Piment

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Piment
Piment (Pimenta dioica), Illustration

Piment (Pimenta dioica), Illustration

Systematik
Eurosiden II
Ordnung: Myrtenartige (Myrtales)
Familie: Myrtengewächse (Myrtaceae)
Unterfamilie: Myrtoideae
Gattung: Pimenta
Art: Piment
Wissenschaftlicher Name
Pimenta dioica
(L.) Merr.

Piment (Pimenta dioica, Syn.: Pimenta officinalis) oder Nelkenpfeffer bezeichnet eine Pflanzenart aus der Familie der Myrtengewächse (Myrtaceae) und zugleich das aus dieser Pflanze gewonnene Gewürz.

Andere Namen für das Gewürz sind Jamaikapfeffer und Neugewürz (wegen der Herkunft aus der Neuen Welt).[1] Der reichhaltige Geschmack erinnert gleichzeitig an mehrere andere Gewürze: Pfeffer, Zimt, Muskat und Nelken. Deshalb ist Piment auch als Viergewürz[2] oder Allgewürz bekannt (englisch allspice).[3][4]

Beschreibung[Bearbeiten]

Pimenta dioica ist ein immergrüner Baum, der bis zu zwölf Metern hoch wächst. Die gegenständigen Laubblätter sind einfach und ledrig.

Diese Art ist zweihäusig getrennt geschlechtig (diözisch), wie auch der botanische Name besagt. In zymösen Blütenständen stehen die Blüten zusammen. Die weiße Blüte hat einen Durchmesser von etwa 0,6 cm.

Es wird eine zweisamige beerenähnliche Steinfrucht ausgebildet, die einen Durchmesser von 0,5 bis 0,8 cm hat. Die Frucht wird halbreif, noch grün geerntet, da sie bei Vollreife (wenn sie rot ist) ihr Aroma verliert.

Nutzung[Bearbeiten]

Gewürz[Bearbeiten]

Getrocknete unreife Früchte
Pimentblätter werden in der Karibik als Gewürz angeboten

Verwendet werden die unreifen Früchte, die ätherische Öle enthalten. Hauptkomponente des Öls ist Eugenol, das auch in der Gewürznelke (Syzygium aromaticum) zu finden ist. Piment schmeckt allerdings merklich schärfer als Gewürznelken.

Für die europäische Küche entdeckt wurde Piment auf den Antillen durch Christoph Kolumbus, der ihm auch den Namen gab. Bis heute ist das Hauptanbaugebiet Jamaika, von wo rund zwei Drittel der Welternte stammen.

In der karibischen Küche ist Piment allgemein sehr beliebt, wobei dort neben den Früchten auch die frischen Blätter und das ebenfalls aromatische Holz (zum Grillen) verwendet werden. In Deutschland wird Piment vor allem bei der Wurst-Herstellung sowie in der Weihnachtsbäckerei verwendet.

Ätherisches Pimentöl[Bearbeiten]

Das Pimentöl wird aus den Samen von Pimenta dioica mittels Wasserdampf-Destillation gewonnen. Die Inhaltsstoffe bestehen aus 60 bis 80 % Phenolen, Sesquiterpenen, Methyleugenol und Oxiden. Durch die Phenole ist das ätherische Öl sehr haut- und schleimhautreizend. Da zudem Methyleugenol in Tierstudien karzinogen (krebserzeugend) wirkt, sollte das ätherische Öl nicht mehr verwendet werden.

Parfümerie: Sein balsamisch-würziger und pfeffriger Duft erinnert an Nelkenöl und wird gerne in würzigen Herrenparfüms eingesetzt.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Duden online: Neugewürz
  2. Dominik Flammer, Sylvan Müller: Das kulinarische Erbe der Alpen. AT Verlag, Aarau 2012, ISBN 978-3038007357, S. 240.
  3. Vgl. Duden online: Piment, Abschnitt Synonyme
  4. Vgl. Online Etymology Dictionary: allspice

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Piment – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Piment – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen