Pink (Sängerin)

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Pink (2013)

Pink (* 8. September 1979 in Abington, Pennsylvania; bürgerlich Alecia Beth Moore, stilisierte Eigenschreibweise: P!nk) ist eine US-amerikanische Sängerin und Songschreiberin sowie mehrfache Grammy-Preisträgerin.

Biografie[Bearbeiten]

Kindheit und Jugend[Bearbeiten]

Alecia Beth Moore wurde als Tochter von Jim Moore und Judith (geborene Kugel) in Abington, Pennsylvania geboren. Ihr Vater, ein Vietnam-Veteran, ist irischer Herkunft und leitete eine Versicherungsgesellschaft. Ihre Mutter, eine Krankenschwester, ist deutsch-jüdischer und litauisch-jüdischer Herkunft.[1] Pink hat einen 1977 geborenen Bruder. In ihrer Heimatstadt Doylestown besuchte sie die Kutz Elementary School, die Klinger Middle School und die Central Bucks High School West. Den Highschool-Abschluss holte sie später per GED nach.[2]

Als sie sieben Jahre alt war, ließen sich ihre Eltern scheiden. Den Verlust des Vaters, der zentralen Figur in ihrem bisherigen Leben, hat Pink lange Zeit nicht verkraftet. Das Verhältnis zur Mutter gestaltete sich in der Folgezeit immer schwieriger; diese verlor zusehends die Kontrolle über ihre Tochter, bis es zur offenen Auflehnung kam. Pink begann, Drogen zu nehmen und regelmäßig Alkohol zu trinken. Auf Veranlassung der Mutter war sie im Alter von 14 Jahren in therapeutischer Behandlung, die jedoch ohne Erfolg blieb.[1] Wegen ihres Abgangs von der Schule während der 10. Klasse kam es schließlich zum endgültigen Bruch: Die Mutter warf ihre damals 16-jährige Tochter aus der gemeinsamen Wohnung. Nach ihrem Schulabbruch arbeitete sie kurzzeitig in einer McDonald’s-Filiale.[3] In dieser Zeit schrieb Pink zahlreiche Gedichte, in denen sie ihre Gefühle ausdrückte und eigene Erfahrungen zu verarbeiten suchte. Eines dieser Gedichte bildete später die Grundlage für ihren Song Family Portrait.

Herkunft des Künstlernamens[Bearbeiten]

Der Name Pink basiert auf mehreren persönlichen Erlebnissen aus Kindheit und im Teenageralter: Als sie als 8-Jährige ein Ferienlager besuchte, entblößte ein Junge ihren Unterleib und soll ihr schamhaftes Erröten lautstark mit den Worten „Look at that pink girl!“ kommentiert haben. Jahre später sah sie mit Freunden den Film Reservoir Dogs an. Durch die Figur „Mr. Pink“ wurde die Erinnerung an das Kindheitserlebnis wieder wach und sie wurde von ihren Freunden fortan nur noch „Pink“ genannt. Später beschloss sie, diesen Namen für sich anzunehmen.[1]

„I’ve been Pink ever since I was 15.“ – „Ich bin Pink, seitdem ich 15 war.“

Privatleben[Bearbeiten]

Während der X Games in Philadelphia lernte Pink im August 2001 den Motocross-Fahrer Carey Hart kennen. Die beiden wurden kurz darauf ein Paar.[2] Ende 2003 trennten sie sich für einige Monate. In dieser Zeit hatte Pink eine kurze Affäre mit dem Schlagzeuger Tommy Lee, dem Ex-Mann von Pamela Anderson.[1] Nachdem sie sich mit Carey Hart versöhnt hatte, machte Pink ihm bei einem Rennen im Juli 2005 einen Heiratsantrag.[4] Am 7. Januar 2006 gaben sie sich in Costa Rica das Ja-Wort.[5] Ende 2007 wurden Gerüchte laut, die Ehe wäre gescheitert. Diese wurden jedoch zunächst vehement dementiert. Im Februar 2008 gaben sie schließlich ihre Trennung bekannt. Es erfolgte allerdings keine rechtskräftige Scheidung, so dass sie nach wie vor verheiratet sind.[6] Im April 2009 erklärte Hart, dass beide der Ehe noch eine Chance geben würden.[7] Am 2. Juni 2011 brachte Pink in Los Angeles eine Tochter zur Welt.[8] Pink ist Mitglied der Tierschutzorganisation PETA.

Erfahrung mit Drogen[Bearbeiten]

Ihren ersten Kontakt mit Rauschmitteln hatte Pink im Alter von elf Jahren. In den folgenden Jahren nahm sie regelmäßig Drogen, vor allem LSD, Ecstasy und Marihuana, aber auch Heroin.[9] Nach dem Konsum verschiedener Drogen und einer größeren Menge Alkohol erlitt sie 1995 einen Zusammenbruch; die Überdosis führte beinahe zum Tod.[10] Dieses Erlebnis soll sie dazu bewogen haben, fortan keine Drogen mehr zu nehmen.

Musikalische Karriere[Bearbeiten]

Frühe Karriere[Bearbeiten]

Pink (2007)

Der Wunsch, später einmal Musik zu machen, bildete sich bereits in Pinks Kindheit heraus. Weil sie als kleines Mädchen unter starkem Asthma litt, bekam sie Gesangs- und Tanzunterricht, um ihre Atemtechnik zu verbessern. Im Laufe der Zeit entwickelten sich ihre stimmlichen Fähigkeiten durch das Gesangstraining so gut, dass sie Mitglied in einem kirchlichen Gospelchor wurde. Ihr Vater, der ihr oft Lieder vorsang und sich dabei selbst auf der Gitarre begleitete, brachte ihr außerdem das Spielen auf diesem Instrument bei.

In ihrer Highschool-Zeit absolvierte sie erste Auftritte mit der Gruppe Middleground, die aber nur kurzzeitig bestand. Mehr Erfolg hatte sie bei einem ihrer regelmäßigen Abstecher in die Clubs von Philadelphia, wo ein DJ auf die damals 13-Jährige aufmerksam wurde. Er engagierte sie zunächst als Tänzerin und dann als Background-Sängerin für seine Hip-Hop-Gruppe Schoolz of Thought. Ein Jahr später durfte sie einmal wöchentlich im Club Fever auftreten, wo sie auch ihre ersten eigenen Songs vortrug.

In der Überzeugung, dass sie dort eher ein „Rockstar“ werden könne, zog Pink mit 16 nach Atlanta und gründete mit zwei weiteren Mädchen die R&B-Gruppe Choice (Atlanta war seinerzeit durch die Künstler OutKast, Usher und TLC ein Zentrum der US-Musikindustrie). Ein Demoband ihres Songs Key to My Heart gelangte an L.A. Reid, der das Trio bei seinem Label LaFace Records unter Vertrag nahm. Der Song Key to My Heart erschien 1996 auf dem Soundtrack zum Kinofilm Kazaam. 1998 trennten sich Choice wegen musikalischer Differenzen. Das bereits eingesungene Album wurde nicht mehr veröffentlicht.

Während der Entstehung des Albums wurde Pink vom Produzenten Daryl Simmons gebeten, einen Teil zum Titel Just to Be Loving You beizutragen. Das positiv aufgefasste Ergebnis spornte Pink an, wieder an eigenen Songs zu arbeiten, während L.A. Reid sie nach dem Aus von Choice kurzerhand als Solokünstlerin unter Vertrag nahm. Noch im selben Jahr erschien Pinks erste Single Gonna Make Ya Move (Don’t Stop). Die House-/Trance-Nummer wurde allerdings in nur wenigen Ländern veröffentlicht und war kein Erfolg. Einzig in Großbritannien gelang mit Platz 196 eine Chart-Notierung, so dass dieser Musikstil nicht weiter verfolgt wurde.

1999–2000: Can’t Take Me Home[Bearbeiten]

In Zusammenarbeit mit verschiedenen Produzenten wie Kenneth „Babyface“ Edmonds, Kevin „She’kspere“ Briggs und Daryl Simmons entstand Pinks Debütalbum Can’t Take Me Home, das im Frühjahr 2000 in den USA veröffentlicht wurde. Der Erfolg des Albums und der ausgekoppelten Singles There You Go, Most Girls und You Make Me Sick beschränkte sich fast ausschließlich auf den englischsprachigen Raum. Im Sommer des Jahres trat sie als Vorgruppe bei der „No Strings Attached“-Tour der Boygroup *NSYNC auf, was ihren Bekanntheitsgrad weiter steigerte.

Für den Soundtrack zum Film Moulin Rouge nahm Pink zusammen mit Christina Aguilera, Mýa und Lil’ Kim Anfang 2001 den Klassiker Lady Marmalade neu auf. Die Coverversion erzielte weltweit Chartplatzierungen, wurde Pinks erster Nummer-eins-Hit und brachte ihr den internationalen Durchbruch. Für den Song bzw. das Musikvideo konnte sie zudem bei den VMAs 2001 und der Grammy-Verleihung 2002 zwei bedeutende Musikpreise in Empfang nehmen.

2001–2003: M!ssundaztood[Bearbeiten]

Als die Planungen für das Nachfolgeralbum von Can’t Take Me Home begannen, kam es zu Differenzen zwischen Pink und ihrer Plattenfirma. Während jene am Konzept des ersten Albums und dem damit verbundenen Image der Sängerin festhalten wollte, forderte Pink grundlegende Veränderungen. Sie wollte mehr Einfluss auf die Entstehung ihrer Songs haben und stilistisch eigene Wege gehen, anstatt die Musik einfach vorgesetzt zu bekommen. Das zweite Album sollte ihr mehr Anerkennung als ernsthafte Musikerin und Songschreiberin bringen, was mit einer bloßen Fortsetzung des Debüts unmöglich schien. Bei der Suche nach einem geeigneten Partner für die Aufnahmen geriet Pink schließlich durch Zufall an Linda Perry, Ex-Frontfrau der 4 Non Blondes und eines ihrer erklärten Jugendidole. Pink zog kurzerhand zu Perry nach Los Angeles und gemeinsam schrieben sie in den folgenden Monaten Lieder für das Album M!ssundaztood, das Ende 2001 veröffentlicht wurde.

Als Vorab-Single erschien der Titel Get the Party Started, den Perry bereits vor der Zusammenarbeit mit Pink geschrieben und produziert hatte. Die Dance-Nummer eroberte umgehend Top-Positionen in den internationalen Charts und verhalf Pink zu ihrem bis dato größten Hit als Solo-Künstlerin. Bei den VMAs 2002 wurde der Videoclip in den Kategorien „Best Female Video“ und „Best Dance Video“ ausgezeichnet. Die nachfolgenden Auskopplungen Don’t Let Me Get Me, Just Like a Pill und Family Portrait waren kommerziell ebenfalls erfolgreich; mit Just Like a Pill landete sie sogar auf Platz 1 der britischen Charts.

M!ssundaztood grenzte sich musikalisch deutlich vom Vorgänger ab. Vorherrschend war nun ein poppiger Sound, der durch Perry mit unverkennbaren Rock-Einflüssen versehen wurde. Da diese Pink dazu geraten hatte, eigene Erfahrungen aus dem Leben in ihre Songs einfließen zu lassen, erhielt das Album zudem eine stark persönliche Note. Die offene Thematisierung ihrer Vergangenheit und die kritische Betrachtung ihres bisherigen Erscheinungsbildes als Künstlerin führten zu überwiegend positiven Reaktionen. Das Album konnte weltweit hohe Positionen in den Charts verbuchen und wurde mehr als zwölf Millionen Mal verkauft; in Großbritannien war es 2002 das am zweithäufigsten verkaufte Album.[11] In über 20 Ländern wurde M!ssundaztood mit Gold oder Platin ausgezeichnet, außerdem erhielten das Album und die Single Get the Party Started je eine Nominierung bei der Grammy-Verleihung 2003.

Ursprünglich sollte Pink Anfang 2002 im Vorprogramm von Janet Jacksons „All for You“-Tour auftreten, doch die für Europa angesetzten Termine wurden als Reaktion auf die Anschläge vom 11. September gestrichen. Stattdessen ging sie von Mai bis Dezember erstmals auf eine eigene Tournee. Die „Party“-Tour führte von Nordamerika über Europa und Asien bis nach Ozeanien. Im selben Jahr trat Pink in Nordamerika außerdem noch als Supporting Act von Lenny Kravitz auf.

2003–2005: Try This[Bearbeiten]

2003 beteiligte sich Pink mit dem Titel Feel Good Time am Soundtrack von 3 Engel für Charlie – Volle Power. In den USA verfehlte sie damit erstmals den Sprung in die Top 50, während die Single in Europa erfolgreicher war. Im November 2003 erschien das Album Try This. Die Hinwendung zu einem an Rock angelehnten Sound, die Pink bereits beim Vorgänger praktiziert hatte, wurde bei den meisten Titeln fortgesetzt. Dies lag in erster Linie an der Zusammenarbeit mit Tim Armstrong von der Punkband Rancid. Pink hatte die Gruppe auf deren US-Tour mit den Foo Fighters begleitet und in dieser Zeit zusammen mit Armstrong einige Songs geschrieben, von denen ein Großteil später auf ihrem dritten Album vertreten war.

Als erste Single wurde Trouble veröffentlicht. Der an Punkrock angelehnte Titel erreichte in mehreren europäischen Ländern, Kanada und Australien die Top Ten, in den USA aber lediglich Platz 68. Bei der Grammy-Verleihung 2004 wurde Pink für Trouble als „Beste weibliche Gesangsdarbietung im Bereich Rock“ ausgezeichnet; es war ihr erster Grammy als Solo-Künstlerin. Feel Good Time war außerdem in der Kategorie „Beste Zusammenarbeit mit Gesang – Pop“ nominiert. In der Folge zeigte sich, dass das Album Try This trotz guter Kritiken nicht an die Verkaufszahlen von M!ssundaztood anknüpfen konnte. Auch die Singles blieben insgesamt weit hinter den Erwartungen zurück. Vor allem in den USA war dies auffällig, da vom Album kaum mehr als 700.000 Einheiten verkauft wurden[12] und es ohne Hit-Single blieb. Der Song Last to Know wurde dort nicht einmal ausgekoppelt. Aus diesem Grund wurden für die „Try This“-Tour 2004 ausschließlich Termine in Europa und Australien angesetzt. Nach dem Ende der Tour legte Pink eine mehrmonatige Pause ein. Das für Lisa Marie Presleys Album Now What eingesungene Duett Shine war die einzige Neuveröffentlichung in diesem Zeitraum.

2005–2007: I’m Not Dead[Bearbeiten]

Anfang 2005 gab Pink bekannt, dass sie gemeinsam mit dem Produzenten Billy Mann einige neue Songs geschrieben habe und die Arbeit an einem neuen Album beginnen wolle.[13] Das anstehende Album, für das sie in der Folge mit mehreren namhaften Songwritern und Produzenten, unter anderem Max Martin und Mike Elizondo, zusammenarbeitete, sollte ursprünglich den Titel Long Way to Happy tragen. Im Juli wurden Ausschnitte von mehreren neuen Titeln im Internet veröffentlicht, die einen ersten Eindruck der musikalischen Stilrichtung vermittelten.[14] Die zunächst für September des Jahres angekündigte Veröffentlichung wurde jedoch gestrichen und verzögerte sich um mehrere Monate.

Erst im Frühjahr 2006 erschien das Album, entgegen vorheriger Ankündigungen allerdings mit dem Titel I’m Not Dead. Dieser wurde kurzfristig gewählt, da er für Pink sowohl Standpunkt in ihrer eigenen Entwicklung als auch eine Aussage in Richtung vieler Kritiker war. Pinks viertes Studioalbum war mehrheitlich wieder sehr persönlich gehalten, ein Großteil der Lieder spiegelte Themen aus ihrem Leben oder persönliche Ansichten zu aktuellen Themen wider. Das Album erreichte weltweit hohe Chartplatzierungen, unter anderem Platz 1 in Deutschland und Australien, Top 5 in Großbritannien und Top 10 in den USA. Es war damit kommerziell deutlich erfolgreicher als der Vorgänger. Bis heute wurden rund sechseinhalb Millionen Stück verkauft.

In der Folge der Singleauskopplungen kam es teilweise zu heftigen Kontroversen über deren Inhalte. Bereits die erste Single Stupid Girls brachte große mediale Aufmerksamkeit, da Pink darin die gesellschaftliche Rolle einiger ausgewählter weiblicher Prominenter thematisierte und deutliche Kritik an der – ihrer Meinung nach falschen – Vorbildfunktion für junge Mädchen übte. Bei Who Knew setzte sie sich unter anderem mit dem Drogenkonsum in ihrer Jugend auseinander. Dear Mr. President, Pinks erster Titel mit politischem Inhalt, war eine offene Kritik an die US-Regierung unter dem damaligen Präsidenten George W. Bush.

Im Rahmen ihrer „I’m Not Dead“-Tour absolvierte Pink zwischen Juni 2006 und Dezember 2007 weltweit 160 Auftritte auf fünf Kontinenten, unter anderem trat sie erstmals in Afrika auf. Allein für die Konzerte in Australien wurden über 300.000 Tickets verkauft, was einen neuen Rekord für einen weiblichen Interpreten markierte.[15] Einer der Auftritte in London wurde aufgezeichnet und auf der DVD Pink: Live from Wembley Arena veröffentlicht. Als Reaktion auf die zwischenzeitlich sinkenden Absatzzahlen des Albums in den USA trat Pink Anfang 2007 zusätzlich im Vorprogramm von Justin Timberlakes „FutureSex/LoveShow“-Tour auf.

2008–2011: Funhouse und Greatest Hits ... So Far!!![Bearbeiten]

Pink auf der Funhouse-Tour (2009)

Im Oktober 2008 erschien ihr fünftes Studioalbum mit dem Titel Funhouse. Die bereits zuvor veröffentlichte Single So What behandelt Pinks Einstellung nach der Trennung von ihrem Ehemann Carey Hart. Aus dem Album wurden insgesamt sieben Singles ausgekoppelt; nach So What wurden Sober, Please Don't Leave Me, Bad Influence, Funhouse, I Don't Believe You und Glitter in the Air veröffentlicht.[16]

Das Open-Air-Konzert der „Funhouse Summer Carnival“-Tournee am 15. Juli 2010 in Nürnberg musste vorzeitig unmittelbar nach Beginn der Zugabe abgebrochen werden, da die Sängerin bei einer Showeinlage durch einen Fehler in ihrer Trapezsicherung von den Halteseilen von der Bühne geschleudert wurde. Sie stürzte in den Graben zwischen Bühne und Publikum und verletzte sich dabei so schwer, dass das Konzert nicht fortgesetzt werden konnte.[17] Im November 2010 erschien ihr erstes Greatest-Hits-Album mit ihren größten Hits und vier neuen Songs, von denen bisher zwei als Single ausgekoppelt wurden. Die beiden Songs Raise Your Glass und Fuckin' Perfect konnten weltweit hohe Chartsplatzierungen erreichen. Auf dem Album befindet sich zudem Pinks Version des Titels Whataya Want from Me; dieser war ursprünglich bereits für Funhouse aufgenommen worden, fand hierfür schließlich aber keine Verwendung.

2011 steuerte sie für den Animationsfilm Happy Feet 2 den Titelsong Bridge of Light bei.[18] Außerdem synchronisierte sie in der englischen Originalversion die Figur Gloria.

Seit 2012: The Truth About Love[Bearbeiten]

Am 27. Juli 2012 veröffentlichte Pink mit Blow Me (One Last Kiss) die erste Single ihres sechsten Studioalbums The Truth About Love, das am 14. September erschien. Das Album behandelt die guten und schlechten Seiten der Liebe. Die zweite Singleauskopplung Try wurde kurz vor dem Album am 6. September 2012 veröffentlicht. Die dritte Singleauskopplung Just Give Me a Reason mit Nate Ruess erschien am 19. April 2013 als CD-Single.[19] Weltweit konnte sie sich in den Charts erfolgreich platzieren. In den USA, Österreich und Deutschland erreichte sie die Position 1 und ist damit die kommerziell erfolgreichste Single-Auskopplung des Albums. In Deutschland ist Just Give Me a Reason Pinks zweiter Nr.1-Hit als Solo-Künstlerin. Am 30. Juni 2013 erschien die vierte Singleauskopplung True Love, ein Duett mit Lily Rose Cooper.[20][21]

The Truth About Love war 2012 das weltweit sechstbest verkaufte Studioalbum.[22] Für US-Sängerin Chers Studioalbum Closer to the Truth schrieb Pink die beiden Lieder I Walk Alone und Lie to Me.[23] Von Februar 2013 bis Januar 2014 war Pink auf drei Kontinenten mit der The Truth About Love Tour unterwegs.

Schauspielerei[Bearbeiten]

2001 wirkte Pink im Willy-Bogner-Film Ski to the Max mit. Der Film wurde im Filmformat IMAX gedreht. 2002 spielte sie eine Rocksängerin in der Neuverfilmung von Rollerball. 2003 war sie in einer kleinen Rolle in 3 Engel für Charlie – Volle Power zu sehen. Teile dieser Szene wurden für das Musikvideo zu Feel Good Time verwendet. 2007 spielte sie unter ihrem bürgerlichen Namen Alecia Moore im Horrorfilm Catacombs – Unter der Erde lauert der Tod mit. In dem Film Männertrip, der 2010 in Deutschland erschien, hatte sie einen Cameo-Auftritt. Im Jahr 2012 spielte sie in der Filmkomödie Thanks for Sharing neben Mark Ruffalo und Gwyneth Paltrow mit.

Diskografie[Bearbeiten]

Hauptartikel: Pink/Diskografie

Studioalben[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartpositionen[24] Anmerkungen
DE AT CH UK US
2000 Can’t Take Me Home 85
(4 Wo.)
13
(41 Wo.)
26
(59 Wo.)
Erstveröffentlichung: 4. April 2000
Verkäufe Weltweit: 4.000.000[25]
2001 M!ssundaztood 5
(69 Wo.)
4
(74 Wo.)
7
(86 Wo.)
2
(73 Wo.)
6
(180 Wo.)
Erstveröffentlichung: 20. November 2001
Verkäufe Weltweit: 13.000.000[26]
2003 Try This 2
(28 Wo.)
2
(29 Wo.)
1
(27 Wo.)
3
(24 Wo.)
9
(15 Wo.)
Erstveröffentlichung: 10. November 2003
Verkäufe Weltweit: 2.700.000[25]
2006 I’m Not Dead 1
(81 Wo.)
1
(81 Wo.)
1
(83 Wo.)
3
(90 Wo.)
6
(88 Wo.)
Erstveröffentlichung: 31. März 2006
Verkäufe Weltweit: 6.000.000[25]
2008 Funhouse 2
(109 Wo.)
3
(89 Wo.)
1
(97 Wo.)
1
(87 Wo.)
2
(115 Wo.)
Erstveröffentlichung: 24. Oktober 2008
Verkäufe Weltweit: +6.000.000[27]
2012 The Truth About Love 1
(72 Wo.)
1
(54 Wo.)
1
(74 Wo.)
2
(70 Wo.)
1
(… Wo.)
Erstveröffentlichung: 14. September 2012
Verkäufe Weltweit: +7.000.000[28]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • Grammy
  • MTV Europe Music Award
    • 2002: für „Best Song“ (Get The Party Started)
    • 2008: für „Most Addictive Track“ (So What)
  • Brit Award
    • 2003: für „Best International Female Solo Artist“
  • MTV Australia Awards
    • 2007: für „Download Des Jahres“ (Who Knew)
    • 2007: für „Beste Künstlerin“
    • 2008: für „Best Live Performer“
  • MTV Video Music Awards
    • 2001: für „Video Des Jahres“ (Lady Marmalade) (mit Christina Aguilera, Lil’ Kim und Mýa)
    • 2002: für „Bestes Video Einer Künstlerin“ (Get The Party Started)
    • 2002: für „Best Dance Video“ (Get The Party Started)
    • 2006: für „Bestes Pop Video“ (Stupid Girls)
    • 2013: für „Best Collaboration“ (Just Give Me a Reason) (featuring Nate Ruess)
  • Teen Choice Award
    • 2001: für „Bestes Album“ (Missundaztood)
    • 2001: für „Beste Single“ (Get The Party Started)
    • 2001: für „Beste Künstlerin“
  • NRJ Music Award
    • 2002: für „Beste Künstlerin International“
    • 2013: für „Beste Künstlerin International“
  • MTV TRL Germany
    • 2006: „Goldenes Tape“ für 20 Platzierungen des Titels Who Knew auf Platz 1
  • My VH1 Award
    • 2001: für „Bestes Video“ (Lady Marmalade) (mit Christina Aguilera, Lil’ Kim und Mýa)
    • 2001: für „Is It Hot in Here or Is It Just My Video“ (Lady Marmalade) (mit Christina Aguilera, Lil’ Kim und Mýa)
  • Q-Magazine Award
    • 2002: für „Video Des Jahres“ (Get The Party Started)
  • Capital FM Award (UK)
    • 2003: für „London’s Favourite International Solo Artist“
  • Swiss Music Award
    • 2010: für „Best Album Pop/Rock International“

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d Interview mit dem Q Magazine (März 2004)
  2. a b [1] Biografie bei IMDb.com (englisch)
  3. [2] Laut.de
  4. http://www.kino.de/news/pink-macht-heiratsantrag/musiknews/182349
  5. [3] Pink: Welcome To The Funhouse
  6. [4] auf contactmusic.com (27. April 2009)
  7. Vorlage:Webarchiv/Wartung/SternPink & Carey haben sich wieder lieb (Archivversionen) auf MTV News (11. April 2009)
  8. http://www.bz-berlin.de/leute/pink-bringt-ein-maedchen-zur-welt-article1196380.html
  9. http://www.stern.de/lifestyle/leute/drogenexzesse-pink-war-auf-heroin-trip-558260.html
  10. http://www.pooltrax.com/biografie/p/pink.html
  11. [5] The Official UK Charts Company
  12. Pink's latest album gets another chance (24. März 2007)
  13. Pink Says The Fire Is Back And She’s Pissed Off Again (2. Februar 2005)
  14. Leaked Pink Songs Hint At A Rock-Heavy New Album (15. Juli 2005)
  15. Pink proves a hot ticket
  16. viviano.de: Pink: So What?!, Zugriff am 7. Oktober 2008
  17. Spiegel Online Unfall in Nürnberg
  18. Pressemitteilung von media control zu den Einsteigern für den 16. Dezember 2011
  19. http://www.beatblogger.de/vo-vorschau/
  20. http://idolator.com/7455257/pink-true-love-lily-allen-new-single
  21. http://www.entertainmentwise.com/news/113067/Pink-Announces-New-Single-True-Love-Featuring-Lily-Rose-Cooper
  22. http://www.ifpi.org/content/library/DMR2013.pdf
  23. Cher Tells 'The Truth': Watch Her Talk New Album, P!nk Collab, Miley Cyrus & More. Billboard, 24. September 2013. Von Keith Caulfield.
  24. Chartquellen: DE AT CH UK US
  25. a b c http://www.sonymusic.com.ar/DetProducto.asp?Pro_Codigo=7406492
  26. http://www.emimusicpub.com/global-offices/usa/news/index.php
  27. http://www.goteborgdaily.se/pink-to-gothenburg
  28. http://www.musikmarkt.de/Aktuell/News/Pink-bleibt-bei-RCA-Records
  29. Envelope, Los Angeles Times, Grammy Awards 2011: Winners and nominees for 53rd Grammy Awards, Zugriff am 28. August 2008

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Pink – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien