Piechowice

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Piechowice
Wappen von Piechowice
Piechowice (Polen)
Piechowice
Piechowice
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Niederschlesien
Landkreis: Jelenia Góra
Fläche: 43,29 km²
Geographische Lage: 50° 51′ N, 15° 37′ O50.84861111111115.608888888889Koordinaten: 50° 50′ 55″ N, 15° 36′ 32″ O
Höhe: 360 m n.p.m
Einwohner: 6494
(31. Dez. 2013)[1]
Postleitzahl: 58-571 bis 58-573
Telefonvorwahl: (+48) 75
Kfz-Kennzeichen: DJE
Wirtschaft und Verkehr
Straße: E 65 StettinPrag
Schienenweg: Jelenia Góra–Szklarska Poręba–Kořenov
Nächster int. Flughafen: Breslau
Gemeinde
Gemeindeart: Stadtgemeinde
Einwohner: 6494
(31. Dez. 2013)[1]
Gemeindenummer (GUS): 0206031
Verwaltung (Stand: 2014)
Bürgermeister: Witold Rudolf
Adresse: ul. Żymierskiego 49
58-573 Piechowice
Webpräsenz: www.piechowice.pl

Piechowice [pʲɛxɔˈvʲitsɛ] (deutsch Petersdorf) ist eine Stadt im Südwesten Polens. Sie liegt im Powiat Jeleniogórski der Woiwodschaft Niederschlesien am Fuße des Riesengebirges. Die Stadt gehört der Euroregion Neiße an.

Geographie und Verkehr[Bearbeiten]

Piechowice liegt im Hirschberger Tal zwischen dem Riesengebirge im Süden und den östlichen Ausläufern des Isergebirges im Westen. Es ist etwa zehn Kilometer südwestlich von Jelenia Góra und fünf Kilometer nordöstlich von Szklarska Poręba entfernt. Der Fluss Zacken durchfließt die Stadt, durch welche auch die Fernstraße E 65 (StettinPrag) sowie die Bahnstrecke Jelenia Góra–Szklarska Poręba, früher Zackenbahn genannt, verlaufen. Höchster Berg im Stadtgebiet ist das Hohe Rad (polnisch Wielki Szyszak) mit 1509 m ü. NN, unmittelbar an der Grenze zu Tschechien im Süden.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Die Stadt Piechowice gliedert sich in folgende Stadtteile:

  • Górzyniec (Hartenberg)
  • Michałowice (Kiesewald)
  • Pakoszów (Wernersdorf)
  • Piastów (Kaiserswaldau)

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Zum Gemeindegebiet von Piechowice gehören einige der schönsten Gegenden des Riesengebirges. Sehenswert sind insbesondere die Schneegruben (Śnieżne Kotły) in 1200 bis 1450 m Höhe – zwei enorme eiszeitliche Gletscherkare mit kleinen Karseen und teils 200 Meter hohen Felswänden, die sich knapp unterhalb des Gebirgshauptkamms befinden. Ferner sind der 13,5 Meter hohe Wodospad Szklarki (Kochelfall), den der Bergbach Kochel (Szklarka) bildet, und der Aussichtspunkt Złoty Widok („Goldene Aussicht“) oberhalb von Michałowice mit Ausblick auf die Nordseite des Riesengebirges beliebte Ausflugsziele. Ganz in der Nähe befindet sich die Burgruine Chojnik. Ein bedeutender Teil des Stadtgebiets liegt im Bereich des Nationalparks Karkonoski Park Narodowy (KPN) („Nationalpark Riesengebirge“). Weiterhin liegt am Rande von Wernersdorf in einem Park die sogenannte Hess´sche Bleiche, ein um 1720 erbautes Gebäude, das restauriert und im April 2012 als Hotel eröffnet wurde.

Obgleich Piechowice eine Kleinstadt ist, verfügt es doch über ein reges Kulturleben. Aushängeschild der Stadt sind neben zahlreichen hier ansässigen bildenden Künstlern zwei Anfang der 1990er Jahre gegründete freie Bühnen: das Teatr Nasz, geleitet von Jadwiga und Tadeusz Kut, sowie das Teatr Cinema von Katarzyna Rotkiewicz-Szumska und Zbigniew Szumski. Das Teatr Cinema erfreut sich überregionaler und zunehmend auch internationaler Beachtung. Darüber hinaus finden in der Stadt regelmäßige, vom Piechowicki Ośrodek Kultury koordinierte kulturelle Veranstaltungen statt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Weitere Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Johann Tobias Volkmar (1718–1787), deutscher evangelischer Pastor und Geograph; verfasste eine wissenschaftliche Beschreibung des Riesengebirges
  • Paweł Trybalski (* 1937 in Hostynne nahe Zamość), polnischer Maler und Grafiker. Stellt weltweit aus und lebt seit 1989 im Stadtteil Michałowice

Verweise[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. a b Population. Size and Structure by Territorial Division. As of December 31, 2013. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF), abgerufen am 9. Juli 2014.