Pierre Franqueville

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Porträt des Pierre Franqueville (1591)

Pierre Franqueville (* 1548 in Cambrai ; † um 25. August 1615 in Paris) war ein französischer Bildhauer.

Franqueville verließ aus Neigung zur Kunst mit 16 Jahren das väterliche Haus und begab sich nach Paris, dann nach Deutschland, wo er in Innsbruck an Erzherzogs Ferdinand II. von Tirol einen Gönner fand, der ihn in den Stand setzte, bei Giovanni Bologna weitere Studien zu machen. Er erwarb sich durch die für den Dom in Genua gefertigten Statuen der vier Evangelisten sowie durch die allegorischen Figuren der Klugheit, Demut und Keuschheit für die Kapelle Niccolini in Florenz einen geachteten Namen.

Im Jahr 1601 wurde er erster Bildhauer Heinrichs IV. von Frankreich. Als solcher schuf er zahlreiche Statuen, Büsten und Vasen für die königlichen Gärten und Paläste. 1604 fertigte er das Reiterstandbild Heinrichs IV. und 1612 David mit dem Haupt Goliaths (im Louvre); 1614 lieferte er für das eherne Denkmal Heinrichs IV. die vier Eckfiguren des Fußgestells, die besiegten Nationen darstellend (ebenfalls im Louvre). Er starb 1615 in Paris. Trotz eigentümlicher Begabung stand er unter dem Einfluss der manieriert gewordenen Kunstanschauung seiner Zeit.

Literatur[Bearbeiten]

Allgemeines Künstlerlexikon Band XLIV, 2005, Seite 121

Meyers Dieser Artikel basiert auf einem gemeinfreien Text aus Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage von 1888–1890.
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Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Pierre Franqueville – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien