Pierre Jaccoud

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Pierre Jaccoud

Pierre Jaccoud (* 24. November 1905 in Genf[1]; † 4. Juli 1996[2]) war ein Schweizer Anwalt und Politiker (FDP) und möglicherweise Opfer eines Justizirrtums.

Biografie[Bearbeiten]

Jaccoud war ein bekannter Rechtsanwalt in Genf. Er war in die Kanzlei des Vaters zunächst als angestellter Anwalt eingetreten und wurde später Partner der Kanzlei, bevor er sie übernahm. Er war 1953 und 1954 Präsident der Genfer Anwaltskammer. Unter anderem vertrat er Aly Khan als Scheidungsanwalt während dessen Scheidung von Rita Hayworth und war Anwalt zahlreicher schweizerischer und ausländischer Unternehmen in Genf.[3] Er war von 1936 bis 1958 Mitglied des Grossen Rates des Kantons Genf.[4]

Jaccoud wurde in einem umstrittenen und aufsehenerregenden Mordprozess (Affäre Jaccoud) 1960 schuldig gesprochen und möglicherweise Opfer eines Justizirrtums.

Er war verheiratet und hatte zwei Töchter und einen Sohn.[5]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. L’affaire Jaccoud, le procès du siècle à Genève. In: Tribune de Genève. 24. April 1999.
  2. Pierre Jaccoud: condamné au bénéfice du doute. In: Tribune de Genève. 12. August 2009.
  3. L’Affaire Poupette. In: Time. 1. Februar 1960.
  4. Todesanzeige. In: Journal de Genève. 11. Juli 1996.
  5.  Gerhard Mauz: Ein Mord, ein Knopf, und Calvins Geist. In: Der Spiegel. Nr. 14, 1965, S. 119 (online).