Picknick (Film)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Filmdaten
Deutscher Titel Picknick
Originaltitel Picnic
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1955
Länge 115 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie Joshua Logan
Drehbuch Daniel Taradash
Produktion Fred Kohlmar
Musik George Duning
Kamera James Wong Howe
Schnitt William A. Lyon,
Charles Nelson
Besetzung

Picknick (Original: Picnic) ist ein US-amerikanisches Melodram mit William Holden und Kim Novak aus dem Jahr 1955. Als literarische Vorlage diente das gleichnamige Bühnenstück von William Inge, das 1953 mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet wurde.

Handlung[Bearbeiten]

Der Herumtreiber und ehemalige Football-Star Hal Carter sucht in einer Kleinstadt in Kansas nach Arbeit. Dabei hofft er auf die Unterstützung seines alten Freundes Alan Benson. Als Hal am Labor Day in besagtem Ort eintrifft, sind die Einwohner mit den Vorbereitungen für ihr alljährlich stattfindendes Picknick beschäftigt. Mit seiner ehrlichen Art und seinem maskulinen Aussehen bringt Hal die Gemüter der Frauen schnell in Aufruhr. Selbst die altjungferliche Lehrerin Rosemary ist vom rauen Hal umgehend angetan. Beim gemeinsamen Picknick begegnet Hal Alans Verlobter, der Lokalschönheit Madge. Beide fühlen sich sofort zueinander hingezogen, sehr zum Missfallen des eifersüchtigen Alan und von Madges besorgter Mutter Flo. Als sich die Situation zuspitzt und Alan Hal als Tunichtgut beschimpft, verlässt dieser das Picknick. Madge läuft ihm nach und versucht ihn zum Bleiben zu überreden. Dabei kommen sie sich schließlich näher.

Nach einer gewaltsamen Auseinandersetzung mit Alan und der örtlichen Polizei entschließt sich Hal, die Stadt mit dem Zug in Richtung Tulsa zu verlassen. Er bittet Madge, ihn zu begleiten. Doch sie ist sich nicht sicher, ob sie diesen Schritt wagen soll. Erst als ihre jüngere Schwester Millie sie ermutigt, das Risiko einzugehen, packt Madge ihre Koffer, um mit Hal ein gemeinsames Leben anzufangen.

Hintergrund[Bearbeiten]

Die Premiere von William Inges Bühnenstück Picnic fand am 19. Februar 1953 im Music Box Theater am New Yorker Broadway statt, wo das Drama 477 Mal aufgeführt wurde. Regisseur Joshua Logan, der auch für die Theaterinszenierung zuständig war, wechselte einen Großteil der Besetzung für seine Filmversion aus. Lediglich Arthur O’Connell, Reta Shaw und Elizabeth Wilson behielten ihre Rollen. Paul Newman, der auf der Bühne eine Nebenrolle gespielt hatte, wurde durch Cliff Robertson ersetzt.

Die Dreharbeiten erfolgten von Mai bis Juli 1955 an Originalschauplätzen in Kansas, unter anderem in den Städten Halstead, Hutchinson, Nickerson, Salina und Sterling.

Picknick wurde im November 1955 in den Vereinigten Staaten uraufgeführt und kam am 16. Februar 1956 in die US-amerikanischen Kinos. Der Film entwickelte sich zu einer der erfolgreichsten Produktionen des Jahres.[1] In Deutschland wurde der Film erstmals am 16. März 1956 veröffentlicht.

Kritiken[Bearbeiten]

„Eine intelligente Studie amerikanischer Lebensart und bürgerlicher Lebensformen, die mit ihrer treffsicheren und drastischen Ironie dem Hollywood-Melodram neue Impulse gab.“

Lexikon des internationalen Films[2]

„William Holden ist als Herumtreiber manchmal derb, zum Teil sympathisch und schillernd, doch durchweg liefert er eine überzeugende Vorstellung. […] Novak macht ihre Sache gut. […] Rosalind Russell ist herausragend als alte Jungfer und Lehrerin, die mit Novaks Familie lebt.“

Variety[3]

„Ein psychologisch ungemein fein nuanciertes Spiel zwischen komplexbeladenen Menschen in den Wogen eines Volksfestes. Wegen seiner sauberen und treffsicheren Darstellung sublimer erotischer Spannungen und seiner filmischen Prägnanz Erwachsenen zu empfehlen.“

Evangelischer Filmbeobachter[4]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Oscar[Bearbeiten]

Gewonnen:

Nominiert:

British Film Academy Award[Bearbeiten]

Nominiert:

Weitere[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. All Movie Guide
  2. Picknick im Lexikon des Internationalen Films
  3. "William Holden is the drifter, sometimes ribald, partly sympathetic and colorful and giving a forceful interpretation all the way. […] Novak does right well. […] Rosalind Russell, the spinster school teacher boarding with Novak's family, is standout.", vgl. variety.com
  4. Evangelischer Presseverband München, Kritik Nr. 214/1956