Picos de Europa

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Picos de Europa
Das Zentralmassiv der Picos de Europa mit den Gipfeln von Peña Maín im Dorf Sotres

Das Zentralmassiv der Picos de Europa mit den Gipfeln von Peña Maín im Dorf Sotres

Höchster Gipfel Torre de Cerredo (2648 m)
Lage Asturien, Kastilien-León und Kantabrien (Nordspanien)
Teil des Kantabrischen Gebirge
Picos de Europa (Spanien)
Picos de Europa
Koordinaten 43° 12′ N, 4° 48′ W43.199672222222-4.80049722222222648Koordinaten: 43° 12′ N, 4° 48′ W
Typ Faltengebirge, Karst
Gestein Kalkstein
Alter des Gesteins Karbon

Die Picos de Europa [ˈpikos ðewˈɾopa] (spanisch für „Gipfel Europas“) sind ein Kalkstein-Massiv innerhalb des Kantabrischen Gebirges in Nordspanien. Es erstreckt sich über Teile der autonomen Gemeinschaften Asturien, Kastilien-León und Kantabrien. Der Nationalpark Picos de Europa ist einer der meistbesuchten Nationalparks Spaniens.[1] In diesem Gebirge begann die Reconquista mit der Schlacht von Covadonga (722).

Die Picos de Europa sind ein Faltengebirge mit einer ausgeprägten Karstlandschaft aus der Zeit des Karbon, welches durch Zusammenstoßen der iberischen Halbinsel mit der afrikanischen Platte entstand. In den Picos de Europa befinden sich auf einer sehr kompakten Fläche etwa 200 Gipfel über 2.000 m Höhe. Der höchste Gipfel des Gebirges ist der Torre de Cerredo mit 2.648 m. Einer der bekanntesten Gipfel des Gebirges ist der Naranjo de Bulnes (spanisch für „der Orange von Bulnes“, 2.518 m) bzw auf asturisch "Pico Urriello", ein auf manchen Routen extrem schwieriger und vor allem in den Sommermonaten stark frequentierter Berg. Auf Grund der Nähe zum Meer (rund 20 Kilometer) ist das Klima der Gebirgskette von hoher Luftfeuchtigkeit und ausgiebigen Niederschlägen gekennzeichnet.

Die Picos de Europa bestehen aus drei Teilmassiven:

  • westliche Picos de Europa oder El Cornión
  • zentrale Picos de Europa oder Los Urrieles
  • östliche Picos de Europa oder Andara

Nationalpark Picos de Europa[Bearbeiten]

In den Picos de Europa befindet sich der Nationalpark Picos de Europa mit gleichem Namen. Er wurde am 22. Juli 1918 als spanischer Nationalpark mit dem ursprünglichen Namen Parque Nacional de la Montaña de Covadonga und einer Größe von 16.925 Hektar eingerichtet und umfasste am 30. Mai 1995 eine Fläche von 64.660 Hektar. Seit 2003 ist der Nationalpark Picos de Europa ein durch die UNESCO ausgewiesenes Biosphärenreservat. Die Wälder in Picos de Europa sind vielfältig. Man findet schöne Rotbuchen- und Eichenwälder, die typisch für Nordspanien sind, aber auch Bäumen und Pflanzen, wie die Stein- oder Korkeiche, die normalerweise in Gebieten mit Mittelmeerklima wachsen. Kiefern und Tannen, die in den Pyrenäen weit verbreitet sind, gehören nicht zur autochthonen Pflanzenwelt des Kantabrischen Gebirges.

Im Nationalpark befinden sich Rückzugsgebiete vieler bedrohter Tierarten wie die des Auerhahns, des europäischen Braunbärs, des iberischen Wolfes; der Bartgeier wurde in den 50er ausgerottet, man versucht ihn wieder ansässig zu machen [2] - zahlreich sind hingegen die Gämsen, Wildschweine, Rehe, Hirsche und Steinadler.

Galerie[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Picos de Europa – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.laopinion.es/sociedad/2010/08/23/teide-parque-nacional-visitado/300536.html?pCom=1
  2. http://www.quebrantahuesos.org/picosdeeuropa/html/es/objetivo.htm