764 andauern sollte. In deren Folge entwickelten sich Aufstände in der Ilocos-Region und Pangasinan. Diego Silang führte einen Aufstand an und es gelang ihm 1763 die bedeutende Stadt Vigan einzunehmen. Er verbündete sich mit den Briten, doch hielten sich diese nicht an ihre Zusagen, so dass er am 28. Mai 1763 ermordet wurde. Seine Frau Gabriela führte den Aufstand fort, wurde jedoch im September verhaftet und staatsterroristisch ermordet, was als Hinrichtung dargestellt wurde. Im Jahr 1762 brach in der Provinz Pangasinán der Palaris-Aufstand aus, der zunächst ebenfalls erfolgreich war und erst 1765 niedergeschlagen werden konnte.[39] In der Folge dieser Ereignisse wurde vielen Filipinos klar, dass die spanische Oberhoheit nicht ewig dauern könne.

Von besonderer Bedeutung für die Philippinen war die Säkularisierungsbewegung innerhalb der katholischen Kirche, die von Pedro Pelaez in den 1850er Jahren begründet wurde. Die Bewegung forderte die Philippinisierung der Kirche und eine Beschränkung der Macht der spanischen Ordensgemeinschaften. Die Bewegung war von liberalen Ideen geprägt, die die Gleichberechtigung von Filipinos und Spaniern forderte.[40]

1868 fand in Spanien eine Revolution statt, so dass der liberale Gouverneur Carlos Maria dela Torre auf die Philippinen geschickt wurde, der liberale Reformen durchführte und unter anderem die Pressezensur abschaffte. 1871 war diese Phase jedoch vorbei. Insbesondere die spanischen Mönchsorden auf den Philippinen entfalteten wieder ihre Macht. Am 20. Januar 1872 brach im Fort San Felipe die Cavite-Meuterei aus, die jedoch schnell niedergeschlagen wurde. In der Folge der Meuterei wurden jedoch die Priester Mariano Gómez, José Burgos und Jacinto Zamora inhaftiert. Die spanischen Kolonialbehörden nutzten das Ereignis, um sich unliebsamer Zeitgenossen, die für ihre fortschrittlichen Ideen bekannt waren, zu entledigen. Drei Priester wurden am 17. Februar 1872 hingerichtet, was einen Aufschrei des Entsetzens in der Bevölkerung auslöste und zur Bewegung der Ilustrados führte. Die drei Priester sind bis heute als GOMBURZA ein Begriff im Gedächtnis der Filipinos. José Rizal gab später an, dass dieses Ereignis sein gesamtes Weltbild veränderte.[41]

Im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts wurden die Rufe der Ilustrados nach Reformen immer lauter. Die Bezeichnung Filipino, die früher nur für spanische Kreolen benutzt wurde, wurde auf alle Einwohner des Landes ausgeweitet. Die Propagandabewegung, die aus Europa von philippinischen Studenten und Exilanten betrieben wurde, sowie die kurzlebige La Liga Filipina, die kurz nach ihrer Gründung durch José Rizal in Manila sofort von den dortigen Behörden verboten wurde, hatten zunächst nicht die Unabhängigkeit der Philippinen zum Ziel, sondern Gleichberechtigung der Filipinos und philippinische Sitze in den spanischen Cortes. Doch für einige ging dies nicht weit genug.

Von 1896 bis 1898 fand unter der Führung des Katipunan die Philippinische Revolution statt, die in ihrer Endphase praktisch in den Spanisch-Amerikanischen Krieg überging. Im Verlauf der Revolution wurde im Juli 1897 die erste provisorische Republik ausgerufen, die Republik von Biak-na-Bato, und am 1. November die erste provisorische Verfassung der Philippinen verabschiedet, die am 15. November in Kraft trat. Die Republik wurde jedoch am 15. Dezember 1897 wieder aufgelöst mit der Unterzeichnung des Vertrages von Biak-na-Bato in San Miguel zwischen der philippinischen und der spanischen Partei.[42]

Bereits zu Beginn dieser Auseinandersetzung zwischen Spanien und den Vereinigten Staaten wurde die spanische Flotte durch amerikanische Schiffe in der Schlacht in der Bucht von Manila vernichtet. Ein Großteil des Landes war jedoch zu diesem Zeitpunkt bereits unter philippinischer Kontrolle, worauf am 12. Juni 1898 die philippinische Unabhängigkeitserklärung erfolgte, welche weder von der alten noch der neuen Kolonialmacht anerkannt und vom Rest der Welt gar nicht erst wahrgenommen wurde. 1899 folgte die Konstitution der ersten philippinischen Republik.

Amerikanische Kolonialzeit[Bearbeiten]

Die USA erkannten die junge philippinische Republik nicht an und bekämpften sie im Philippinisch-Amerikanischen Krieg von 1899 bis 1902 massiv. Etwa eine Million Filipinos (20 % der Gesamtbevölkerung) kamen während dieser Zeit ums Leben, und das Land wurde zur amerikanischen Kolonie.[43] Unterstützung erhielten die Revolutionäre lediglich vom Hongkong-Komitee, das internationale Verbindungen knüpfte und für die materielle Unterstützung der Filipinos sorgte.[44]

Bereits am 20. Januar 1900 wurde die Schurman-Kommission von McKinley berufen. Sie sollte Vorschläge für einen Übergang zu einer zivilen Kolonialverwaltung ausarbeiten, diese Ergebnisse wurden im Januar 1901 vorgelegt.[45] Im März 1901 wurde daraufhin William Howard Taft zum Vorsitzenden der nach ihm benannten Taft-Kommission berufen und auf die Philippinen entsendet, um eine zivile Kolonialverwaltung zu etablierten. Er baute den Obersten Gerichtshof der Philippinen auf, zu dessen erstem Vorsitzenden Cayetano Arellano 1901 berufen wurde, und es wurde ein öffentliches Bildungswesen etabliert.[46] Es wurden auch Vorbereitungen getroffen, um eine Zweikammer-Legislative zu schaffen. Die Taft-Kommission bildete nach Vorbild des US-Systems das Oberhaus und die Philippinische Versammlung das Unterhaus, erste Wahlen zu Letzterer wurden am 30. Juni 1907 durchgeführt und am 16. Oktober Manila Grand Opera House konstituiert.[47]

1904 wurde im Süden der Philippinen, der von den Spaniern nie ganz unterworfen worden war, von den Amerikanern die Moro Province gegründet und militärisch kontrolliert. Dadurch kam es zum Moro-Amerikanischen Krieg, der von 1904 bis 1913/16 andauerte und durch den US-General John Pershing beendet wurde. So wurde aus der in spanischer Zeit eher formellen Zugehörigkeit der Moslemgebiete zu den Philippinen eine faktische. Auf der Insel Mindanao wurden große Monokulturen amerikanischer Konzerne angelegt, wie zum Beispiel Ananasplantagen. Es kam in den 1920er und 1950er Jahren außerdem zu staatlich geförderten Siedlungsprogrammen, bei denen Christen aus dem Norden und aus der Mitte der Philippinen in den Süden gebracht wurden. Der heutige Konflikt im Süden der Philippinen hat seine Wurzeln in dieser Zeit.

Mit Inkrafttreten des Philippine Autonomy Acts 1916 wurde den Filipinos mehr Aufgaben übertragen, dazu löste die Philippinische Legislative das bisherige Parlamentssystem ab, so dass man ab diesem Zeitpunkt von einem halbautonomen Status der Philippinen sprechen kann. In diesem Zweikammersystem waren nunmehr nur noch Filipinos vertreten.[48]

1935 wurde eine Teilautonomie für die Philippinen mit dem Ziel der Unabhängigkeit bis 1945 beschlossen. Kurz darauf wurde die Einwanderung von Filipinos in die USA erheblich eingeschränkt. Manuel Quezon wurde Präsident des Commonwealth der Philippinen. Das Parlament wurde auf ein Einkammersystem reduziert, die Nationalversammlung. 1940 verständigte man sich wieder auf ein Zweikammersystem und der Commonwealth Kongress entstand. 1937 wurde das Frauenwahlrecht durchgesetzt und von diesem Zeitpunkt an konnten sich Frauen auch für politische Ämter bewerben.[49] Quezon holte sich später Douglas MacArthur als Militärberater hinzu, der beim Aufbau eigener philippinischer Streitkräfte half. 1941/42 kämpften philippinische und amerikanische Soldaten vergeblich gegen die eindringende japanische Armee (→ Schlacht um die Philippinen).

Von 1942 bis 1945 wurden die Philippinen im Zuge des Zweiten Weltkriegs von Japan besetzt. Etwa 1 Million Filipinos starben durch das brutale Besatzungsregime der japanischen Armee, etliche Städte wurden in Schutt und Asche gelegt.

Am 4. Juli 1946 wurden die Philippinen offiziell in die Unabhängigkeit entlassen. Die USA behielten einige Jahrzehnte lang wirtschaftliche Sonderrechte und militärische Stützpunkte auf den Philippinen und spielen bis heute eine wichtige Rolle in der philippinischen Politik.

Philippinische Republik[Bearbeiten]

Filmaufnahmen der Unabhängigkeitserklärung (englisch)

Nach der Unabhängigkeit galt zunächst einmal die Verfassung von 1935 weiter, in der die Philippinen eine Präsidialrepublik nach amerikanischem Muster waren. Der Einfluss der USA blieb weiterhin sehr groß, unter anderem ließen sich die USA am 14. März 1947 für die Dauer von 99 Jahren die Hoheitsrechte über 23 Militärstützpunkte garantieren. Die Philippinen entsandten wiederum 1951 fünf Bataillone in den Koreakrieg, um den USA zu helfen.

Gegen Aufstände durch die kommunistischen Hukbalahap, einer ehemaligen Widerstandsbewegung gegen die japanische Besatzung, gab es von den USA Ausrüstung und amerikanische Militärberater, unter anderem der CIA-Agent Edward Lansdale, der später in Vietnam eine wichtige Rolle spielen sollte. Um den Aufstand zu entschärfen, wurde in den 1950er Jahren die Umsiedlung armer Bauern in den Süden der Philippinen verstärkt gefördert.

Im Jahre 1963 kam es zu einem Konflikt mit Malaysia, da die Philippinen Sabah als früheren Bestandteil des Sultanats von Sulu beanspruchten. Diese Problematik ist bis heute offen.

Aufgrund von Konflikten zwischen christlichen Siedlern und muslimischen Einheimischen kam es in den 1960er Jahren immer mehr zu Konflikten im Süden der Philippinen. 1968 wurden einige muslimische Armee-Rekruten erschossen, die sich weigerten, an einer Geheimoperation zur Rückeroberung Sabahs teilzunehmen. Als Reaktion auf dieses Massaker bildeten sich die ersten separatistischen Bewegungen auf den Südphilippinen.

Im Jahre 1965 wurde der populäre junge Politiker Ferdinand E. Marcos zum Präsidenten gewählt. 1971 wurde Marcos als erster Präsident der Philippinen wiedergewählt, wobei die Wahl als solche sehr umstritten war. Im selben Jahr ließ Marcos eine verfassungsgebende Versammlung einberufen, um die veraltete Verfassung von 1935 zu ersetzen. Gegner von Marcos verdächtigten ihn deshalb des Versuches, die Beschränkung auf zwei Wahlperioden umgehen zu wollen. Ab 1970 hatte es Marcos außerdem sowohl mit dem First Quarter Storm zu tun, einer linken Studentenbewegung, die unter anderem seine Amtsführung, den pro-amerikanischen Kurs geißelte, als auch mit einer neuen maoistischen kommunistischen Guerilla, der New People's Army (NPA) und der Alex Boncayao-Brigade (ABB).

Die Marcos-Diktatur[Bearbeiten]

Ferdinand Marcos

Im Jahre 1972 gab es eine Serie von Bombenanschlägen, von denen man allerdings heute vermutet, dass sie von Militärs durchgeführt wurden, um Marcos einen Vorwand für das Kriegsrecht zu liefern. Am 21. September 1972 erklärte Marcos das Kriegsrecht, ließ Oppositionszeitungen und -sender schließen und veranlasste die Inhaftierung zahlreicher Oppositioneller. 1973 ließ er eine neue parlamentarische Verfassung ratifizieren. Das Kriegsrecht wurde zwar 1980 aufgehoben, und es kam 1981 sogar zu einer Parlamentswahl, bei der aber massive Wahlfälschung vermutet wurde.

Während der Marcos-Diktatur kam es zu massiven Repressalien gegen Oppositionelle. Manche wurden jahrelang in Untersuchungshaft gehalten, unter anderem der prominente Marcos-Rivale Benigno Aquino, Jr. Im Zuge der Bekämpfung der NPA kam es in manchen Provinzen zu Repressalien gegen die Landbevölkerung. Etliche Oppositionelle oder vermutete Kommunisten verschwanden entweder spurlos oder wurden schwer verstümmelt aufgefunden, eine Praxis, die vom Militär „salvaging“ genannt wurde. Unterdessen bereicherten sich Marcos, seine Frau Imelda und seine Freunde, während die Auslandsschulden der Philippinen immer weiter stiegen. Es wurde viel Geld für Prestigeprojekte ausgegeben, unter anderem für eine Herzklinik und einen Filmpalast.

Corazon Aquino (1992)

Am 21. August 1983 wurde der Oppositionsführer Benigno Aquino ermordet, bei dem Versuch das Land am Flughafen von Manila zu betreten. Daraufhin entwickelte sich eine breite Oppositionsbewegung gegen Marcos, der dieser mit vorgezogenen Neuwahlen zu begegnen versuchte. Nach der gefälschten vorgezogenen Präsidentschaftswahl vom Februar 1986 demonstrierten mehr als eine Million Filipinos auf der EDSA-Avenue in Manila und forderten Marcos Rücktritt. Die katholische Kirche unterstützte die Demonstranten, woraufhin die Demonstrationen sich über das gesamte Land ausweiteten und als EDSA-Revolution in die Geschichte eingingen. Durch die Weigerung des Militärs die Demonstration gewaltsam aufzulösen sah sich Marcos am 25. Februar 1986 gezwungen, nach Hawaii, in die USA, zu fliehen. Die Witwe des ermordeten Benigno Aquino und Oppositionsführerin, Corazon Aquino, wurde am selben Tag als die neue Präsidentin vereidigt.[50]

Politik[Bearbeiten]

Am 11. Februar 1987 trat eine neue Verfassung in Kraft und seit 1987 sind die Philippinen wieder eine Präsidialrepublik. Der Präsident hat weit reichende exekutive Befugnisse. Er beruft das Kabinett ein. Der Kongress besteht aus Repräsentantenhaus und Senat. Es besteht de jure Wahlpflicht.

Vom 20. Januar 2001 bis zum 30. Juni 2010 war Gloria Macapagal-Arroyo (* 1947) Staatsoberhaupt (zuvor Vizepräsidentin); sie wurde am 30. Juni 2004 trotz verschiedener Vorwürfe massiver Wahlfälschungen, die in der Folgezeit noch bestätigt wurden (Tonbandmitschnitt der Fälschungsvereinbarungen, im weiteren Verlauf auch präzise Aussagen von reuigen Mitgliedern der Wahlkommission) erneut vereidigt. Am 18. November 2011 wurde gegen sie ein Haftbefehl erlassen. Ihr wurde vorgeworfen, die Ergebnisse der Senatswahl 2007 manipuliert zu haben. Macapagal Arroyo ist Nachfolgerin von Joseph E. Estrada, der nach Verlust seiner Machtbasis als Folge von Korruptionsvorwürfen und des Drucks von Demonstrationen seinen Amtssitz vorzeitig verlassen hatte. Die erst 2006 durchgeführten Vernehmungen entlasteten ihn jedoch weitgehend und wiesen vielmehr auf einen engen Vertrauten Arroyos, Chavit Singson, Gouverneur von Ilocos Sur, der für seine Geschäfte im Bereich des illegalen Glücksspiels schon bekannt war. Nach einer Verurteilung durch ein von ihm nicht anerkanntes Sondergericht („Sandiganbayan“) gewährte ihm Arroyo ein „bedingungsloses Pardon“.[51]

Eine sinnvolle Politik war deshalb zwischenzeitlich kaum möglich. Die Regierung musste sich ständig gegen neue Beweise ihrer Illegitimität wehren. Gleichzeitig war sie mit der Abwehr vermeintlicher oder tatsächlicher Putschversuche beschäftigt. Um beispielsweise eine öffentliche Ansprache an das Volk in Manila (SONA) zu halten, benötigte die Präsidentin 2006 etwa 13.000 Polizisten/Soldaten.

Am 10. Mai 2010 wurden Wahlen (u. a. für das Präsidentenamt) auf den Philippinen durchgeführt. Dabei wurde in hohem Maß auf Computertechnik zurückgegriffen, um keinen Zweifel an den Ergebnissen der Wahl zuzulassen. Gleichwohl wurde die Bekanntgabe des endgültigen amtlichen Endergebnisses auch dieses Mal durch Vorwürfe der Wahlmanipulation überschattet. Techniker der beteiligten Firma haben die einfachen Eingriffsmöglichkeiten an den Wahlcomputern detailliert dargelegt.[52] Am 30. Juni 2010 wurde Benigno Aquino III. als Präsident vereidigt.[53]

Die philippinische Politik ist sehr personenbezogen, so dass Parteien keine so große Rolle spielen. Viele philippinische Politiker gehören einer politischen Dynastie an: so ist zum Beispiel Macapagal-Arroyo die Tochter des ehemaligen Präsidenten Diosdado Macapagal, oder der Sohn von Ferdinand Marcos, Ferdinand Marcos Jr., auch Bong-Bong genannt, Gouverneur der Heimatprovinz seines Vaters, Ilocos Norte, und der Sohn des ehemaligen Präsidenten Ramon Magsaysay, Ramon Magsaysay jr., ist Senator. Popularität und regionale Zugehörigkeitsgefühle zählen oft viel mehr als Sachthemen. In den letzten Jahren sind viele Schauspieler, ehemalige Basketballstars und ähnliche Medienpersönlichkeiten in die Politik gegangen.

Die Philippinen sind Mitglied im Sicherheitsrat der UN, ASEAN, APEC und der Unión Latina.

2006 wurden die Philippinen für ein Jahr in den UN-Menschenrechtsrat (engl. Council on Human Rights) aufgenommen. Eine Wiederwahl ist möglich, allerdings auch eine Abwahl wegen massiver Menschenrechtsverletzungen im eigenen Land. Der im Dezember 2006 in Cebu geplante ASEAN-Gipfel wurde kurzfristig angeblich wegen des Wetters abgesagt. Von der Opposition wurde jedoch auch die Angst vor Massenprotesten gegen Versuche, die Verfassung ohne entsprechende Verfahren zu ändern, angeführt. Anfang 2007 informierte sich der UN-Beauftragte Philip Alston über die umstrittene Menschenrechtslage. Nach anfänglichem Widerstand erhielt er den unveröffentlichten vorläufigen Bericht der so genannten „Melo-Kommission“. Hier wird zum ersten Mal auch von offizieller Seite die Verwicklung des Militärs, besonders des Generals Palparan, in die politischen Morde gegen Linke belegt.

Demokratiesituation[Bearbeiten]

Seit dem Ende der Marcosdiktatur hat es immer wieder politische Unruhen auf den Philippinen gegeben, so dass von einer stabilen Demokratie keineswegs die Rede sein kann. Im August 1987 und Dezember 1989 gab es Putschversuche des Oberst Gregorio „Gringo“ Honasan. Im Jahr 2003 kam es zu einer Meuterei von Marinesoldaten unter Leutnant Antonio Trillanes, bei der ein Hotel besetzt wurde. Die Soldaten gaben jedoch friedlich auf und wurden vor ein Militärgericht gestellt. Im Jahre 2006 gab es einen angeblichen Putschversuch, der zur Ausrufung eines Notstandes durch Präsidentin Arroyo und einigen Verhaftungen führte (siehe Artikel Putschversuch auf den Philippinen 2006).

Sowohl Arroyo als auch Aquino kamen jeweils 2001 und 1986 aufgrund von Demonstrationen und durch Überlaufen führender Militärs an die Macht, so dass formal gesehen die Rechtsstaatlichkeit verletzt wurde. Im Jahr 2001 kam es zu Demonstrationen und zu Krawallen von Estrada-Anhängern, die die neue Präsidentin durch Militär niederschlagen ließ. Es gab Tote und Verletzte. Bis heute ist die politische Situation sehr stark polarisiert. Die offensichtlich gefälschten Wahlen von 2004 und in der Folge zahlreiche politisch motivierte Morde gegen „Linke“, aber auch Menschenrechtsaktivisten und ähnliches haben die Situation zusätzlich erschwert.

Die Wahlen 2007 brachten trotz massiver Einschüchterungs- und Fälschungsversuche – internationale Beobachter fühlten sich sogar in Afghanistan sicherer – einen Erdrutschsieg für die Opposition. Der wegen des Putschversuchs immer noch inhaftierte Trillanes gewann ohne jeden Wahlkampf einen Senatssitz.

Am 29. November 2007 gelang es den Verantwortlichen des Putschversuches von 2003, während einer Anhörung das Gerichtsgebäude von Manila zu verlassen und sich nach einem Marsch durch die Innenstadt von Makati in einem Hotel zu verschanzen. Angeführt wurde die Gruppe von Antonio Trillanes und dem Brigadegeneral Danilo Lim. Ein Aufruf an Soldaten, sich ihnen anzuschließen, blieb aber ohne Wirkung, und die Putschisten ergaben sich schließlich den Sicherheitskräften, als diese drohten, das Hotel zu stürmen.[54]

Am 23. November 2009 kam es in der Provinz Maguindanao zu einem Massaker an Zivilisten, bei dem 57 Menschen ermordet wurden. Das Massaker stand im Zusammenhang mit den Wahlen vom 10. Mai 2010. Der Hauptverdächtige aus dem Ampatuanclan hat für die derzeitige Präsidentin Macapagal Arroyo u. a. 2004 (Präsidentschaftswahlen) und 2007 (Senatswahlen, Zubiri) die Wahlen massiv gefälscht bzw. fälschen lassen. Die Opposition bekam jeweils 0 Stimmen.

Der frühere Botschafter der Philippinen in den USA, Maceda, verweist in einem Beitrag der oppositionellen „The Daily Tribune“ vom 11. Dezember 2009 ([55] oder[56]) darauf, dass schon zuvor 200 Morde und andere Gräueltaten von den Ampatuans in der Gegend verübt wurden, ohne bisher juristische Konsequenzen zu haben.

Der Regierung Arroyo wurde 2006 vorgeworfen, über 800 politisch motivierte Morde nicht aufgeklärt zu haben.[57]

Minderheitenkonflikte[Bearbeiten]

Vor der Ankunft der Spanier bestanden die Philippinen aus Barangays (Gemeinden) verschiedener Völker und Stämme, die vielfältig untereinander vernetzt waren. Spanien kolonisierte den größten Teil des Archipels und in 300 Jahren entstand eine Philippinische Mehrheitsidentität. In einigen Gebieten, wie in den Philippinischen Kordilleren mit den Stämmen der Igorot im Norden und den Gebieten der Moro und Lumad im Süden, wurden die Menschen kaum beeinflusst.

Die spanische Kolonialzeit prägte die unter ihrer Kontrolle stehenden Menschen: die erlittene Ausbeutung, das feudale Wirtschaftssystem, später das halbfeudale Hazienda-System, die zentralisierte Regierung, die christlichen und spanischen Einflüsse. Und sie schaffte die Minderheiten: die Menschen, die an der Peripherie der wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Veränderungen lebten und ihre indigenen Traditionen bewahrten.[58]

Islamischer Terror und Konflikt[Bearbeiten]

Vor allem im Süden Mindanaos kommt es immer wieder zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen Rebellen der separatistischen MNLF (Nationale Befreiungsfront der Moros), der islamistischen MILF (Islamische Befreiungsfront der Moros) und Regierungstruppen. Die MNLF regiert heute die Autonomous Region in Muslim Mindanao (deutsch: autonome Region im muslimischen Mindanao), während die islamistische MILF sich weiter für einen eigenständigen Moslem-Staat einsetzt, der aus den Inseln Mindanao, Palawan, Basilan und dem Sulu-Archipel bestehen soll. Die Abu Sayyaf sind wiederum eine terroristische Gruppe, die durch Entführungen und Anschläge bekannt wurde.

Im Zuge dieser Auseinandersetzungen kommt es auch immer wieder zu terroristischen Angriffen, wie etwa den Bombenanschlägen auf den internationalen Flughafen in Davao City im Frühjahr 2003 sowie auf ein Hafenterminal in Davao etwa zur selben Zeit. Beide Anschläge forderten mehrere Todesopfer. Des Weiteren kommt es immer wieder zu religiös begründeten Anschlägen auf christliche Kirchen. Auf Grund dieser Gefährdungssituation wurden unter anderem vom deutschen Auswärtigen Amt in der Vergangenheit mehrmals Reisewarnungen für die Philippinen herausgegeben und es wurde insbesondere von Reisen nach Mindanao abgeraten.

Es handelt sich nur oberflächlich betrachtet um einen reinen Religionskonflikt. Eine andere der zugrunde liegenden Ursachen ist beispielsweise das von den Vereinigten Staaten durchgesetzte Landgesetz von 1903, das Christen gestattete, bis zu 23 ha Land zu besitzen, während der Landbesitz für die muslimische und nichtchristliche Bevölkerung auf 10 ha begrenzt war. Dieses Gesetz bildete nur einen Baustein einer andauernden systematischen Enteignungskampagne. In den 1950er Jahren wurde die systematische Einwanderung christlicher Siedler nach Mindanao durch die philippinische Zentralregierung in Manila gefördert. Die muslimischen Einwohner wurden damit in ihren angestammten Gebieten zur Minderheit.

Diese Faktoren führten letztlich zu einem der größten vergessenen Kriege unserer Zeit: der Bürgerkrieg auf Mindanao forderte ab den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts bis 2002 nach Angaben der Weltbank mindestens 120.000 Opfer, die Mehrzahl von ihnen Zivilisten. Zahlreiche Versuche zu ernsthaften Friedensabschlüssen zu gelangen scheiterten bisher, unter anderem an einer fehlenden langfristigen Perspektive für die Region, die einen fairen Interessenausgleich aller Beteiligten und Betroffenen böte.

Militär[Bearbeiten]

Die philippinischen Streitkräfte wurden nach der Unabhängigkeit 1950 neu strukturiert; es bildeten sich die Teilstreitkräfte Armee, Marine, Luftwaffe und eine paramilitärische Gendarmerie. Die heutige moderne Berufsarmee ohne Wehrpflicht hat derzeit eine Stärke von 113.500 Soldaten, zuzüglich 131.000 Reservisten.

Verwaltungsgliederung[Bearbeiten]

Die niedrigste Verwaltungsebene auf den Philippinen ist das Barangay. So setzt sich jede Stadt (insgesamt 138 Städte) und jede eigenständig verwaltete Gemeinde (insgesamt 1.496 Gemeinden) aus mehreren Barangays (insgesamt 41.026 Baranguays) zusammen, die somit als Ortsteile angesehen werden können. Die nächsthöhere Ebene sind die 80 Provinzen (Stand 2011) des Landes. Diese wiederum sind in 17 Regionen gruppiert, um die Verwaltung zu vereinfachen. Jede Provinz wird von einem Gouverneur und einem Vizegouverneur geleitet; wohingegen jeder Stadt und Stadtgemeinde jeweils ein Bürgermeister und ein Stadtrat vorstehen.

Die Barangays können in sogenannte Puroks (auf Deutsch „Zonen“) eingeteilt sein. Ein solcher Purok hat einen Vorsteher, der unter anderem die Zahl der lebenden Personen in den jeweiligen Haushalten zählt, eine Bestätigung gibt, dass eine Person tatsächlich in seinem Purok lebt und andere Verwaltungsaufgaben bekleidet. Der Purok-Vorsteher arbeitet ehrenamtlich. Allerdings sind in Metro Manila Puroks weitgehend verschwunden und beschränken sich auf ländliche Gebiete und kleinere Städte.

Die meisten Regierungsbüros der Regionen besitzen ein Regionalamt, um die einzelnen Provinzen zu unterstützen. Mit Ausnahme der ARMM besitzen die Regionen aber keine eigene Regierung wie die Provinzen und Städte.

Die Philippinen beanspruchen mehrere der westlich von Palawan gelegenen Spratly-Inseln.[59]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Reisanbau auf Mindanao
Täglicher Ölverbrauch einiger Länder in Südostasien, Liter pro Tag/Einwohner

Obwohl die Philippinen zu den aufstrebenden Next Eleven gerechnet werden, gehören sie zu den, aus europäischer Sicht gesehenen, ärmeren Ländern. Es herrscht ein starker wirtschaftlicher Gegensatz zwischen einer kleinen reichen Oberschicht und der breiten Bevölkerungsmehrheit. In der Metropolregion Manila etwa gibt es einerseits die saubere und sichere Wolkenkratzerstadt Makati City mit zahlreichen internationalen Unternehmen, auf der anderen Seite aber auch viele ausgedehnte Slums ohne ausreichende Wasser- und Stromversorgung. Weiterhin lässt sich ein deutliches Nord-Süd-Gefälle im Einkommen feststellen. Während auf der Hauptinsel Luzon (im Norden) eine exportorientierte Industrie (vor allem im Bereich der Textil- und Elektronikindustrie) präsent ist, herrscht im südlichen Mindanao weitgehend die Landwirtschaft (Reisanbau) vor. Die wichtigsten Handelspartner sind die USA und Japan. Exportgüter sind vor allem Elektronik, Maschinen und Transportmittel.

Ein großes wirtschaftliches Hemmnis stellt die Versicherung von Geldeinlagen bei philippinischen Banken dar. Nur Beträge bis 250.000 Peso (ca. 5.000 EUR) sind versichert. Dies gilt auch, wenn die Einlagen auf verschiedenen Konten bei derselben Bank hinterlegt sind.

Ein weiteres Hemmnis ist die verbreitete Korruption. Selbst die Weltbank hat 2008/2009 Projekte gestoppt und einen Bericht über verlangte Zahlungen im Umfeld des Gatten der damaligen Präsidentin vorgelegt (The Daily Tribune vom 5. Februar 2009)

Die Philippinen haben aufgrund der weitverbreiteten Englischkenntnisse einen sehr starken Dienstleistungssektor. Vor allem Callcenter, die für amerikanische Firmen arbeiten, sind auf den Philippinen sehr zahlreich. Gegenüber indischen Callcenter-Mitarbeitern haben Filipinos für den amerikanischen Markt den Vorteil, dass sie einen verständlicheren Akzent sprechen und mit amerikanischen Ausdrücken besser vertraut sind.

Weitere Dienstleistungszweige sind Buchhaltung und Softwareentwicklung, da philippinische Hochschulabsolventen in diesen Bereichen sehr gut ausgebildet sind, aber trotzdem recht niedrige Gehälter haben. Accenture hat zum Beispiel auf den Philippinen ein sehr großes Dienstleistungszentrum eingerichtet.

Panorama von Makati City (Metro Manila), dem Finanzzentrum der Philippinen

Der Grundstückserwerb ist ausschließlich durch philippinische Staatsbürger möglich, Ausländer können nur unter bestimmten Voraussetzungen Grundstücke erwerben. Hintergrund ist der häufige Missbrauch, wie zum Beispiel in internationalen Versteigerungen. Es ist allerdings möglich, als Ausländer die philippinische Staatsangehörigkeit zu erwerben.

Energiesektor[Bearbeiten]

Zur Energieerzeugung werden Öl, Erdgas, Holz, Kohle und in zunehmendem Maße auch regenerative Energieträger, wie Wasserkraft und Geothermie, verwendet. In den letzten Jahrzehnten wurden große Wasserkraftwerke am Agus (418 MW), Angat- (246 MW), Magat- (381 MW), Pantabangan-Stausee (100 MW) und am Caliraya-See errichtet. Die Philippinen sind weltweit der zweitgrößte Nutzer von Geothermiekraftwerken. Große Geothermiekraftwerke sind zum Beispiel die Geothermie-Kraftwerke Bacon-Manito I und II, in den Pocdolbergen, das Palinpinon Geothermalfeld am Cuernos de Negros und die Naglabong- und Tiwi-Thermalquellenfelder am Vulkan Malinao. Die Gesamtenergieleistung des Landes aus geothermalen Quellen betrug 2007 1,931 GW. Die Philippinen haben aufgrund ihrer Insellage ein großes Potenzial der Erzeugung elektrischen Stromes aus Windenergie. Das von der United States Department of Energy wind mapping survey erstellte Datenmaterial legt ein Potenzial von über 70 GW nahe. Ein 40 MW großer Windpark wurde in Ilocos Norte 2002 in Betrieb genommen.[61]

Solarenergie soll vor allem für den lokalen Bedarf genutzt werden. So wurden in 150 abgelegene Dörfer Solaranlagen installiert. Es ist geplant insgesamt 15.000 Solaranlagen für den häuslichen Bedarf zu installieren. Biogas wird auf den Philippinen bislang nur selten genutzt. Seit 2005 entstand lediglich in Victorias City ein Pilotkraftwerk, das ausgelegt ist für die Produktion von 51 MW elektrischen Stroms; es werden hierfür Abfälle aus der Zuckerrohrproduktion verwendet. Für die Nutzung der Meeresströmungen sollen zwei Meeresströmungskraftwerke in der San-Bernardino-Straße und der Straße von Surigao getestet werden.

Durch die Entdeckung des Malampaya-Erdgasfeldes, vor der Küste Palawans, konnten die Philippinen ihre Abhängigkeit von den Importen wie Kohle und Erdöl verringern. Die Förderung von Erdgas wurde 2001 aufgenommen, hierfür war der Bau einer 501 km langen Pipeline nach Batangas City die Voraussetzung. Insgesamt wurden im Großraum Manila sechs Kraftwerke neu gebaut oder umgerüstet. Sie erbrachten 2007 zusammen eine Leistung von 4,88 GW; bis 2012 soll dieser Wert bis auf ca. 8 GW gesteigert werden. Es ist vorgesehen, eine weitere Pipeline in die Visayas und auf die Insel Mindanao zu verlegen.[62]

Der Mix der Primärenergieträger auf den Philippinen sah 2003 folgendermaßen aus: 40 % Erdöl, 11 % Kohle, 9 % Geothermie, 6 % Erdgas, 4 % Wasserkraft und ca. 30 % andere Energieträger. Der Anteil der erneuerbaren Energieträger lag 2003 bei 43 % an der Gesamtenergieerzeugung und soll weiter ausgebaut werden.[63] Die der erneuerbaren Energien lag bei 15 %. Im Jahre 2007 wurden auf den Philippinen 59.612 GWh elektrischer Strom erzeugt. Bei deren Erzeugung verteilte sich der Energieträgermix wie folgt: Erdgas 31,5 %, Kohle 28,2 %, Geothermie 17,1 %, Wasserkraft 14,4 %, Erdöl 8,6 % und 0,1 % andere Energien. Der primäre Verbrauch von Erdöl beschränkt sich weitestgehend auf den Transportsektor, dieser betrug 2007 ca. 74 % des Gesamtverbrauchs. Die Philippinen gehören zu den kleineren Emittenten von klimaschädlichen Treibhausgasen. Ohne die Montanindustrien, wie der Agro- und Waldwirtschaft, betrugen die Emissionen ca. 142 Millionen Tonnen im Jahr 2005. Der Ausstoß der erzeugten Treibhausgase erreichte in den Jahren 1997 bis 2005 ihren Höhepunkt und nahm seitdem signifikant ab, trotz des wirtschaftlichen Wachstums von durchschnittlich 4 %. Er lag im Jahr 2007 auf einem Niveau der dem der frühen 1980er Jahren entsprach.[23]

Auslands-Filipinos[Bearbeiten]

Hauptartikel: Auslands-Filipinos

Einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor stellen die Filipinos dar, die im Ausland als so genannte Overseas Filipino Worker (OFW) arbeiten. Die Überweisungen dieser Gastarbeiter betrugen im Jahr 2009 ca. 17,3 Milliarden US-Dollar.[64]

Etwa acht Millionen Filipinos (ca. 9 % der Gesamtbevölkerung von 89.468.677 Einwohnern) arbeiten ständig im Ausland, philippinische Frauen besonders häufig in Hongkong, Singapur, Taiwan und arabischen Ländern, vor allem als Haus- oder Kindermädchen, aber auch in einfachen Tätigkeiten, etwa als Kassiererin. Auch die Heirat mit einem „Foreigner“ aus einem wohlhabenden Staat ist sehr beliebt und wird häufig zum Anlass genommen, das Land zu verlassen und eine neue Existenz im Ausland zu beginnen. Mit den Einkünften in harter Währung können bei verhältnismäßig geringem Aufwand große Projekte in der Heimat verwirklicht werden. Die monatlichen Zahlungen von Filipinos nach Hause machen eine große Summe aus und lassen die Bevölkerung im eigentlichen Sinn einen besseren Standard erreichen.

Auf Grund der guten Ausbildung und guter Englischkenntnisse finden sich philippinische Auswanderer in den USA, Kanada, Australien, Neuseeland und Europa (Großbritannien, Italien, Spanien, Frankreich, Deutschland, Österreich und der Schweiz) gut zurecht. Sie arbeiten häufig im Gesundheitswesen, meistens als Techniker und Technologen, aber auch als Mediziner und Krankenpfleger sowie als Erzieher, Hauspersonal und in der Gastronomie. Philippinische Männer sind auf großen Kreuzfahrtschiffen weltweit zu finden, hauptsächlich in Wäschereien, als Musiker oder als Dienstpersonal. Auf Frachtschiffen dienen sie als Besatzungsmitglieder oder auch als Schiffsmeister und -offiziere. Da viele gut ausgebildete Filipinos ins Ausland ziehen, leidet die einheimische Wirtschaft unter dem Verlust von Fachkräften (brain drain), auch der Heiratsmarkt wird dadurch ausgetrocknet. Andererseits kommen durch die Auslandstätigkeit Devisen ins Land.[65]

Die Regierung erwägt die Wiedereinführung einer 5-prozentigen Einkommenssteuer für alle im Ausland beschäftigten Filipinos, um Geld in den Staatshaushalt fließen zu lassen. Dieses Vorhaben stößt jedoch auf großen Widerstand der Betroffenen.

Verkehrswesen[Bearbeiten]

Das Verkehrswesen des Inselstaates basiert überwiegend auf Schifffahrt, Luftfahrt und Straßenverkehr. Im überregionalen Verkehr dominiert die Schifffahrt, gefolgt vom Luftverkehr. Die größte Schifffahrtsgesellschaft im Personenverkehr ist die SuperFerry Cooperation, gefolgt von Negros Navigation. Beide Gesellschaften bieten auf den ganzen Philippinen Fährverbindungen, auch im Langstreckenverkehr, an. Regional in den Visayas arbeitet die Trans Asia Shipping, daneben bieten zahlreiche kleinere Gesellschaften regionale Fährverbindungen an. Das Flugzeug ist das schnellste Transportmittel in den Philippinen. Größte Fluggesellschaft des Landes ist die Philippine Airlines, die internationale Strecken in die Regionen Nordamerika, Ostasien, Südostasien und den Mittleren Osten anbietet. Ihr Inlandsableger ist die Airphil Express. Größte Inlandsfluggesellschaft ist die Cebu Pacific, sie bietet Flüge in alle Regionen des Landes an. Kleinere Fluggesellschaften sind die Zest Airways und die South East Asian Airlines.

Das Eisenbahnwesen ist wenig entwickelt und besteht im wesentlichen aus einer einzigen Bahnstrecke der Philippine National Railways (PNR) in die Bicol Region. Die Verbindung nach San Fernando und San Jose City soll nach dem Willen der Regierung wieder aufgebaut werden. Weitere Bahnprojekte existieren auf der Insel Panay und Mindanao. In Manila besteht ein modernes Stadtbahnsystem (in Hochbahn-Ausführung), die Mass Rapid Transit Manila (auf der Trasse der EDSA-Avenue), und die Light Rapid Transit (direkte Nord-Süd-Verbindung). Die Preise lagen im April 2013 unter 0,30 Euro für die volle Streckenlänge. Auf den großen Inseln verkehren zwischen den großen Städten Reisebusse im regelmäßigen Linienverkehr, die überwiegend klimatisiert sind. In der Hauptstadt Manila verkehrende Busse werden „ordinary“ genannt. Fast im ganzen Land dominieren in den Städten die Jeepneys im Kurzstreckenverkehr, gefolgt von der Autorikscha und dem Fahrradtaxi für den Ultrakurzstreckenverkehr.

Gesundheitswesen[Bearbeiten]

Auf den Philippinen gibt es 90.000 registrierte Ärzte und 2.400 Krankenhäuser, davon 1.700 öffentliche. Über 60 % der Bevölkerung sind in der gesetzlichen Krankenversicherung Philippine Health Insurance Corporation (PhilHealth) versichert, aber nur etwa 50 % der Bevölkerung haben Zugang zur Gesundheitsversorgung.[66]

Generell sind die staatlichen Krankenhäuser unterfinanziert und dementsprechend prekär ausgestattet. Die Behandlung erfolgt kostenlos, Medikamente hingegen müssen selber bezahlt werden. Betuchte Filipinos und Ausländer bevorzugen die großen und hervorragend ausgestatteten Krankenhäuser in Manila (Makati Medical Center; Philippine Heart Center of Asia).

Der größte Teil der Bevölkerung besitzt keinerlei Impfschutz. Tetanusprophylaxe ist nur sporadisch verbreitet. Der Tollwut-Durchseuchungsgrad, unter anderem unter Haustieren, ist sehr hoch.

Wirtschaftsdaten[Bearbeiten]

Veränderung des Bruttoinlandsprodukts (BIP)
in % gegenüber dem Vorjahr (real)
Jahr 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010
Veränderung in % gg. Vj. 1,8 4,4 4,9 6,4 5,0 5,4 7,2 4,6 ~2,5 7,6
Quelle: gtai[67] ~ = Prognosen
Entwicklung der Inflationsrate
in % gegenüber dem Vorjahr
Entwicklung des Haushaltssaldos
in % des BIP
(„minus“ bedeutet Defizit im Staatshaushalt)
Jahr 2003 2004 2005 2006 Jahr 2003 2004 2005
Inflationsrate 3,5 6,0 7,6 6,7 Haushaltssaldo −5,2 −4,8 −1,9
Quelle: bfai[68]
Entwicklung des Außenhandels
(Außenhandel in Mrd. US-Dollar und seine Veränderung gegenüber dem Vorjahr in %)
2003 2004 2005 2006
Mrd. US-$  % gg. Vj. Mrd. US-$  % gg. Vj. Mrd. US-$  % gg. Vj. Mrd. US-$
(1. Hj.)
 % gg.Vj.
Einfuhr 40,5 3,1 44,0 8,8 47,4 7,7 24,6 8,4
Ausfuhr 36,2 2,9 39,7 9,5 41,3 4,0 22,7 16,7
Saldo −4,2 −4,4 −6,2 −1,9
Quelle: bfai[69]

Staatshaushalt[Bearbeiten]

Der Staatshaushalt umfasste 2009 Ausgaben von umgerechnet 29,8 Milliarden US-Dollar, dem standen Einnahmen von umgerechnet 23,6 Milliarden US-Dollar gegenüber. Daraus ergibt sich ein Haushaltsdefizit in Höhe von 3,9 % des BIP.[70]
Die Staatsverschuldung betrug 2009 94,3 Milliarden US-Dollar oder 58,7 % des BIP.[70]

2006 betrug der Anteil der Staatsausgaben (in % des BIP) folgender Bereiche:

Kultur[Bearbeiten]

Hauptartikel: Kultur der Philippinen

Das was gemeinhin unter philippinischer Kultur verstanden wird, ist die Kultur der christlichen Tieflandbewohner, die die Mehrheit bilden und unter spanischer Herrschaft standen. Die Hochlandbewohner sowie philippinische Muslime und philippinische Chinesen unterscheiden sich in ihren Sitten und Bräuchen zum Teil erheblich von der Mehrheitsgesellschaft. Ansonsten ist auf den Philippinen überall der amerikanische Einfluss spürbar, auch wenn dieser nicht so tiefgreifend war wie der Einfluss von mehr als dreihundert Jahren spanischer Kolonialherrschaft und Katholizismus.

Die Philippinen sind eines der wenigen Länder, in denen Ehescheidungen verboten sind. Unter bestimmten Voraussetzungen und komplizierten Verfahren kann eine Ehe nachträglich annulliert werden. Aus diesem Grund lassen sich viele philippinische Ehepaare in der Dominikanischen Republik scheiden. Ehebruch steht ebenfalls unter Strafe.

Bei Heirat eines philippinischen Staatsangehörigen im Land ist zuvor eine „Ehefähigkeitsbescheinigung“ (engl.: Legal Capacity) vom Bräutigam vorzulegen. Dieses Dokument wird vom zuständigen Standesamt im Ursprungsland ausgestellt und muss von der jeweiligen Botschaft bestätigt werden. Wegen der zahlreichen Fälschungen erkennt die Deutsche Botschaft in Manila mittlerweile (seit 2001) keinerlei philippinische Dokumente ohne aufwändige persönliche Nachprüfungen an.

Spanischer Einfluss[Bearbeiten]

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Die spanische Sprache konnte sich nie durchsetzen, obwohl die Spanier rund 330 Jahre die Insel beherrschten, weil sie – anders als in Mittel- und Südamerika – auf den Philippinen mehr am Handel und weniger an der Vermischung zweier Kulturen interessiert waren. Spanisch wurde den Einheimischen nicht beigebracht, vielmehr lernten die spanischen Priester und Mönche die einheimischen Sprachen und bildeten einige wenige Einheimische, sogenannte ladinos, als Übersetzer aus. Ansonsten wurde die Sprache außer von den Spaniern nur von Mestizen und – im späten 19. Jahrhundert – von den ilustrados gesprochen, einer nationalen Elite, die sich aus wohlhabenden Einheimischen, Mestizen und teilweise sogar Kreolen zusammensetzte. In der amerikanischen Kolonialzeit wurde außerdem das Englische sehr stark zu Lasten des Spanischen gefördert. Daher sprechen weniger als 5.000 Filipinos Spanisch als Muttersprache, allerdings sprechen etwa 230.000 Filipinos Chabacano, eine spanische Kreolsprache.

Das Spanische – sowie die Aussprache spanischer Lehnwörter – ist auf den Philippinen eher mexikanisch als spanisch geprägt, da die Philippinen bis zur Unabhängigkeit von Mexiko aus regiert wurden und die beiden Länder durch den Galeonenhandel mit Acapulco in regem Austausch standen. Als die Philippinen nach der Unabhängigkeit Mexikos unter direkte spanische Herrschaft kamen, gab es Konflikte zwischen den auf den Philippinen geborenen Spaniern (Insulares) und den Spaniern aus Europa (Peninsulares). Nicht wenige Insulares schlugen sich bei der philippinischen Revolution von 1896 auf Seiten der Einheimischen, auch wenn nationalistische Historiker auf den Philippinen dies gerne verdrängen.

Für viele alltägliche Begriffe – unter anderem Zeit und Zahlenangaben, Bezeichnungen von Hausabteilen, Haushalts- und Kleidungsartikeln und Fahrzeugteilen – werden spanische Begriffe oder Wörter benutzt. Auch diese wurden teilweise umgewandelt oder entfremdet, erinnern jedoch immer noch sehr an die spanischen Begriffe. Zum Beispiel bedeutet das Wort „siempre“ im spanischen „immer, ewig“, auf den Philippinen wird dieses Wort eher für „natürlich, na klar“ verwendet. Es existieren teilweise eigene Tagalog-Ausdrücke für die oben genannten Begriffe, diese werden jedoch kaum verwendet. Es sind jedoch Bemühungen im Gange, in Anlehnung an den Nationalhelden und Literaten José Rizal, die historisch überlieferte Sprache wiederzubeleben. Von Spaniern gegründete Schulen wie Colegio de San Juan de Letran, University of Santo Tomas, Colegio de Santa Catalina und anderen Organisationen, wie zum Beispiel Circulo Cervantino und Casino Español lehren noch Spanisch als Fremdsprache, verwenden allerdings wie alle anderen philippinischen Hochschulen Englisch als Hauptunterrichtssprache.

Namensgebung[Bearbeiten]

Die meisten Filipinos – aber auch Inseln, Landesteile und Ortschaften – tragen als Folge der rund 330 Jahre dauernden spanischen Kolonialherrschaft spanische Namen. Bis 1849 hatten die meisten Filipinos nur einen Vornamen; einige benannten sich auch nach katholischen Heiligen (zum Beispiel San Pedro, del Pilar, San Buenaventura).

Am 21. November 1849 erließ der spanische Generalgouverneur Narciso Clavería y Zaldúa ein Dekret, das für alle Filipinos Familiennamen obligatorisch machte. Zu diesem Zweck wurde an alle Provinzgouverneure eine alphabetische Liste spanischer Namen verteilt. Die Provinzgouverneure sandten an die Gemeindepfarrer je einen Ausschnitt aus dieser Liste. Die älteste Person jeder Familie konnte dann für die ganze Familie aus dieser Unterliste einen Namen für seine Familie aussuchen. Da durch dieses System Orte nur Namen bekamen, die mit einem bestimmten Buchstaben begannen, kann man aus vielen Namen die lokale Herkunft erkennen. Die Liste, auf die alle philippinischen Familiennamen zurückgehen, ist als Claveria-Liste bekannt. Der Sinn des Dekretes war eine Vereinfachung der Verwaltung, Steuereinnahme und Volkszählung.

Einwohner der Philippinen, die bereits vor dem Claveria-Dekret einen nicht-spanischen Nachnamen hatten, konnten diesen jedoch behalten. Bestimmte Namen wie Cojuangco (Ko Kwan-co), Tanlimco (Tan Lim-co) oder Joson (Ho Sun) deuten auf chinesische Vorfahren, während einige Namen wie Tupas, Gatmaitan, oder Gatbonton alte einheimische Nachnamen sind. Wer beweisen konnte, dass seine Familie bereits seit mindestens vier Generationen einen spanischen Nachnamen verwendete, durfte diesen ebenfalls behalten.

Musik[Bearbeiten]

Beispiele bekannter philippinischer Musiker sind Freddie Aguilar, Billy Crawford, Gary Valenciano („Gary V“), Lea Salonga und Pilita Corrales, die Bands Side A und Rivermaya, der Filipino-Spanier Enrique Iglesias sowie die Filipino-Amerikaner Apl.de.ap, Chad Hugo, Cassie, Kirk Hammett, Death Angel, Nicole Scherzinger, Bruno Mars, Vanessa Hudgens, Mutya Buena (Sugababes) und Travie McCoy (Frontmann der Alternative Hip-Hop-Band Gym Class Heroes).

Film[Bearbeiten]

Schauspieler oder Regisseure mit ganz oder teilweise philippinischer Abstammung sind Lino Brocka, Rob Schneider, Vanessa Minnillo, Dante Basco, Tia Carrere, Lou Diamond Phillips und Vanessa Hudgens.

Philippinische Küche[Bearbeiten]

Hauptartikel: Philippinische Küche

Die philippinische Küche vereinigt spanisch-mexikanische, chinesische, indische, japanische und amerikanische Einflüsse, die auf die Regionalküchen der unterschiedlichen ethnischen Gruppen der Philippinen gewirkt haben.

Feste[Bearbeiten]

Auf den Philippinen gibt es jährlich viele Feste, unter anderem das Barrio Fiesta und Fiesta de Sandugo. Jede Gegend hat ihre eigenen Feste, die häufig mit Paraden und Feuerwerken zu Ehren des/der lokalen Heiligen begangen werden.

In vorspanischer Zeit kamen viele hinduistische und buddhistische Elemente auf die Philippinen, da die Philippinen unter dem Einfluss der Sri-Vijaya- und Majapahit-Reiche standen. Infolge der 333 Jahre dauernden Kolonisation durch die Spanier flossen auch viele spanische und mexikanische Traditionen in die Kultur mit ein, und nach 1898 kamen zusätzlich noch amerikanische Einflüsse auf die Insel. Etwa 60 % der philippinischen Traditionen und Bräuche haben trotz der jahrhundertelangen Fremdherrschaft ihren Ursprung in vorspanischer Zeit.

Ein wichtiges Fest ist Flores de Mayo (Maiblumen), das das Ende der heißen Trockenzeit und den Beginn der Regenzeit feiert, ein für die Landwirtschaft wichtiger Zeitpunkt.

Die christlichen Feiertage werden ausgiebig gefeiert, allerdings ganz anders als in Europa. Zu Allerheiligen und Allerseelen kampieren Familienangehörige in den Friedhöfen, es herrscht eher Partystimmung als Trauer, da man den Toten eine Freude machen möchte. Weihnachten auf den Philippinen wird vom 16. Dezember an gefeiert, es gibt bis zum 24. Dezember Messen um 4 Uhr morgens, misa de gallo (Hahnenmesse) genannt. Geschenke werden erst am 25. Dezember geöffnet und nie in Gegenwart des Schenkenden. Die Bescherung von Kindern durch ihre Taufpaten erfolgt nach spanischer Tradition erst am 6. Januar (Dreikönigstag). In der Karwoche steht das öffentliche Leben still, am Karfreitag und Karsamstag sind Kinos geschlossen. Einige Männer lassen sich am Karfreitag zur Buße ans Kreuz nageln, ein Brauch, der von der offiziellen katholischen Kirche nicht gerne gesehen wird. In Manila findet am 9. Januar das Fest des Schwarzen Nazareners statt, bei dem Mitglieder von örtlichen Gangs zur Buße eine schwere Statue des „schwarzen Christus“ durch die Straßen tragen. Bei dieser Prozession dürfen nur Männer zugegen sein.

Weitere lokale Feste sind das Ati-Atihan-Fest in Kalibo, Aklan, bei der die Eroberung der Insel und die Verdrängung der Negrito oder Ati-Stämme gefeiert wird; das Santo Nino (Christkind)-Fest in Cebu, bei der die Christianisierung der Insel gefeiert wird; oder das Penafrancia-Fest in Bikol, bei dem es zu großen Flussprozessionen kommt.

Ein großes einwöchiges Fest ist das Kadayawan in Davao City. Dort treten in den Shoppingmalls berühmte philippinische Stars und Sänger auf, und am Wochenende gibt es eine große Parade (Vogelfest) mit festlich geschmückten Wagen. Am Ende wählt eine Jury den schönsten Festwagen.

Legenden[Bearbeiten]

Zu den ältesten überlieferten Geschichten auf dem Gebiet der Philippinen gehört die Legende um Das Leben des Lam-Ang. Andere bekannte populäre Legenden auf den Philippinen sind die Geschichte um die Prinzessin Urduja, die Maragtas-Legende und die Legende um das Gesetzbuch von Kalantiaw; diese Legenden gehören zur Pflichtlektüre in den Schulen, auch wenn es eine Kontroverse um deren Authentizität existiert.[72][73]

Mythologie[Bearbeiten]

Die philippinische Mythologie ist eine Sammlung von Geschichten über magische Wesen und Geschöpfe. Trotz starker Verwestlichung und Christianisierung glauben viele Filipinos immer noch an die Existenz solcher Wesen, besonders in den Provinzen. Es gibt auch Berichte von Sichtungen, die aber oft unbestätigt blieben.

Da das Land aus vielen Inseln besteht und von vielen ethnischen Gruppen bewohnt wird, ist die philippinische Mythologie sehr zersplittert. Es gibt jedoch Gemeinsamkeiten unter diesen Gruppen wie den Glauben an Himmel (Kaluwalhatian oder Kalangitan), Hölle (Kasanaan) und die menschliche Seele (kaluluwa).

  • Aswang: Aswang, die wohl berühmteste mythologische Gestalt der Philippinen, ist ein leichenfressender Ghul und kann – ähnlich dem europäischen Werwolf – die Gestalt eines Tieres annehmen. Tagsüber nehmen Aswangs die Gestalt eines Menschen oder eines Tieres (meist einer Fledermaus oder eines Schweines) an. Nachts erscheinen sie bei Vollmond um Mitternacht, um Jagd auf nichtsahnende schlafende Menschen zu machen. Besonders populär ist der Mythos des Aswang in Cadiz und in Duenas, Iloilo.
  • Dila: Dila ist die Zunge eines Geistes. Dilas dringen durch den Bambusfußboden ländlicher Häuser ein und lecken bestimmte Menschen zu Tode.
  • Diwatas und Engkatos: Diwatas oder Feen sollen in großen Bäumen wie Akazien und Baletes leben. Sie sind die Schutzgeister der Natur und bringen Segen oder Verderben über die, die Wäldern und Bergen wohltun oder schaden. Eine berühmte solche Diwata ist Maria Makiling, die Wächterin des Berg Makiling in der Provinz Laguna. Engkantos (auch Encantos geschrieben) oder männliche Feen leben hauptsächlich im Meer. Unter philippinischen Fischern ist es Brauch, nach einem guten Fang Fleisch und andere Delikatessen als Opfer für die Engkantos ins Meer zu werfen.
In anderen Landesteilen entsprechen Diwatas den griechischen Göttern und Göttinnen. Zu den bekanntesten Diwatas gehören: Bathala (auch bekannt als Kabunian, Malayari und Lumawig), Herrscher des Himmels; Amanikable, Herrscher über die Meere; Dian Masalanta, Göttin der Liebe; Apolake (oder Adlaw), Sonnengott; Mayari (oder in anderen Gebieten Bulan), Mondgöttin; Tala, Göttin der Sterne; und Anitan, Wächter der Blitze.
  • Dwende: Dwende ist das spanische Wort für Zwerg. Dwendes leben häufig in Häusern oder auf Bäumen in ländlichen Gebieten. Je nachdem, wie man sie behandelt, bringen sie Unheil oder Glück. Filipinos lassen oft Speisen auf dem Fußboden zurück, damit die Dwendes, die das Haus bewohnen (oder, wie sie sagen, beschützen), nicht beleidigt sind, sondern dem Haus Segen bringen. Es gibt auch Dwendes, die in Ameisenhügeln leben, und wenn man an einen Ameisenhügel kommt, bittet man um ihre Erlaubnis, vorbeigehen zu dürfen.
  • Kapre: Kapre, ein großer und dunkler Riese, bewohnt Wälder. Kapres rauchen Tabak, weshalb Filipinos in ländlichen Gebieten sehr empfindlich auf Tabakrauch sind.
  • Manananggal: Eine Manananggal ist eine Zauberin, die ihren Körper in zwei Teile teilen kann. Am Rücken trägt sie Fledermausflügel. Kopf und Oberkörper durchstreifen das Land und fressen bettlägerige und kranke Menschen. Wird die untere Hälfte ihres Körpers mit Asche und Salz bestreut, kann ihr Kopf nicht zurückkehren, und sie wird endgültig vernichtet. Manchmal wird sie mit einem Aswang verwechselt oder gleichgestellt.
  • Mangkukulam: Mangkukulam ist eine Hexe. Auf den Visayas wird sie Mambabarang genannt.
  • Matruculan: Matruculan dringt in das Haus einer Jungfrau ein und schwängert sie. Nach einer anderen Version tötet der Matruculan eine werdende Mutter, öffnet ihren Leib und frisst den Fötus. Zur Abwehr durchschneidet der Ehemann während der Wehen die Luft mit seiner Axt. Der Glaube an Matruculan ist heute nicht mehr so weitverbreitet wie in der spanischen Zeit.
  • Multo: Multo, das Wort für Geist in Tagalog, kommt vom spanischen muerto (deutsch: Toter). Filipinos glauben, dass ein Multo, oft der Geist eines verstorbenen Verwandten, sie regelmäßig besucht. Das Wort für den Besuch eines Multo heißt minumulto oder dinadalaw. Evangelikale Christen unter den Filipinos halten die Multos für böse Geister, die Katholiken hingegen für wohlwollend.
  • Nuno sa Punso: Der Nuno sa Punso bewohnt kleine Hügel im Boden. Deshalb sagen Filipinos „makikiraan lang po“ („Entschuldigung bitte“), wenn sie an einem Buckel im Boden vorbeigehen, um den Nuno nicht zu beleidigen. Oft werden sie mit den Dwende durcheinandergebracht.
  • Putol na Kamay: Putol na Kamay leben häufig in Briefkästen oder Schränken in ländlichen Häusern. Der Name bedeutet „abgeschnittene Hand“.
  • Santelmo: Santelmo (vom spanischen „Fuego de San Telmo“, deutsch: Elmsfeuer) ist ein Feuerball, der vor allem in den Bergen der Sierra Madre von Dutzenden Filipinos gesehen wurde. Wissenschaftlich werden diese Erscheinungen durch atmosphärische elektrische Felder erklärt, die bei herannahenden Gewitterfronten auftreten und sich an hohen, spitzen Gegenständen als Elmsfeuer entladen. Berichte über Sichtungen gab es schon in der spanischen Ära (16. bis 19. Jahrhundert). Besonders von Seeleuten wurde Elmsfeuer an Schiffsmasten beobachtet. Auch im Gebirge kann dieses Phänomen an Bergspitzen beobachtet werden.
  • Sirena und Siyokoy: Eine Sirena (deutsch: Sirene) ist eine Meerjungfrau. Vor allem Fischer aus den Städten am Pazifik berichteten oft von Sirenen am Strand. Siyokoy ist das männliche Gegenstück der Sirene. Er hat eine braune geschuppte Haut ähnlich der der Fische und Kiemenschlitze.
  • Tikbalang: Ein Tikbalang ist ein Wesen mit dem Kopf eines Pferdes und dem Körper eines Menschen.
  • Tiyanak: Nach dem Glauben der Filipinos ist ein Tiyanak der Nachkomme einer Frau und eines Dämons (vergleiche Wechselbalg). Ein Tiyanak kann auch ein abgetriebener Fötus sein, der zum Leben erwacht und Unglück über die Mutter bringt. Er wird als haarlos mit roter Haut und glühenden Augen beschrieben.
  • Thanbucha: Nach dem Glauben der Filipinos ist ein Thanbucha der Nachkomme eines Mannes und eines Lustmolchs. Ein Thanbucha kann auch ein abgetriebener Fötus sein, der zum Leben erwacht und Unglück über die Mutter bringt. Er wird als haarlos mit roter Haut und glühenden Augen beschrieben. Uneheliche Kinder werden direkt nach der Geburt ertränkt.

Bildungswesen[Bearbeiten]

2005 wurden 2,5 % des BIP für Bildung verwendet.[74] Ein großer Teil der Schulen besteht aus Privatschulen.[75] Die Analphabetenrate auf den Philippinen ist niedrig.[76]

Sport[Bearbeiten]

Zu den beliebtesten Sportarten gehören Basketball, Boxen und Poolbillard. Die philippinischen Basketballspieler wurden 1960, 1963, 1967, 1973 und 1986 fünfmal asiatischer Meister. Der aktuell bekannteste philippinische Sportler ist der mehrfache Boxweltmeister Manny Pacquiao. Bekannt ist auch der griechisch-philippinische Wrestler Dave Batista und der Poolbillardspieler Efren Reyes.

Kampfkunst[Bearbeiten]

Hauptartikel: Filipino Martial Arts

Die waffenlastigen Formen Arnis, Kali und Eskrima, sowie ein dem Kickboxen ähnlicher Kampfstil, das Sikaran, haben ihren Ursprung auf den Philippinen. Sie sind weithin bekannt für effektive, letale Messertechniken und extrem schnelle Doppelstockformen. Weniger bekannt sind Panantukan, ein philippinischer Box-Stil, sowie Dumog, das Pendant zum Ringen.

Tauchen[Bearbeiten]

Der Tauchsport auf den Philippinen hat seinen Ursprung in Anilao im Süden von Luzon. Expats und Philippinos meist aus dem nahegelegenen Manila erkundeten die Unterwasserwelt an Wochenenden. Heute findet man internationale Tauchbasen und Resorts über das ganze Archipel verteilt. Puerto Galera auf Mindoro war und ist bis heute eine Taucherhochburg. In den Visayas konzentrieren sich die Tauchaktivitäten größtenteils auf Bohol, Moalboal und die Region um Dumaguete. Coron im Norden Palawans ist bei Wrack-Tauchern ebenso beliebt wie Subic Bay im Westen Luzons. Hier kann man verschieden Wracks aus dem Zweiten Weltkrieg betauchen. Tauchsafaris werden auch auf den Philippinen immer beliebter. Die Ziele sind unter anderem das Tubbataha-Riff in der Sulu Sea und das nördlich von Mindoro liegende Apo-Riff. Die Philippinen liegen im Korallendreieck und weisen eine überdurchschnittliche Artenvielfalt auf. Seit Jahren wird in vielen Gebieten erfolgreich gegen Dynamit- und Cyanidfischerei angekämpft. Die meisten Tauchplätze befinden sich küstennah und sind in wenigen Minuten von der jeweiligen Basis aus per Boot zu erreichen.

Die Tauchausbildung erfolgt meist nach PADI-Richtlinien. Es werden aber auch anderen Brevets von internationalen Tauchorganisationen anerkannt. Die meisten Tauchbasen verwenden den nach ISO 12209-3 genormter INT-Druckluftflaschen-Anschluss, das Mitbringen eines Adapters für den in Europa verbreiten DIN-Anschluss ist daher ratsam.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Chocolate Hills

Auf Luzon befinden sich die berühmten Reisterrassen von Banaue und Batad sowie die Vulkane Pinatubo, Taal und Mayon (den viele als den schönsten Vulkan der Welt ansehen, da er sich als nahezu perfekter Kegel aus einer flachen Ebene erhebt). Etwa zwei Stunden von Manila entfernt in der Provinz Laguna liegen die berühmten Pagsanjan-Wasserfälle. Bemerkenswert sind ebenso die vielen Strände, die die Küsten der Philippinen bieten.

Wichtige Sehenswürdigkeiten gehören zum Weltkultur- oder Naturerbe, wie die Barock-Kirchen auf den Philippinen San Agustin in der spanischen Stadtfestung Intramuros und in Paoay und Miagao. Weitestgehend unbekannt ist die historische spanische Altstadt von Vigan. Historisch bedeutende Sakralbauten sind die Kathedrale von Malolos und die Kathedrale von Manila. Der einzige Kirchenbau in Asien, dessen Fassade komplett aus Stahl im neugotischen Baustil erbaut wurde, ist die Basílica de San Sebastián. Eines der wenigen Gebäude in Asien, das im Stil des Art déco errichtet wurde, ist das Gebäude des Manila Metropolitan Theaters.[77] Von großer nationaler Bedeutung ist der Rizal-Park. Außerhalb von Manila befindet sich die 1773 erbaute Barockkirche in Daraga, Provinz Albay (Our Lady of the Gate Parish Church), die im Jahr 2007 zum nationalen Kulturguterbe erklärt wurde. Die Kirche steht auf einem Berghügel in der Stadtgemeinde Daraga, von dem man einen Panoramablick auf den bekannten Vulkan Mayon hat.

Es finden sich zahlreiche Spanische Festungen auf den Philippinen, die zum Teil gut erhalten sind. Auf Bohol befinden sich die Chocolate Hills, die in ihrer Form an die Toblerone-Schokolade erinnern und zum National Natural Monument erklärt. Insgesamt wurden 1268 Hügel in dieser Form in dem Gebiet gezählt. In Cebu City zählt der daoistische Tempel zu den architektonischen Glanzstücken.

Die Philippinen sind ein Hotspot der Biodiversität zu Lande und zu Wasser. Zwei weltweit unter Sporttauchern bekannte Korallenriffe sind das Tubbataha-Riff in der Sulu-See und das Apo-Riff in der Mindoro-Straße. Das größte Korallenriff der Philippinen ist jedoch das weitgehend unbekannte Doppelriff Caubyan und Calituban. In den Nationalparks und Naturschutzgebieten werden immer wieder neue Tier- und Pflanzenarten entdeckt, wie zum Beispiel im Northern Sierra Madre Natural Park. Der bekannteste Nationalpark ist der Puerto-Princesa Subterranean River National Park, in dem sich der längste unterirdische Fluss der Welt befindet.

Listen[Bearbeiten]

Städte[Bearbeiten]

Hauptartikel: Städte auf den Philippinen

Inseln und Inselgruppen[Bearbeiten]

Das Staatsgebiet der Philippinen umfasst ca. 7100 Inseln, davon haben circa 460 eine Fläche von mehr als 2,6 Quadratkilometern. Die elf Hauptinseln sind Luzon, Mindanao, Samar, Negros, Palawan, Panay, Mindoro, Leyte, Cebu, Bohol und Masbate.

Nationalparks und Naturschutzgebiete[Bearbeiten]

Inselgruppe Luzon:

Mindoro und Palawan:

Inselgruppe der Visayas:

Inselgruppe Mindanao:

Literatur[Bearbeiten]

  • Niklas Reese, Rainer Werning (Hrsg.): Handbuch Philippinen. Gesellschaft – Politik – Wirtschaft – Kultur. Horlemann, Berlin, 2012, 4., völlig überarbeitete Auflage, ISBN 978-3-89502-339-2 (gibt einen Einblick in alle Bereiche der philippinischen Gesellschaft und Entwicklung)
  • Wolfgang Bethge: Die Philippinen – Einblicke in Natur, Kultur, Geschichte und Gesellschaft. Shaker, Aachen 2009, ISBN 978-3-86858-196-6.
  • Harry Sichrovsky: Der Revolutionär von Leitmeritz. Ferdinand Blumentritt und der philippinische Freiheitskampf. ÖBV, Wien 1983, ISBN 3-215-04989-9.
  • Jens Peters: Philippinen. Reise-Handbuch. 18. Auflage. JPP, Bremen 2005, ISBN 3-923821-30-1 (umfassendster deutschsprachiger Philippinen-Reiseführer)
  • Eduard Brachetto: Philippinen. Paradies im permanenten Entwicklungsnotstand. Brachetto, Kloten 2003, ISBN 3-0344-0167-1.
  • Rolf Hanisch: Philippinen. Aktuelle Länderkunde. Beck, München 1989, ISBN 3-406-32285-9.
  • Gisela M. Reiterer: Die Philippinen. Kontinuität und Wandel. Sonderzahl, Wien 1997, ISBN 3-85449-112-3.
  • Fedor Jagor: Reisen in den Philippinen. Peters, Aurich 1982, ISBN 3-9800154-8-3 (gekürzte Wiedergabe der inzwischen schon klassischen Originalausgabe aus dem Jahre 1873)
  • James Hamilton-Paterson: Wasserspiele. Goldmann, München 1999, ISBN 3-442-72298-5 (romanhafter Bericht einer Selbstfindung durch die Erforschung, Erschließung und Beschreibung der philippinischen Küstenwelt und ein ethnographisches Buch über ihre Bewohner)
  • Domingo A. Madulid: A pictorial guide to the noteworthy plants of Palawan. Palawan Tropical Forestry Protection Programme, Palawan 2002, ISBN 971-92544-1-6.
  • Ronald van de Vooren: Philippine Diving. OCLC 664159812 (ausführlicher Tauchführer auf Englisch für Apo-Island, Bohol, Cebu und Siquijor)

Weblinks[Bearbeiten]

 Portal: Philippinen – Portal zu weiteren Artikeln über die Philippinen
 Wiktionary: Philippinen – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Commons: Philippinen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikimedia-Atlas: Philippinen – geographische und historische Karten
 Wikivoyage: Philippinen – Reiseführer

Menschenrechte

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.gov.ph/index.php?option=com_content&task=view&id=200020&Itemid=26
  2. Rebublic of the Philippines, Department of Health
  3. a b Zensus 2010
  4. Google Public Data – Philippinen. Abgerufen am 15. Dezember 2013.
  5. World Economic Outlook Database, April 2012 des Internationalen Währungsfonds
  6. Human Development Index, abgerufen am 10. Oktober 2013
  7. Country Environmental Analysis 2008: Philippines S. 28
  8. http://www.typhoon2000.ph/activetrack.gif
  9. http://www.tagesschau.de/ausland/philippinen442.html
  10. http://www.tagesschau.de/ausland/philippinen466.html
  11. Visayan Silent Garden
  12. a b Climatology and Agrometeorology
  13. CropsReview.Com
  14. Webseite der PAGASA
  15. WorldRiskReport 2011 United Nations University Institute for Environment and Human Security
  16. http://sci.odu.edu/biology/directory/carpenter_files/CarpenterSpringerEFB2005CenterofCenter.pdf The center of the center of marine shore fish biodiversity: the Philippine Islands
  17. Hartmut Kolbe; Die Entenvögel der Welt, Ulmer Verlag 1999, ISBN 3-8001-7442-1, S. 218.
  18. Coral reefs in Philippines among world’s most endangered. inquirer.net, 26. Februar 2011 (aufgerufen am 19. Januar 2012)
  19. Only 4 percent of PHL coral reefs in excellent health —DENR, GMA News, 24. Januar 2012 (aufgerufen am 25. Januar 2012)
  20. Das Republik Gesetz 7586 National Integrated Protected Area System (NIPAS) (PDF; 152 kB)
  21. Schutzzonen unter dem NIPAS-Gesetz
  22. NIPAS-Gesetz 7586 S. 3 (PDF; 152 kB)
  23. a b A Strategic Approach to Climate Change in the Philippines, Worldbank Papers (Englisch; PDF, 1,2 MB)
  24. Philippines National Statistics Office
  25. http://www.survivalinternational.org/tribes/palawan#main
  26. Philippine Daily Inquirer: Printing of ballots for ARMM completed – Comelec, 15. Februar 2010, aufgerufen am 22. Januar 2014
  27. Results from the 2000 Census of Population and Housing, NSO. census.gov.ph, 18. Februar 2003
  28. The New York Times: Philippines Stands All but Alone in Banning Divorce, 17. Juni 2011, abgerufen am 24. Januar 2014
  29. Artikel II, Abschnitt 12 der philippinischen Verfassung: „The State recognizes the sanctity of family life and shall protect and strengthen the family as a basic autonomous social institution. It shall equally protect the life of the mother and the life of the unborn from conception. The natural and primary right and duty of parents in the rearing of the youth for civic efficiency and the development of moral character shall receive the support of the Government.“ -1987 Constitution of the Republic of the Philippines
  30. Beschreibung der Ausgrabungsstätte Arubo
  31. http://whc.unesco.org/en/tentativelists/5018/
  32. Die Geschichte der Philippinen vor Magellan (englisch)
  33. Lost at Sea von Frank Goddio (PDF; 1,8 MB)
  34. How Islam Got to the Philippines
  35. The Beginning of Islam in the Philippines
  36. Maharlika and the ancient class system Autor Paul Morrow (englisch)
  37. Pre Kolonial Philippines (englisch)
  38. Philippine History M.C. Halili (2004), Rex Bookstore, Inc.. S. 57 (englisch)
  39. The Palaris Revolt 1762 (englisch)
  40. Kurzbiographie von Pedro Palaez (PDF; 16 kB)
  41. Summary_of_the_execution_of_Gomburza (englisch)
  42. The Republic of Biak na Bato (englisch)
  43. ASTM – Die philippinische Geschichte – ein Seminar von Bahaghari
  44. The Kong Kong Junta auf National Historical Institute Website. National Historical Institute (englisch)
  45. UNITED STATES RULE (englisch)
  46. The Taft Commission Philippine History
  47. The History of the First Philippine Assembly (1907-1916)
  48. Historie des philippinischen Senats
  49. The American Era (englisch)
  50. Genauere Beschreibung der EDSA-Revolution vom Februar 1986
  51. (vgl. Daily Tribune vom 13. September 2007 „The unconstitutional clock“)
  52. http://www.tribuneonline.org/headlines/20100620hed1.html
  53. http://www.faz.net/s/RubDDBDABB9457A437BAA85A49C26FB23A0/Doc~E7771DC835D19416687DFF84DCA42F48F~ATpl~Ecommon~Scontent.html
  54. Tages-Anzeiger: Philippinische Polizei stürmt Hotel vom 29. November 2007
  55. http://www.tribune.net.ph
  56. http://www.tribuneonline.org/commentary/20091211com4.html
  57. vgl. Demokratie mit Todeslisten, Die Zeit Nr. 20/2007 vom 10. Mai 2007
  58. http://www.freewebs.com/shaley/briefhistoryofthecor.htm
  59. http://www.globaldefence.net/artikel-analysen/19-asien-spratly-inseln.html
  60. http://www.ecb.europa.eu/stats/exchange/eurofxref/html/index.en.html – Europäische Zentralbank
  61. Die Situation der Energieerzeugung auf Philippinenergy.com
  62. DEVELOPING THE PHILIPPINES NATURAL GAS INDUSTRY (Englisch; PDF; 330 kB)
  63. Entwicklungspotenzial der erneuerbaren Energien auf den Philippinen (englisch; PDF; 6,3 MB)
  64. Bangko Sentral ng Pilipinas – Philippinische Zentralbank
  65. Gabor Paal: Die weltweite Migration aus der Vogelperspektive. Brunson McKinley im Interview. Migrationsblog des SWR, 10. April 2007
  66. Medizintourismus in Asien. In Der Kassenarzt Nr. 12, Juni 2007, S. 12.
  67. Entwicklung des BIP der Philippinen 2009
  68. Entwicklung der Inflationsrate der Philippinen: bfai, 2006
  69. Entwicklung des Außenhandels der Philippinen: bfai, 2006
  70. a b c d The World Factbook
  71. Der Fischer Weltalmanach 2010: Zahlen Daten Fakten, Fischer, Frankfurt, 8. September 2009, ISBN 978-3-596-72910-4.
  72. Die Maragtas-Legende auf aklanweb.com (englisch)
  73. Maureen Cristin S. Justiniano: Jose E. Marco’s Kalantiaw Code: Implications for Philippine Historiography and Filipinos’ Historical Consciousness. University of Wisconsin, Madison (englisch)
  74. https://www.cia.gov/library/publications/the-world-factbook/geos/rp.html
  75. http://www.deped.gov.ph/cpanel/uploads/issuanceImg/factsheet2008(May12).pdf
  76. http://hdrstats.undp.org/en/countries/data_sheets/cty_ds_PHL.html
  77. Geschichte der Manila Metropolitan TheaterVorlage:Webarchiv/Wartung/Nummerierte_Parameter

11.333333333333123.01666666667Koordinaten: 11° N, 123° O