Pilozytisches Astrozytom
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Das pilozytische Astrozytom ist ein im Kindesalter langsam wachsender astrozytärer Tumor mit bevorzugter Lokalisation in den Mittelhirnstrukturen. Er ist neben dem Medulloblastom der häufigste Tumor in diesem Alter und manifestiert sich meist um das zehnte bis dreizehnte Lebensjahr.
Das Pilozytische Astrozytom findet sich meist in der Mittellinie des Gehirns: Nervus opticus und Tractus opticus (Optikusgliom), Hypothalamus, medialer Temporallappen, Kleinhirn und Rückenmark.
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[Bearbeiten] Klinische Manifestation
Bei dem Optikusgliom stehen Sehstörungen im Vordergrund, im Zwischenhirn hypothalamische Störungen und bei zerebellaren Astrozytomen Gangunsicherheit. Ein klinische Verlauf über Jahre ist typisch, da eine chirurgische Resektion in toto wegen der Lokalisation meist nicht möglich ist. Eine Ausnahme stellt hier das Kleinhirnastrozytom da.
[Bearbeiten] Morphologie
Makroskopisch handelt es sich um knollige, derbe Tumoren mit grau-weißer Schnittfläche, oft mit wasserhellen Zysten. Der Tumor infiltriert langsam, unter Auftreibung der Strukturen. Histologische handelt es sich um einen zellarmen Tumor mit faserreichen und faserarmen, mikrozystisch aufgelockerten Bereichen.
[Bearbeiten] Therapie
Soweit möglich operative Resektion, die aber wegen der Lage meist nicht vollständig gelingt. Chemo- und Radiotherapie sind wegen der geringen mitotischen Aktivität nicht angezeigt.
[Bearbeiten] Literatur
- Werner Böcker, Helmut Denk, Phillip U. Heitz, Sabine Engelhardt: Pathologie. 3. Auflage, 2004, Urban & Fischer, ISBN 3-437-44470-0

