Pierre Nkurunziza

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Pierre Nkurunziza am World Economic Forum on Africa in Kapstadt (2008)

Pierre Nkurunziza (* 18. Dezember 1963 in Bujumbura) ist seit 2005 Präsident von Burundi und Vorsitzender des Conseil national pour la défense de la démocratie–Forces de défense de la démocratie (CNDD-FDD). Die CNDD ist eine ehemalige Rebellenorganisation der Volksgruppe der Hutu, die sich zur politischen Partei gewandelt hat. Am 28. Juni 2010 wurde er in den umstrittenen Präsidentschaftswahlen in Burundi 2010 ohne Gegenkandidat im Amt bestätigt.

Leben[Bearbeiten]

Nkurunziza wurde in der Hauptstadt Burundis, Bujumbura, als eines von sieben Geschwistern geboren und ging in Ngozi und Kitenga zur Schule, bevor er an der Universität von Burundi 1990 einen Master in Erziehungswissenschaft und Sport machte. Sein Vater, Eustache Ngabisha, war 1965 Parlamentsmitglied und wurde später Gouverneur der Provinzen Ngozi und Kayanza, bevor er 1972 während eines Gewaltausbruches gegen Hutu, dem Hunderttausende Burundier zum Opfer fielen, getötet wurde.

Nkurunziza unterrichtete an der Universität, als 1993 nach der Ermordung des ersten Hutu-Präsidenten Burundis, Melchior Ndadaye, der Bürgerkrieg in Burundi ausbrach. Nach einem Angriff der Armee auf die Universität trat er 1995 als Soldat der CNDD-FDD bei. 1998 wurde er zum stellvertretenden Generalsekretär der CNDD-FDD ernannt. 2001 wurde er zu ihrem Führer gewählt. Nachdem sich die Rebellenorganisation Ende 2001 gespalten hatte, wurde er im August 2004 wiedergewählt.

Seit Ende 2003 war er Minister für „Good Governance“ in der Übergangsregierung des Präsidenten Domitien Ndayizeye.

Nach einer Reihe von Siegen der CNDD-FDD in den Wahlen, die im Juni und Juli 2005 abgehalten wurden, wurde Nkurunziza als Präsidentschaftskandidat nominiert. Er wurde am 19. August zum Präsidenten Burundis gewählt und trat das Amt am 26. August 2005 an.

Nkurunziza ist seit 1994 verheiratet und Vater zweier Söhne. Von seinen Geschwistern wurden zwei nach Ausbruch des Bürgerkrieges getötet, drei kamen in der CNDD-FDD um.

Quellen[Bearbeiten]