Pinzgauer Straße

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Landesstraße B311 in Österreich
311Vorlage:Infobox hochrangige Straße/Wartung/Generiertes Schild/AT
Basisdaten
Gesamtlänge: 94,0 km

Bundesland:

Salzburg

Die Pinzgauer Straße (B 311) ist eine Landesstraße in Österreich. Sie führt von Bischofshofen nach Zell am See, und dort weiter über Saalfelden nach Lofer.

Sie ist die Hauptverbindung vom Pongau in den Pinzgau, der sonst nur über das kleine deutsche Eck (deutsche B 21Loferer Straße B 178, in Lofer schließt die B 311, die B 178 weiter St. Johann in Tirol – Wörgl im Inntal) und die pass- und hindernisreiche Hochkönig Straße (B 164 Bischofshofen – St. Johann i.T., Kreuzung mit der B 311 in Saalfelden). Damit ist diese Strecke Teil der wichtigsten innerösterreichischen Ost-West-Verbindung.

Sie war eigentlich als Pinzgauer Schnellstraße (S 11) geplant. Es wurden jedoch nur drei Abschnitte verwirklicht:

Diese Abschnitte sind jeweils vierspurig ausgebaut. Nach der Streichung des Projektes im Jahr 1986 wurden diese Abschnitte in die zweispurige B 311 integriert, die Umfahrung Bischofshofen wurde zur Autostraße erklärt, ab der Auffahrt Bischofshofen bis hin zur A10 Knoten Pongau gilt sie sogar als Autobahn (beziehungsweise Autobahnzubringer) und wird in Fachkreisen inoffiziell auch A10a genannt.

Wichtige Ausbauten sind auch die Umfahrung Zell am See (Schmittentunnel, 5,1 km, Freigabe 1996) und die Umfahrung Schwarzach im Pongau (Schönbergtunnel, 2,9 km, Freigabe 1999).[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Am 15. Juni 1836 wurden die Bauaufträge für den Straßenbau zwischen Taxenbach und Mittersill vergeben.[2]

Die Gasteiner Straße von Bischofshofen über Lend nach Badgastein und die Pinzgauer Straße von Lend über Mittersill zum Pass Thurn gehören zu den ehemaligen Reichsstraßen, die 1921 als Bundesstraßen übernommen wurden.[3] Bis 1938 wurde die Pinzgauer Straße als B 54 bezeichnet, nach dem Anschluss Österreichs wurde die Pinzgauer Straße bis 1945 als Teil der Reichsstraße 318 geführt.

Die Mittelpinzgauer Straße zwischen Lofer und Bruckberg wurde 1937 durch Beschluss der Bundesregierung zur Bundesstraße erklärt. Bis 1938 wurde die Mittelpinzgauer Straße als B 55 bezeichnet, nach dem Anschluss Österreichs wurde die Mittelpinzgauer Straße bis 1945 als Teil der Reichsstraße 21 geführt.

Gemäß Bundesstraßengesetz von 1948 wurde die gesamte 137 km lange Straße von Salzburg bis zum Pass Thurn einheitlich als Salzachtal Straße (B 159) bezeichnet. [4]

Gemäß Bundesstraßengesetz von 1971 sollte die Pinzgauer Straße (B 311) die Salzachtal Straße auf dem mittleren Streckenabschnitt zwischen Bischofshofen und Bruckberg ersetzen. Der westlichste Streckenabschnitt zwischen Bruckberg und Mittersill wird seit 1971 als Mittersiller Straße (B 168) bezeichnet.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Pinzgauer Straße – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Peter Fuch: Neubau der Umfahrung Schwarzach im Pongau. Zivilingenieurischer Bericht (pdf; 283 kB)
    Schwarzach im Pongau. In: Salzburger Nachrichten: Salzburgwiki. Abschnitt Ortsumfahrung.
  2. Wiener Zeitung vom 4. Juni 1836, Amtsblatt S. 649.
  3. Bundesgesetz vom 8. Juli 1921, betreffend die Bundesstraßen. BGBl. Nr. 387/1921.
  4. Bundesstraßengesetz vom 18. Februar 1948, Verzeichnis A.
 B311 
Die Pinzgauer Straße befand sich wie die anderen ehemaligen Bundesstraßen in der Bundesverwaltung. Seit 1. April 2002 steht sie unter Landesverwaltung und führt zwar das B in der Nummer weiterhin, nicht aber die Bezeichnung Bundesstraße.