Piaggio

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Piaggio (Begriffsklärung) aufgeführt.
Piaggio & C. S.p.A.
Logo Piaggio-Gruppe
Rechtsform Aktiengesellschaft
Gründung 1884
Sitz Pontedera, Italien
Mitarbeiter ca. 7000
Umsatz 1,5 Mrd. EUR
Branche Motorroller
Website http://www.piaggio.com
Piaggio-Logo

Piaggio ist ein Fahrzeughersteller mit Sitz in Pontedera, Italien. Es produziert verschiedene Motorroller, unter anderem die typische Vespa, das Lastendreirad Ape, den Kleintransporter Porter.

Zum Konzern gehören auch die Motorradmarken Aprilia, Derbi, Gilera, Laverda und Moto Guzzi.

Piaggio produzierte in seiner Geschichte viele Produkte. Vom Holzlager über Schiffbau, Eisenbahnbau, Flugzeugbau ging es zu den Motorrollern. 2005 wurde bei einem Umsatz von 1,5 Milliarden Euro ein Gewinn von 37,9 Millionen Euro erreicht. Etwa 7000 Beschäftigte produzierten 610.000 Fahrzeuge.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Die Firma Piaggio wurde 1884 von Rinaldo Piaggio gegründet. Die Basis dazu legte sein Vater, Cavalier Enrico Piaggio, in dem er 1882 ein Grundstück in Sestri Ponente, Genua, ursprünglich für ein Holzlager, kaufte.

Zuerst legte das Familienunternehmen Piaggio seinen Schwerpunkt auf den Schiffsbau. Später konzentrierten sie sich auf Eisenbahnwagen. Mit dem Aufkommen der Luftfahrt interessierte sich Rinaldo Piaggio fortan für den Flugzeugbau. Er fand ausgezeichnete Techniker und begann 1916 mit dem Flugzeugbau und baute ein neues Werk in Pontedera. Kriegsbedingt hatte das Unternehmen Piaggio Ende der 1930er-Jahre viel Erfolg, da die italienische Armee zu den Kunden gehörte.

Während des Krieges wurde jedoch das Werk Pontedera völlig zerstört. Nach dem Krieg beschloss Rinaldos Sohn, Enrico Piaggio, der inzwischen die Leitung des Unternehmens übernommen hatte, sich vom Flugzeugbau abzuwenden.

Er beobachtete, dass Italien ein Bedürfnis an Transportmitteln hatte, da die Mobilität bedingt durch die Zerstörungen und dem Wiederaufbau Italiens etwas ins Stocken gekommen war. So entwickelte sich die Idee eines Motorrollers. Als Ergebnis entstand 1946 die Vespa [ital. 'Wespe'].

Dies war für Piaggio noch nicht genug. 1948 stellte Piaggio einen dreirädrigen Kleintransporter vor, die Ape [ital. 'Biene']. 1957 wurde auf dem Pariser Autosalon der Kleinwagen Vespa 400 vorgestellt. Später kamen noch vierrädrige Kleintransporter dazu. 1967 kam das Mofa Ciao. Es war eine neue Generation von Mofas, welche vor allem Anklang bei den Jugendlichen fand. 1987 übernahm Piaggio den österreichischen Mofahersteller Puch. In den 1990er-Jahren lancierte Piaggio verschiedene Motorroller, die nicht unter dem Label Vespa laufen (Sfera, Zip, Skipper, Hexagon).

1999 übernahm die Deutsche Bank über ihre Tochter Morgan Grenfell Private Equity für 1,35 Billionen Lire 80 % der Anteile von Piaggio. 2003 änderte sich die Gesellschafterstruktur erneut: der italienische Milliardär Roberto Colaninno übernahm mittels seiner Beteiligungsgesellschaft Immsi 31,25 %, ein Konsortium von 27 Gläubigerbanken 37,5 % und 31,25 % verblieben bei der Morgan Grenfell. Heute hält Immsi S.p.a rund 55 % des Kapitals an Piaggio.

Nachdem Piaggio 2001 den spanischen Zweiradhersteller Derbi übernahm, folgten 2004 die bekannten italienischen Motorradfirmen Aprilia (damit auch die Marke Laverda) und Moto Guzzi. Inzwischen ist Piaggio der Marktführer im Rollerbau in Europa. 2006 ging Piaggio an die Börse.

[Bearbeiten] Modelle

Zurzeit bietet Piaggio drei Marken an: die Marke Vespa, Roller mit selbsttragender Blechkarosserie (PX, LX, GTS), die Marke Piaggio (beispielsweise Zip, NRG, TPH), Roller mit Stahlrohrrahmen und Kunststoffkarosserie von 50 bis 500 cm³, und die sportliche Marke Gilera mit Konstruktionen, die Motorrad- und Rollerelemente kombinieren.

Piaggio MP3
Piaggio MP3 mit Dach und Anhänger

Mit dem Roller MP3 wurde im Jahre 2006 ein neues Fahrzeugkonzept vorgestellt. Der dreirädrige Scooter verfügt über ein herkömmlich angetriebenes Hinterrad und zwei Vorderräder, welche im Abstand von 420 mm zueinander stehen und durch eine komplexe Parallelogrammaufhängung verbunden sind. Es sind vier Motorvarianten erhältlich: 125, 250, 400 und 500 cm³. Letztere firmiert unter der Tochtermarke Gilera. In den ersten sechs Monaten nach der Markteinführung wurden bereits über 10.000 Stück verkauft. Im Jahre 2007 wurde der Motorroller Gilera Fuoco 500ie eingeführt. Die neue, dreirädrige Konstruktion entspricht jener des Rollermodells MP 3 von 2006, verfügt allerdings über einen stärkeren Motor (40 PS) und hat eine sportlichere Optik. Für 2009 ist die Markteinführung des MP3 als erster Motorroller mit Hybridantrieb geplant. Hier wird der 125-cm³-Motor durch einen in die Triebschwinge integrierten Elektromotor unterstützt. Der im Helmfach unter der Sitzbank platzierte Li-Io-Akku kann während der Fahrt im Schiebebetrieb und separat an einer Steckdose nachgeladen werden. Piaggio verspricht sich eine um bis zu 60 km je Liter erhöhte Reichweite und um bis zu 85 % verbesserte Beschleunigungswerte.

In diesem Artikel oder Abschnitt fehlen folgende wichtige Informationen: Hat das mit der Einführung und den beabsichtigten Eigenschaften geklappt? --Flominator 13:00, 20. Nov. 2011 (CET)
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Ape Motorroller Mofa
50  - 200 cm³ ab 125 cm³ 80 cm³ 50 cm³ 50 cm³

[Bearbeiten] Piaggio Aero Industries

Hauptartikel: Piaggio Aero Industries

[Bearbeiten] Literatur

Bedienungsanleitung Ciao-Boxer, PIAGGIO & C. S. p. A. - PONTEDERA

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Piaggio – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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