Piedimonte San Germano

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Piedimonte San Germano
Wappen
Piedimonte San Germano (Italien)
Piedimonte San Germano
Staat: Italien
Region: Latium
Provinz: Frosinone (FR)
Koordinaten: 41° 30′ N, 13° 45′ O41.49722222222213.750277777778120Koordinaten: 41° 29′ 50″ N, 13° 45′ 1″ O
Höhe: 120 m s.l.m.
Fläche: 17 km²
Einwohner: 6.514 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 383 Einw./km²
Postleitzahl: 03030
Vorwahl: 0776
ISTAT-Nummer: 060052
Volksbezeichnung: Pedemontani
Schutzpatron: Sant'Amasio
Website: Piedimonte San Germano

Piedimonte San Germano ist eine Gemeinde in der Provinz Frosinone in der italienischen Region Latium mit 6514 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2013). Sie liegt 123 km südöstlich von Rom und 45 km südöstlich von Frosinone.

Geographie[Bearbeiten]

Piedimonte San Germano liegt im fruchtbaren Tal des Liri zwischen dem Monte Cairo im Norden und den Monti Aurunci im Süden. Es liegt seit der Antike an der Via Latina, der heutigen Via Casilina (SS 6). Während der größte Teil der Gemeinde mit den Ortsteilen Ruscito und Volla sich in der weiten Talebene erstreckt, liegt Piedimonte Alta bereits auf einem Ausläufer des Monte Cairo. Piedimonte San Germano ist Mitglied der Comunità Montana Valle del Liri.

Die Nachbarorte sind: Belmonte Castello, Cassino, Cervaro, Picinisco, San Biagio Saracinisco, Terelle, Vallerotonda und Villa Latina.

Verkehr[Bearbeiten]

Piedimonte San Germano liegt direkt an der Autobahn A1/E 45, Ausfahrt Pontecorvo oder Cassino.

Mit dem Bahnhof Piedimonte San Germano liegt der Ort an der Bahnstrecke Rom - Neapel.

Geschichte[Bearbeiten]

Im 4. Jahrhundert v. Chr. gründeten die Volsker ein Oppidum am Südabhang des Monte Cairo. Mit der Gründung der Colonie Interamna 313 v. Chr. gelangte es unter dem Namen Pesmons in den Herrschaftsbereich der Römer. In der Talebene entstanden Villen und Landgüter.

In der Völkerwanderungszeit zogen sich die Bewohner wieder in den alten, leicht zu verteidigenden Ort zurück. 744 gab der langobardische Herzog von Benevent Gisulf II. den Ort an das Kloster von Montecassino. Nach der Zerstörung durch die Sarazenen 846 bauten die Grafen von Aquino das Kastell Pesmons wieder auf und beanspruchten Piedimonte für sich. Erst 1230 kam es endgültig zu Monte Cassino und teilte dessen Schicksal bis zur Gründung des Königreich Italien. Bei San Germano ereignete sich 1815 auch die letzte Schlacht des Österreichisch-Neapolitanischen Kriegs was zur Wiedererrichtung des Königreichs beider Sizilien und der Bourbonenherrschaft führte.

Während der Schlacht um Monte Cassino 1944 wurde Piedimonte komplett zerstört. Ab den 1950er Jahren wurde es modern wieder aufgebaut, wobei die öffentlichen Einrichtungen von Piedimonte Alta ins Tal an die Via Casilina verlegt wurden. Durch die Ansiedlung von Industriebetrieben (FIAT) erfuhr Piedimonte einen wirtschaftlichen Aufschwung.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1861 1881 1901 1921 1936 1951 1971 1991 2001
Einwohner 2727 2533 2724 3525 3336 3091 3045 4668 4481

Quelle: ISTAT

Politik[Bearbeiten]

Domenico Iacovella (Bürgerliste) wurde im Juni 2004 zum Bürgermeister gewählt.

Partnerstädte[Bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Im Gemeindegebiet liegt ein Fiatwerk, in dem seit 2007 der Fiat Bravo produziert wird.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2013.