Phillips Holmes

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Phillips Holmes (* 22. Juli 1907 in Grand Rapids, Michigan, USA; † 12. August 1942 bei Armstrong, Ontario, Kanada) war ein kanadisch/US-amerikanischer Film- und Theaterschauspieler.

Leben[Bearbeiten]

Phillips Holmes wurde als Sohn des Schauspielerehepaares Taylor Holmes und Edna Phillips geboren. Er hatte noch eine Schwester und einen Bruder, Ralph Holmes, der ebenfalls Schauspieler wurde. Holmes besaß über seine Mutter auch die kanadische Staatsbürgerschaft,

1928 begann er mit einem Vertrag bei Paramount Pictures und arbeitete zunächst in den New Yorker Astoria Studios des Unternehmens. Gute Nebenrollen, unter anderem neben Clara Bow in The Wild Party brachten ihm 1930 den Durchbruch in Edmund Gouldings tragische Romanze The Devil’s Holiday neben Nancy Carroll. Holmes verkörperte in dem Film einen Trickbetrüger, der eine kurze Liebesbeziehung mit einem armen Mädchen, gespielt von Carroll, eingeht. Der Film war ein großer finanzieller und künstlerischer Erfolg und die beiden Schauspieler drehten in der Folgezeit noch einige Filme gemeinsam. Das Studio versuchte aus Holmes einen romantischen Helden zu machen und gab ihm zunehmend auch anspruchsvolle Rollen. Howard Hawks besetzte mit ihn 1930 in seinem Gefängnisdrama The Criminal Code als labilen Strafgefangenen, der in einen Gewissenskonflikt zwischen dem Gefangenenkodex des Stillschweigens und seiner moralischen Integrität gerät. 1931 spielte Holmes unter anderem neben Sylvia Sidney in der Verfilmung von Theodore Dreisers sozialkritischem Roman An American Tragedy. Ursprünglich sollte Sergei Eisenstein die Regie übernehmen, doch das Konzept erschien den Produzenten als zu radikal und am Ende wurde der Film von Josef von Sternberg realisiert. Holmes war als amoralischer junger Mann zu sehen, der der Armut zu entkommen versucht und dabei seine schwangere Geliebte ertrinken lässt, um ein reiches Mädchen heiraten zu können. Der Film floppte an der Kinokasse. Auch seinem nächsten Film, Ernst Lubitschs Antikriegsfilm Der Mann, den sein Gewissen trieb war kein finanzieller Erfolg. Aufgrund des Misserfolges sollte Lubitsch nur noch Komödien drehen. Holmes trat hier zum letzten Mal neben Nancy Carroll auf. Seine Karriere bei Paramount war damit mehr oder weniger beendet. 1933 übernahm er mehrere Nebenrollen bei MGM, unter anderem in The Secret of Madame Blanche als Sohn von Irene Dunne und an der Seite von Kay Francis in Storm at Daybreak. 1938 beendete Phillips Holmes seine aktive Filmkarriere.

Holmes führte eine Beziehung mit Libby Holman. Holman ging später ein Ehe mit dem Bruder von Phillips Holmes ein.

Phillips meldete sich 1942 bei der Royal Canadian Air Force und kam am 12. August 1942 bei einem Absturz ums Leben. Sein Bruder Ralph Holmes beging 1945 in New York Suizid.

Heute erinnert ein Stern am Hollywood Walk of Fame an Phillips Holmes.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

  • 1918: Uneasy Money
  • 1925: Her Market Value
  • 1928: Varsity

Weblinks[Bearbeiten]