Pierre-François Percy

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Pierre-François Percy (* 28. Oktober 1754 in Montagney; † 18. Februar 1825 in Paris) war ein französischer Chirurg und Militärarzt.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Percy studierte u.a. Medizin in Besançon (Département Doubs) und bekam nach erfolgreichem Abschluss seines Studiums eine Anstellung als Arzt in der königlichen Armee.

Er machte schon früh die Bekanntschaft von Napoleon, der sich immer sehr an dessen Arbeit interessiert zeigte. Percy nahm an vielen Schlachten der Revolutions- und Koalitionskriege teil. Er entwickelte eine neue Art des Transports von Verwundeten und versuchte auch mit Erfolg die Arbeit der Ärzte auf dem Schlachtfeld zu verbessern. Einer seiner bekanntesten Kollegen war dabei Dominique Jean Larrey.

Während des fünften Koalitionskrieges (1809) wurde die Beeinträchtigung seiner Sehkraft so groß, dass Percy seine Arbeit niederlegte und die Grande Armée verliess. Sein Nachfolger als „chirurgien en chef“ wurde Nicolas Heurteloup (1750–1812).

Als Napoleon die Insel Elba verliess und dessen „Herrschaft der Hundert Tage“ begannen, schloss sich auch Percy wieder dem Kaiser an. Nach der Schlacht bei Waterloo (18. Juni 1815) gab Percy wiederum alle Aufgaben zurück und zog sich ins Privatleben zurück. Er starb am 18. Februar 1825 in Paris und fand auf dem Cimetière du Père Lachaise (18. Division) seine letzte Ruhestätte. Sein Grabstein trägt die Aufschrift: „Il fut le père de chirurgiens militaires“.

Ehrungen[Bearbeiten]

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Journal des campagnes du Baron Percy, chirurgien en chef de la Grande Armée (1754–1825) (Bibliothèque Napoléonienne). Tallandier, Paris 2002, ISBN 2-84734-025-4 (Nachdr. d. Ausg. Paris 1904).
    • deutsche Übersetzung: Feldzugs-Journal des Baron Percy, Chef-Chirurg der Großen Armee (1754–1825). Verlag Schmidt & Günther, Leipzig 1906 (2 Bde.; übersetzt von Beppina von Weinbach).

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Beleg auf einer Seite des französischen Kulturministeriums, abgerufen am 1. Mai 2014