Pillsbury Company

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Die Pillsbury A Mill zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

C.A. Pillsbury and Company war ein US-amerikanischer Lebensmittelhersteller mit Sitz in Minneapolis. Er wurde 1988 von Diageo PLC übernommen und 2001 von Diageo an seinen ehemaligen Rivalen General Mills verkauft. Seither handelt es sich nur mehr um die Marke Pillsbury. In Deutschland ist sie vor allem durch die Knack-und-Back-Produkte bekannt.

Charles Pillsbury gründete seine Mühle 1869 in Minneapolis und baute sie innerhalb von zwölf Jahren zur weltgrößten Weizenmühle aus. 1959 entwickelte Pillsbury im Auftrag der NASA das Lebensmittelsicherheitskonzept Hazard Analysis and Critical Control Points, das sich in der Folge zu einem weltweiten Standard entwickelte.

Bekannte Werbefigur und Sympathieträger von Pillsbury ist der in Deutschland als „Backboy“ bekannte dough boy, ein stilisiertes Knetmännchen aus Backteig, das vom deutschstämmigen Werbemanager Rudolph Perz (1925–2015) im Jahr 1965 erfunden worden ist.[1]

Trivia[Bearbeiten]

Der Kauf von Pillsbury Company durch General Mills führte dazu, dass die Betty Crocker Küchen seit 2003 wieder zeitweise der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurden. Nachdem die 1921 entwickelte Werbefigur Betty Crocker sich nicht zuletzt wegen ihrer Radiosendungen als äußerst beliebt erwiesen hatte, hatte General Mills Verbrauchern Führungen durch die Testküchen des Unternehmens angeboten. Seit 1946 firmierten diese Testküchen unter dem Namen Betty Crocker Küchen. 1985 wurden die Führungen eingestellt, weil man Produktionsgeheimnisse so schützen wollte. Der Aufkauf von Pillsbury machte es notwendig, die Testküchen beider Unternehmen zusammenzulegen und führte dazu, dass man die Testküchen vollständig neu entwickelte. Seit 2003 ist dort in regelmäßigen Abständen Publikum zu Führungen und Veranstaltungen zugelassen.[2]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Sam Roberts: Rudolph Perz, Creator of Pillsbury’s Doughboy, Dies at 89. In: The New York Times vom 3. April 2015 (englisch, abgerufen am 4. April 2015).
  2. Susan Marks: Finding Betty Crocker: The Secret Life of America's First Lady of Food. University of Minnesota Press, 2007. ISBN 978-0-8166-5018-7, S. 203