Phyllanthus emblica

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Phyllanthus emblica
Amla (Phyllanthus emblica)

Amla (Phyllanthus emblica)

Systematik
Ordnung: Malpighienartige (Malpighiales)
Familie: Phyllanthaceae
Unterfamilie: Phyllanthoideae
Tribus: Phyllantheae
Gattung: Phyllanthus
Art: Phyllanthus emblica
Wissenschaftlicher Name
Phyllanthus emblica
L.

Phyllanthus emblica (Synonym: Emblica officinalis) ist die wissenschaftliche Bezeichnung für den Amlabaum aus der Familie der Phyllanthaceae. Umgangssprachlich ist er unter den Namen Indische Stachelbeere, Amlabaum, Myrobalanenbaum oder Myrobalan bekannt. Seine Frucht wird entweder als Indische Stachelbeere oder kurz als Amla bezeichnet.

Beschreibung der Pflanze und ihrer Verwendung[Bearbeiten]

Der Baum ist klein bis mittelgroß und erreicht eine Größe von 8 bis 18 Metern. Er besitzt einen krummen Stamm und ausladende Äste. Die Zweige sind kahl oder fein behaart, 10 bis 20 Zentimeter lang und zum größten Teil mit Laub bedeckt. Die Blätter sind hellgrün und sitzen einzeln und dicht beieinander am Zweig, ähnlich gefiederten Blättern. Die Blüten sind grünlich-gelb. Die Frucht ist kugelig, grünlich-gelb, ziemlich glatt und hart an der Erscheinung, mit sechs vertikalen Streifen oder Furchen.

Die Beeren erreichen ihre volle Reife im Herbst und werden traditionell von Hand geerntet. Der Geschmack der indischen Stachelbeere ist sauer, bitter und zusammenziehend, und sie ist ziemlich faserig. In Indien ist es üblich, die Stachelbeeren zum Essen in Salzwasser mit Kurkuma einzuweichen, um den sauren Früchten auf diese Weise einen angenehmen Geschmack zu verleihen. Außerdem wird die Amla-Frucht auch zum Glätten der Haare benutzt.

Der Amla-Baum kommt ursprünglich aus Indien, wächst aber in verschiedenen tropischen, subtropischen und gemäßigten Gebieten.[1]

Die Indische Stachelbeere ist eines der drei Bestandteile von Triphala.

Namen in anderen Sprachen[Bearbeiten]

Die wichtigsten fremdsprachigen Namen sind:

  • aanla in Oriya
  • aamla (આમળા) in Gujarati
  • aavalaa (आवळा) (or awla) in Marathi
  • avaaLo (आवाळो) in Konkani
  • aamla (आँवला) in Hindi
  • amala in Nepali
  • amalaka | amlaki | aamlaki in Sanskrit
  • amloki (আমলকী) in Bengali
  • amlakhi in Assamesisch
  • haliilaj oder ihliilaj im Arabischen wurde von ihliilaji abgeleitet, was so viel heißt wie ‚elliptisch‘ und sich höchstwahrscheinlich auf die Form der Frucht bezieht
  • heikru in Manipuri
  • nelli (නෙල්ලි) in Sinhala
  • nellikka (നെല്ലിക്ക) in Malayalam
  • nellikkai (நெல்லிக்காய்/ ನೆಲ್ಲಿ ಕಾಯಿ/ ಗುಡ್ದದ ನೆಲ್ಲಿ)(oder nellikkaai, nellikaayi) in Tamil und Kannada
  • mak kham bom in Lao
  • ma kham pom (มะขามป้อม) in Thai
  • olay in Punjabi
  • usiri (ఉసిరి కాయ) (or usirikai ) in Telugu
  • Anmole (庵摩勒) in Chinesisch

Medizinische Bedeutung[Bearbeiten]

Die Indische Stachelbeere ist sehr gut erforscht und ihr werden in vitro antivirale und antimikrobielle Eigenschaften nachgesagt.[2]

2009 konnten D. Chakraborty und R. Verma in einem Experiment zeigen, dass die Spermienqualität von Mäusen, welche mit Ochratoxin vergiftet und mit Emblica-officinalis-Extrakt behandelt wurden, sich besserte im Vergleich zu den mit Ochratoxin vergifteten Kontrollmäusen. Diese Verminderung der Ochratoxin-verursachten Schäden durch Emblica officinalis könnte durch einen möglichen antioxidativen Effekt von Emblica erklärt werden.[3]

Luo und Mitarbeiter konnten 2011 zeigen, dass die getesteten phenolischen Komponenten der Emblica officinalis eine Radikalfängeraktivität hatten.[4]

Bei durch Isoproterenol induzierten Myokardinfarkten von Ratten entdeckten Ojha und Mitarbeiter 2011, dass bei peroraler Gabe von Amla-Extrakt in höheren Dosen der systolische und diastolische arterielle Blutdruck, der durchschnittliche arterielle Blutdruck und die Herzfrequenz im Vergleich zu den nur mit Isoproterenol induzierten Kontrollmäusen erhöht werden konnte.[5]

Ein ex-vivo-Test von Shashidhara und Mitarbeitern mit Ziegenaugen zeigte 2012 eine verminderte Linsentrübung, wenn die Augen in einer Lösung aus Glucose und Triphala-Extrakt sind – im Vergleich zur Glucoselösung.[6]

In einem In-vitro-Versuch zeigten Philip und Mitarbeiter 2012, dass der Amla-Extrakt in hohen Konzentrationen eine Wachstumshemmung bei Salmonellen und in niedrigen Konzentrationen eine Wachstumshemmung bei Shigellen verursacht.[7]

Muthuraman und Mitarbeiter zeigten 2012 in einem akuten Entzündungsmodell bei Ratten, dass bei hohen Konzentrationen an freien bzw. gebundenen phenolischen Verbindungen eine Ödemreduktion stattfand.[8]

Bei niedriger Dosierung des Amla-Extraktes zeigen Mäuse eine Verbesserung in dem forced swim test und dem tail suspension test, was auf eine antidepressive Wirkung hindeutet.[9]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ernst Schrott: Ayurveda für jeden Tag. Mosaik, München 2001, 3-5761-1616-8.
  2. Saeed S, Tariq P: Antibacterial activities of Emblica officinalis and Coriandrum sativum against Gram negative urinary pathogens. In: Pak J Pharm Sci. 20, Nr. 1, Januar 2007, S. 32–5. PMID 17337425.
  3. D. Chakraborty, R. Verma: Spermatotoxic effect of ochratoxin and its amelioration by Emblica officinalis aqueous extract. In: Acta Poloniae Pharmaceutica-Drug Research. 66(6), 2009, S. 689–695.
  4. W. Luo, M. Zhao, B. Yang, J. Ren, G. Shen, G. Rao: Antioxidant and Antiproliferative capacities of phenolic purifided from Phyllanthus emblica L. fruit. In: Food Chemistry. 126, 2011, S. 277–282.
  5. S. Ojha, M. Golechha, S. Kumari, D. S. Arya: Protective effect of Emblica officinalis(amla) on isoproterenol-induced cardiotoxicity in rats. In: Toxicology and Industrial Health. 28(5), 2011, S. 399–411.
  6. S. C. Shashidhara, K. C. Bharath Raj, B. J. Aswathanarayanha: A comparative study of anti-cataract activity of Triphala and its constituents. In: International Research journal of Pharmacy. 3(5), 2012, S. 407–410.
  7. J. Philip, S. John, s., P. Iyer: Antimicrobial Activity of Aloevera berbedensis, Daucus carota, Emblica officinalis, Honey and Punica granatum and Formulation of a Health Drink and Salad. In: Malaysian Journal of Microbiology. 8(3), 2012, S. 141–147.
  8. A. Muthuraman, S. Sood, S. K. Singla: The antiinflammatory potential of phenolic compouns from Emblica officinalis Gaertn. In: Inflammopharmacol. 19, 2012, S. 327–334.
  9. D. Dhingra, P. Joshi, A. Gupta, R. Chhillar: Possible Involvemend of Monoaminergic Neutransmission in Antidepressent-like Activity of Emblica officinalis Fruit in Mice. In: CNS Neuroscience and Therapeutics. 18, 2012, S. 419–425.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Phyllanthus emblica – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien