Pierre Assouline

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Pierre Assouline (in Straßburg, April 2009)

Pierre Assouline (* 17. April 1953 in Casablanca) ist ein französischer Schriftsteller und Journalist.

Leben[Bearbeiten]

Seine Kindheit hat Assouline in Casablanca verbracht, seine letzten Schuljahre aber in Paris, wo er das Lycée Janson de Sailly besuchte. Danach studierte er an der Universität Paris-Nanterre und an der École des langues orientales.

Schriftsteller und Journalist[Bearbeiten]

Assouline hat mehr als zwanzig Bücher veröffentlicht, darunter einige Biografien, außerdem mehrere tausend Artikel und Beiträge für Zeitungen, Zeitschriften und den Rundfunk. Er hat als Berichterstatter und Kommentator verschiedener Radiosender gearbeitet und führt heute eines der meistgelesenen literarischen Weblogs Frankreichs.[1]

Kritische Einstellung gegenüber Wikipedia[Bearbeiten]

Im Jahr 2007 hat Pierre Assouline auf seinem Blog mehrere Artikel veröffentlicht, die Wikipedia massiv kritisieren[2]. Außerdem wurde unter seiner Ägide La Révolution Wikipédia: Les encyclopédies vont-elles mourir? (dt.: Die Wikipedia-Revolution: Werden die (gedruckten) Enzyklopädien aussterben?)[3] verfasst, das die Funktionsweise und die Bedeutung vor allem der französischen Wikipedia zum Thema hat. Autoren sind die damaligen Journalismusstudenten Pierre Gourdain, Florence O'Kelly, Béatrice Roman-Amat, Delphine Soulas und Tassilo von Droste zu Hülshoff; Assouline lieferte das Vorwort.

Ein Bestandteil der Untersuchungen waren bewusst ausgeführte Vandalismus-Aktionen der Autoren in Wikipedia, um auf diese Weise zu testen, ob und wie schnell die eingefügten Fehler wieder korrigiert werden.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

als Autor[Bearbeiten]

Biographien
Gespräche
Prosa
  • Le fleuve Combelle. Calmann-Lévy, Paris 1997, ISBN 2-7021-2696-0.
  • Die Kundin. Roman („La cliente“, 1998). Persona Verlag, Mannheim 1999, ISBN 3-924652-28-7.
  • Dessous. Roman („Double vie“, 2000). Lübbe Verlag, Bergisch-Gladbach 2004, ISBN 3-7857-1553-6.
  • État limite. Roman. Gallimard, Paris 2005, ISBN 2-07-030525-2 (Collection folio; 4129).
  • Das Bildnis der Baronin („Le portrait“). Heyne Verlag, München 2011, ISBN 978-3-453-40903-3 (aus dem Französischen übersetzt von Maja Ueberle-Pfaff).
Sachbücher
  • De nos envoyés spéciaux. Les coulisses du reportage. J.-C. Simoën, Paris 1977 (zusammen mit Philippe Dampenon).
  • Lourdes. Histoires d'eau. A. Moreau, Paris 1980.
  • Les Nouveaux convertis. Enquête sur des chrétiens, des juifs et des musulmans pas comme les autres (Folio actuel; Bd. 30). A. Michel, Paris 1981, ISBN 2-07-032616-0.
  • L'Épuration des intellectuels (1944-1945). Complexe, Brüssel 1990, ISBN 2-87027-353-3.
  • Germinal. l'aventure d'un film. Fayard, Paris 1993, ISBN 2-213-03152-5.

als Herausgeber[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Le Monde.fr: 15 blogueurs leaders d'opinion sur la toile
  2. Zum Beispiel L'affaire Wikipedia oder De l'irresponsabilité de Wikipedia
  3. Vgl. dazu den englischen Artikel La Révolution Wikipédia, der ausführlicher ist als der französische (La Révolution Wikipédia).
  4. Katalog der gleichnamigen Ausstellung, 9. November bis 20. Dezember 2006.
  5. Katalog der gleichnamigen Ausstellung, BNF, 7. Oktober 2008 bis 4 Januar 2009.

Weblinks[Bearbeiten]

 Wikiquote: Pierre Assouline – Zitate (Französisch)