Picunche

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Die Picunche sind ein indigenes Volk in Chile und Argentinien, welches zur Gruppe der Mapuche-Indianer gehört. Im Gegensatz zu den Mapuche, die der spanischen Kolonialisation erfolgreich Gegenwehr leisteten, waren die Picunche bereits früh Fronarbeiter unter den Inkas.

Die Picunche leben hauptsächlich zwischen dem Río Choapa und Río Itata. Die Picunche werden auch als Volk des Nordens bezeichnet.

Soziale Struktur[Bearbeiten]

Die Picunche lebten in kleinen Dörfern mit im Schnitt 300 Personen, deren Basis die Familie bildet. Höchste Autorität der Familie war der Vater, gefolgt vom ältesten Sohn usw. Im Kriegsfall wurden die Dörfer von einem Kaziken geleitet. Die Dörfer bestanden aus Holzhäusern. Ihre Sprache ist das Mapudungun oder Chilidungun.

Die Picunche bauten Mais, Kartoffeln und Kürbisse an. Allerdings war die Landwirtschaft nicht sehr intensiv ausgeprägt. Da die Picunche nicht militant waren, betrieben sie einen Tauschhandel mit den Städten in ihrer Gegend.

Neben der pflanzlichen Nahrung ernährten sie sich von Lamas und Guanakos, deren Felle dienten ihnen als Bekleidung.

Geschichte[Bearbeiten]

Bereits die Inkas versklavten die Picunche. Die Spanier setzen viele Picunche in den Bergwerken ein. Um 1535 lebten ca. 220.000 Picunche im Gebiet zwischen dem Río Choapa und Río Itata. Die Mestization eines Großteils der Pichunche verlief relativ rasch.

Das Gebiet um Santiago de Chile wurde auch von Picunche bewohnt und ab 1540 durch den spanischen Konquistador Pedro de Valdivia gegen heftigen Widerstand kolonisiert.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  De Ramón, Armando: Santiago de Chile (1541-1991). Historia de una sociedad urbana.. Editorial Sudamericana, Santiago de Chile 2000, ISBN 956-262-118-9 (Memoria Chilena - Dokumente, abgerufen am 18. März 2009). S. 15ff.