Pickfair

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Luftbild von Pickfair

Pickfair ist die Bezeichnung eines Anwesens in Beverly Hills in Kalifornien in den USA. Das Gebäude wurde 1919 vom kalifornischen Architekten Wallace Neff (1895–1982) errichtet und steht unter der Adresse 1143 Summit Drive. Nach 1988 wurde das Gebäude größtenteils abgerissen und durch einen Neubau ersetzt.

Name[Bearbeiten]

Pickfair ist ein Kofferwort aus den Nachnamen der beiden Erstbesitzer Mary Pickford und Douglas Fairbanks. Das ursprüngliche Gebäude wurde 1919 erbaut und war häufig Treffpunkt der High Society von Hollywood. Mary Pickford hatte dem Filmgeschäft in Hollywood eine soziale Ordnung gegeben und herrschte durch ihre Urteile über Geschmack und Anstand; ihr Anwesen wurde daher auch das „zweite Weiße Haus“ genannt.[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Die beiden Stummfilmschauspieler erwarben das Anwesen samt einem Haus von Diane Maust, Urenkelin des Besitzers Lee Philips, im Jahr 1919 zum Preis von 35.000 $ und ließen es zu einer 22-Zimmer-Villa mit Pool und Dachterrasse umbauen. Die Planung übernahm der Architekt Wallace Neff. Innen waren Deckenmalereien und andere Formen der Kunst vertreten. Die Größe des Grundstücks betrug zu dieser Zeit 60.000 m². Pickfair wurde zum Schauplatz vieler Feste, auf denen einige Persönlichkeiten eingeladen waren. Dazu gehörten Albert Einstein, H. G. Wells, George Bernard Shaw, Amelia Earhart, der Duke und die Duchess of Windsor, Lord und Lady Mountbatten und Hollywood-Stars wie Charlie Chaplin, Tom Mix und Rudolph Valentino. Eine Einladung auf Pickfair war ein Zeichen für die gesellschaftliche Akzeptanz in Hollywood.[2] Jeanine Basinger schreibt dazu in "Silent Stars": Alles, was Doug und Mary in Pickfair taten, war nicht nur legendär, sondern überaus wichtig (hard-core important) in diesem Business.[3]

In den 1930er-Jahren wurde Pickfair um zwei Flügel erweitert. Auch hier übernahm Wallace Neff die Planung. Die Villa verfügte nun über 42 Zimmer. Als Pickford und Fairbanks sich im Jahr 1936 scheiden ließen, blieb Pickfair im Besitz von Mary Pickford, die Charles Rogers heiratete. Pickford starb 1979. Das Anwesen stand einige Jahre leer. Pickfords Ehemann Rogers verkaufte Pickfair für 5,4 Millionen Dollar an Jerry Buss, den Besitzer der LA Lakers.

1988 stand das Anwesen erneut zum Verkauf. Erworben wurde es vom Geschäftsmann Meshulam Riklis und seiner Frau Pia Zadora zum Preis von 6,7 Millionen $. Laut Zadora waren die Grundpfeiler des Hauses von Termiten befallen, so dass ein Abriss erforderlich war und vom alten Pickfair nur der Pool, das Eingangstor und der Nordflügel übrig blieben.[4]. Nach der Scheidung des Ehepaars wurde das Anwesen im Jahr 2005 für rund 17,7 Millionen US-Dollar an den heutigen Besitzer, den Koreaner Corry Hong, verkauft. Hong baute die Villa zu einem Hotel aus.

Literatur[Bearbeiten]

  • Eileen Whitfield: Pickford – The Woman Who Made Hollywood. University Press of Kentucky, Lexington 1997, ISBN 0-8131-2045-4.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Eileen Whitfield: Pickford – The Woman Who Made Hollywood. University Press of Kentucky, Lexington 1997, S. 226.
  2. Sidney Skolski: Hollywood then and now in Liberty, Winter 1973, Seite 54 [1]
  3. Wesleyan University Press, 2000, Seite 56, ISBN 0819564516 [2]
  4. http://www.associatedcontent.com/article/241358/famous_houses_pickfair_a_history_of.html

34.090361111111-118.41963888889Koordinaten: 34° 5′ 25,3″ N, 118° 25′ 10,7″ W