Pietermaritzburg

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-29.60083333333330.383333333333Koordinaten: 29° 36′ S, 30° 23′ O

Pietermaritzburg
Pietermaritzburg (Südafrika)
Pietermaritzburg
Pietermaritzburg
Basisdaten
Staat Südafrika

Provinz

KwaZulu-Natal
Distrikt uMgungundlovu
Gemeinde Msunduzi
Einwohner 223.519 (2001)
Gründung 1839
Webauftritt www.pietermaritzburg.co.za (englisch)
City Hall
City Hall

Pietermaritzburg (im Volksmund auch Maritzburg) ist die Hauptstadt der südafrikanischen Provinz KwaZulu-Natal. 2001 hatte die Stadt 223.519 Einwohner.[1]

Inhaltsverzeichnis

Geschichte [Bearbeiten]

Pietermaritzburg wurde Anfang 1839 von Voortrekkern gegründet und nach Pieter Retief und Gerrit Maritz benannt. Sie war Hauptstadt der Republik Natalia. 1843 besetzte Großbritannien das Gebiet, und Pietermaritzburg wurde Hauptstadt der britischen Kolonie Natal.

Während des Ersten Weltkriegs befand sich im Fort Napier in Pietermaritzburg ein Konzentrationslager für deutsche Gefangene aus den deutschen Kolonien in Afrika. Ein großer Teil dieser Gefangenen stammte aus Lüderitzbucht in Deutsch-Südwestafrika, dem heutigen Namibia.

Nach den Wahlen 1994 waren zugleich Pietermaritzburg und Ulundi Hauptstädte der Provinz KwaZulu-Natal. Als der African National Congress (ANC) nach den Wahlen 2004 die Provinzregierung stellte, wurde Pietermaritzburg wieder alleinige Hauptstadt der Provinz.

Wirtschaft [Bearbeiten]

In Pietermaritzburg werden unter anderem Möbel, Bekleidung, Schokolade und Downhill-Fahrräder hergestellt. Ein landwirtschaftliches Produkt sind Gerbstoffe aus Akazienrinde.

Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]

Die britische Vergangenheit der Stadt ist in Form typischer Parks und Gärten sowie zahlreicher großer, gut erhaltener Kolonialbauten sichtbar. Vorherrschend sind der edwardianische und viktorianische Stil. Ein Wahrzeichen der Stadt ist die 1893 erbaute City Hall mit einem 47 Meter großen Glockenturm (1900 erbaut), das größte Ziegelgebäude der südlichen Hemisphäre.[2]

Weitere Hauptattraktionen Pietermaritzburgs stellen die Church of the Vow von 1839 und das Fort Napier von 1843 dar. Außerdem befinden sich mehrere Museen und Galerien in der Stadt, wie die Natal Museum und Tatham Art Gallery.

In der näheren Umgebung von Pietermaritzburg liegen die hügeligen Natal Midlands.

Mohandas Karamchand Gandhi [Bearbeiten]

Detail Gandhi Statue

Mohandas Karamchand Gandhi wurde 1893 in der Nähe der Stadt aus dem nur für Weiße bestimmten Abteil eines Zuges verwiesen, was ihn entscheidend prägte und letztendlich zur politischen Strategie Satyagraha führte. Ihm zu Ehren wurde eine Statue vor dem Colonial Building errichtet, die am 6. Juni 1993 von Erzbischof Desmond Tutu enthüllt wurde.[3][4]

Religion [Bearbeiten]

Angehörige vieler Religionen wie Hindus, Moslems, Christen, Mormonen, Zeugen Jehovas, aber auch afrikanische Religionen sind in Pietermaritzburg zu finden.

Bildung [Bearbeiten]

Universität von KwaZulu-Natal, Pietermaritzburg Campus

Pietermaritzburg ist zusammen mit Durban Sitz der 1909 als University of Natal gegründeten Universität von KwaZulu-Natal (UKZN) sowie eines technischen College.

In Wartburg in der Nähe von Pietermaritzburg befindet sich die Wartburg Kirchdorf School, eine der angesehensten und mehrfach ausgezeichneten Schulen der Gegend.

Sport [Bearbeiten]

Von 1953 bis 1981 befand sich in Pietermaritzburg der Roy Hesketh Circuit, die einzige permanente Rennstrecke der heutigen Provinz KwaZulu-Natal. Die Strecke war nach dem südafrikanischen Rennfahrer Roy Hesketh benannt. In Pietermaritzburg stellte der Südafrikaner Roland Schoeman am 8. August 2009 einen Weltrekord im 50-Meter-Freistil-Schwimmen auf der 25-Meter-Bahn auf.

Söhne und Töchter der Stadt [Bearbeiten]

Weblinks [Bearbeiten]

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. Volkszählung 2001, abgerufen am 5. Mai 2013
  2. Peter Joyce: Südafrika. 1998, S. 71, ISBN 3-89508-885-4
  3. Pietermaritzburg - Local History, Hassim Seedat: Gandhi: the Pietermaritzburg experience, 13. Januar 2010
  4. Msunduzi Municipality - Pietermaritzburg: Gandhi Memorial Committee, Compiled by Rob Haswell - Gandhi and Pietermaritzburg, The Birthplace of non-violent Resistance, (Pdf-Download)