Pik Botha

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Roelof Frederik „Pik“ Botha (* 27. April 1932 in Rustenburg, Transvaal) war von 1977 bis 1994 Außenminister von Südafrika. Er ist verheiratet und hat mit seiner letzten Frau Helene vier Kinder. Er ist nicht verwandt mit dem ehemaligen südafrikanischen Staatspräsidenten Pieter Willem Botha.

Leben[Bearbeiten]

Nach dem Studium der Philosophie und der Rechtswissenschaften in Pretoria arbeitete er seit 1953 im auswärtigen Dienst, zum Beispiel in Schweden und Deutschland. 1965/66 vertrat er die südafrikanische Regierung als Rechtsberater in Fragen Südwestafrikas vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag. 1968 bis 1970 nahm er die Stellung des Unterstaatssekretärs im Außenministerium ein. Danach wurde er zum Abgeordneten der National Party gewählt.[1]

Ab 1974 war Botha ständiger Repräsentant der südafrikanischen Regierung bei der UNO und seit 1975 Botschafter in den Vereinigten Staaten. Nach der Wahl 1977 ins Parlament ernannte man ihn im Mai des Jahres zum Außenminister. Auf der einen Seite befürwortete Pik Botha stets die friedliche Lösung aller Probleme Südafrikas und die Beendigung der langjährigen Apartheidpolitik, andererseits galt er als einer der Hauptvertreter der sogenannten getrennten Entwicklung von Nichtweißen und Weißen im Staat bei getrennter Freiheit. In den 1980er-Jahren sorgte er mit seiner Äußerung, er könne sich eines Tages einen schwarzen Präsidenten in Südafrika vorstellen, für Aufsehen; er wurde umgehend von seinem Präsidenten Pieter Willem Botha zurechtgewiesen.

Von 1994 bis 1996 war er Minister für Energie und Bodenschätze in der Regierung der nationalen Einheit unter Nelson Mandela. 2000 trat er in den African National Congress ein.[1]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Biografie bei sahistory.org.za (englisch), abgerufen am 20. April 2013