Pinsdorf
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| Wappen | Karte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| (Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria) | ||
| Bundesland | Oberösterreich | |
| Politischer Bezirk | Gmunden (GM) | |
| Fläche | 12,5 km² | |
| Koordinaten | 47° 56′ N, 13° 46′ O47.93027777777813.766944444444493Koordinaten: 47° 55′ 49″ N, 13° 46′ 1″ O | |
| Höhe | 493 m ü. A. | |
| Einwohner | 3600 (31. Dez. 2008) | |
| Bevölkerungsdichte | 288 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl | 4812 | |
| Vorwahl | 07612 | |
| Gemeindekennziffer | 4 07 14 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung |
Moosweg 3 4812 Pinsdorf |
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| Offizielle Website | ||
| Politik | ||
| Bürgermeister | Dieter Helms (SPÖ) | |
| Gemeinderat (2003) (25 Mitglieder) |
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| Lage der Gemeinde Pinsdorf | ||
Pinsdorf ist eine Gemeinde in Oberösterreich im Bezirk Gmunden im Traunviertel mit 3.602 Einwohnern (Stand Januar 08). Der zuständige Gerichtsbezirk ist Gmunden.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografie
Pinsdorf liegt auf 493 m Höhe unmittelbar bei Gmunden (Schloss Ort) im oberösterreichischen Salzkammergut. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 5,9 km, von West nach Ost 5,2 km. Die Gesamtfläche beträgt 12,4 km². 43,5 % der Fläche sind bewaldet, 45,2% der Fläche sind landwirtschaftlich genutzt.
[Bearbeiten] Ortsgliederung
Der Ort Pinsdorf ist untergliedert in 10 Ortsteile. Die Zahlen in der Klammer geben die Wohnbevölkerung laut der Volkszählung 2001 an.
- Buchen (335)
- Großkufhaus (552)
- Innergrub (274)
- Moos (179)
- Neuhofen (158)
- Pinsdorf (1.006)
- Pinsdorfberg (173)
- Steinbichl (188)
- Wiesen (462)
- Wolfsgrub (116)
[Bearbeiten] Nachbargemeinden
An Pinsdorf grenzen die Gemeinden Gmunden, Ohlsdorf, Regau, Aurach am Hongar und Altmünster. Mit der Grenze zu Aurach am Hongar sowie zu Regau grenzt Pinsdorf an den Bezirk Vöcklabruck.
[Bearbeiten] Berge
In Pinsdorf gibt es mehrere kleine Berge: den Pinsdorfberg (728 m), den Kronberg (815 m) und die Hohe Luft (917 m). Der Vöcklaberg (660 m) und der Hongar (943 m) liegen auf Pinsdorfer Gebiet, ihre Gipfel befinden sich aber auf dem Gebiet der Gemeinden Regau und Aurach am Hongar.
[Bearbeiten] Gewässer
Die Aurach fließt durch die Pinsdorfer Ortsteile Großkufhaus und Wiesen.
[Bearbeiten] Wappen
Offizielle Beschreibung des 1976 verliehenen Gemeindewappens: In Rot auf grünem Hügel ein silberner Denkmalsockel mit zwei Ecksteinen, die durch eine schwarze Kette verbunden sind; auf dem Sockel ein silberner Obelisk mit einer schwarzen Tafel. Die Gemeindefarben sind Grün-Weiß.
Das im Wappen vereinfacht dargestellte Denkmal erinnert an die am 15. November 1626 auf den Feldern zwischen Pinsdorf und Buchen stattgefundene letzte große Schlacht des oberösterreichischen Bauernkrieges, in der etwa 6.000 Bauern von den vereinigten kurfürstlich-bayerischen und kaiserlich-österreichischen Soldaten unter General Pappenheim und Obrist Löbl vernichtend geschlagen wurden. Der Hügel, auf dem im Jahre 1883 der von Johann Ev. Forstinger, Gmunden, gestiftete Gedenkstein errichtet wurde, birgt als Massengrab einen Teil der ungefähr 2000 gefallenen Bauern. Die gesamte Anlage wurde in den Jahren 1949 bis 1951 im Auftrage des Bauernkriegdenkmalkomitees gründlich restauriert.
[Bearbeiten] Bevölkerung
[Bearbeiten] Entwicklung
| Bevölkerungsentwicklung 1869 bis 2001[1] |
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|---|---|---|---|---|---|
| Jahr | Bevölkerung | Jahr | Bevölkerung | ||
| 1869 | 1.324 | 1939 | 1.814 | ||
| 1880 | 1.304 | 1951 | 2.057 | ||
| 1890 | 1.378 | 1961 | 2.349 | ||
| 1900 | 1.552 | 1971 | 2.716 | ||
| 1910 | 1.721 | 1981 | 2.806 | ||
| 1923 | 1.684 | 1991 | 3.176 | ||
| 1934 | 1.823 | 2001 | 3.441 | ||
Die Gemeinde hat 3.441 Einwohner (Volkszählung 2001). Seit den 1950er Jahren erhöhte sich die Bevölkerungszahl stärker als im Bezirk Gmunden und in Oberösterreich.
[Bearbeiten] Struktur
Die Einwohner Pinsdorfs sind gegenüber dem Bundesländerschnitt ziemlich ident. So sind in Pinsdorf 17,7 % der Einwohner jünger als 15 Jahre (Oberösterreich: 18,2 %) und 62,8 % zwischen 15 und 59 Jahre alt (OÖ: 61,6 %). Der Anteil der Einwohner mit mehr als 59 Jahren ist 19,4 % (OÖ: 20,2 %) hoch.[2]
[Bearbeiten] Staatsbürgerschaft
93,9 % der Bevölkerung besitzen die österreichische Staatsbürgerschaft, 0,8 % sind weitere EU-Staatsbürger, 5,2 % andere Ausländer. Den stärksten Ausländeranteil stellten im Jahr 2001 Bürger von Bosnien-Herzegowina (1,1 %) und der ehemaligen Bundesrepublik Jugoslawien (3,1 %), gefolgt von Deutschen (0,7 %) und Türken (0,3 %).[2]
[Bearbeiten] Religion
Zur römisch-katholischen Kirche bekannten sich 2001 80,5 % der Einwohner. Des Weiteren befindet sich in Gmunden eine größere evangelische Gemeinde, der sich 3,7 % der Bevölkerung zugehörig fühlen. 1,1 % der Bevölkerung sind islamischen Glaubens und 3,7 % orthodox. 7,4 % sind ohne religiöses Bekenntnis.[2]
[Bearbeiten] Gebäude und Wohnungen
In Pinsdorf gibt es 1.040 Gebäude, davon 902 Wohngebäude, in welchen sich 1.561 Wohnungen befinden. (Gebäude- und Wohnungsstättenzählung 15. Mai 2001)
Es sind 3.447 Hauptwohnsitze angemeldet und 119 Nebenwohnsitze.[3]
[Bearbeiten] Geschichte
Ursprünglich im Ostteil des Herzogtums Bayern liegend, wurde der Ort 1254 erstmals namentlich erwähnt und gehörte damals schon zum Herzogtum Österreich. Seit 1490 wird er dem Teilfürstentum 'Österreich ob der Enns' zugerechnet. Im November 1626 kam es zur Schlacht um Pinsdorf (siehe dazu Oberösterreichischer Bauernkrieg). Der Bauernhügel, ein Grabhügel mit Gedenkstein, der sich im Ortsteil Neuhofen befindet, erinnert noch heute an die schrecklichen Ereignisse jener Tage. Während der Napoleonischen Kriege war der Ort mehrfach besetzt. Seit 1918 gehört der Ort zum Bundesland Oberösterreich. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum "Gau Oberdonau". Nach 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs.
[Bearbeiten] Gründung der Gemeinde Pinsdorf
Nach Aufhebung der Grundherrschaft wurde 1849 die Gemeinde Pinsdorf aus den vier Katastralgemeinden Pinsdorf, Kufhaus, Gmundnerberg und Ort gebildet. 1861 wurden Gmundnerberg und Ort abgespalten und an Altmünster übertragen. Seitdem besteht die Gemeinde aus den Katastralgemeinden Pinsdorf und Kufhaus.
[Bearbeiten] Politik
[Bearbeiten] Bürgermeister
Bürgermeister ist Dieter Helms (SPÖ). Vizebürgermeister Gerhard Hackmair (SPÖ).
[Bearbeiten] Gemeinderat
Der Gemeinderat besteht aus 25 Mitgliedern. Seit der letzten Gemeinderatswahl 2003 ergab sich folgende Mandatsaufteilung:
[Bearbeiten] Städtepartnerschaft
[Bearbeiten] Wirtschaft
In Pinsdorf gibt es 128 Betriebe mit insgesamt 993 Beschäftigten. Ein Betrieb rangiert in der Kategorie mit 100-199 Beschäftigten, sechs Betriebe beschäftigen zwischen 20 und 99 Arbeitnehmer.[4]
[Bearbeiten] Land- und Forstwirtschaft
1999 gab es 65 land- und forstwirtschaftliche Betriebe, die 472 ha Flächen betreuten. Ihre Anzahl hatte sich seit 1995 um 28 verringert (-30,1 Prozent; im Bezirk Gmunden und Oberösterreich nur um -16,2 bzw. -17,0 Prozent).[5]
[Bearbeiten] Infrastruktur
[Bearbeiten] Verkehr
Durch Pinsdorf fahren Züge des ÖBB auf dem Weg von Stainach-Irdning bis Attnang-Puchheim. Ein Bahnhof ermöglicht es den Zugbenützern zu- bzw. auszusteigen. Weiters wird der öffentliche Verkehr in Pinsdorf durch Busse der Postbus AG abgedeckt. Der sogenannte Regiobus wurde eingeführt, um stündlich Personen von Pinsdorf bis nach Gmunden zu transportieren.
[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten] Kirchen
Die römisch-katholische Kirche in Pinsdorf wurde wahrscheinlich 1457 erbaut. Der Patron der Kirche ist der heilige Matthäus. 1892 kam es zum ersten Umbau der Kirche. 1984 wurde sie mit einer neuen Orgel aus der Orgelbaufirma Riedler aus Linz ausgestattet.[3]
Die neuapostolische Kirche in Pinsdorf wurde 1990 eingeweiht. Der sehr moderne Baustil überrascht so manchen, der hinter diesem Bau keine Kirche vermutet.
[Bearbeiten] Der Bauernhügel
Der Bauernhügel, der ja auch für das Wappen von Pinsdorf Motiv stand, gilt als die größte Sehenswürdigkeit in Pinsdorf. Eher unscheinbar neben einer Straße gelegen, lässt es einen doch etwas erschaudern, wenn man die Inschrift der Tafel auf dem Obelisk liest:
Im Bauernaufstand 1626 erhoben die oberösterreichischen Bauern unter ihrem Anführer Oberhauptmann Stephan Fadinger gegen die bairische Herrschaft, und um die Freiheit ihres evangelischen Glaubens durchzusetzen. Am 15. November 1626 kommt es zur "Schlacht bei Gmunden", wo die Bauern unter der Führung des Studenten Casparus den Kaiserlichen und den vom Statthalter Herbersdorf angeforderten bairischen Truppen unter General Pappenheim gegenüberstanden. Im ersten Ansturm schlagen die Bauern vom Schanzengraben im "Bira-Lah" (Buchen) aus die kaiserlichen Truppen, bis hinter die Stadtmauern Gmundens in die Flucht, während auf der nordwestlichen Seite die Pappenheimer angreifen und die Bauern nach erbitterter Gegenwehr, dem Druck nicht mehr standhaltend, den Kampf verlieren.
Nach Berichten sind hier an die 2000 Bauern gefallen, auf offenem Felde zusammengelegt und mit Erdreich der Umgebung zugeschüttet. Auf der rasenbedeckten Kuppe wurde 1883 vom Privaten J.E. Forstinger in Gmunden der Gedenkstein errichtet.
Zum Gedächtnis der Bauern, welche am 15. November 1626 von Pappenheim geschlagen und unter diesem Hügel begraben sind.
[Bearbeiten] Kultur
[Bearbeiten] Musik
Der Musikverein Pinsdorf umfasst 55 Mitglieder unter Kapellmeister Manfred Röhrer. 2008 feiert der Musikverein sein 120-jähriges Bestehen.
Weiters gibt es auch die Pinsdorfer Weisenbläser, die schon einige Male im Österreichischen Fernsehen (ORF) zu sehen waren.
[Bearbeiten] Literatur
[Bearbeiten] Geschichte
- Markus Purkhart: Pinsdorf. Die Geschichte. Ein Ort im Salzkammergut. Gemeinde Pinsdorf, Pinsdorf 2000. ISBN 3-9501029-0-6
- Hans Sperl: Pinsdorf in alten Ansichten. Europäische Bibliothek, Zaltbommel 1997. ISBN 90-288-6410-5
[Bearbeiten] Quellen
- ↑ Gemeindedaten Pinsdorf (Statistik Austria).
- ↑ a b c Demografische Daten Pinsdorf (Statistik Austria)
- ↑ a b Offizielle Zahlen (Gemeinde Pinsdorf)
- ↑ Arbeitsstättenzählung vom 15. Mai 2001 (Statistik Austria)[1]
- ↑ Agrarstrukturerhebung 1995 und 1999 (Statistik Austria) [2]
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