Pisco

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Dieser Artikel befasst sich mit der peruanischen Hafenstadt Pisco. Für das gleichnamige alkoholische Getränk, siehe Pisco (Getränk)

Koordinaten: 13° 43′ S, 76° 12′ W

Pisco
Pisco (Peru)
DEC
Pisco
Pisco
Pisco auf der Karte von Peru
Basisdaten
 Staat Peru
 Provinz Ica
 Stadtgründung 16. Jahrhundert
 Einwohner 53.857 
   - im Ballungsraum 116.865
Stadtinsignien
Detaildaten
 Fläche 3978,19 km²
 Höhe 17 m ü.d.M.
 Gewässer Piscofluss
 Vorwahl 056
 Zeitzone UTC-5
 Stadtvorsitz Juan Enrique Mendoza Uribe
 Webseite www.munipisco.gob.pe
Plaza de Armas, der Hauptplatz von Pisco im Jahr 2001. Im Hintergrund die 2007 zerstörte Kirche St. Clement.

Pisco ist eine kleine Hafenstadt im Süden Perus (etwa 235 km südlich von Lima) und hat 53.857 Einwohner (2005). Sie gehört zum Departement Ica und ist Hauptstadt der Provinz Pisco. Die wichtigste Verkehrsverbindung nach Lima ist die Panamericana, die etwa drei Kilometer nordöstlich durch die Kleinstadt Villa Túpac Amaru Inca (auch nur La Villa genannt) verläuft. Pisco ist an sie durch eine Zubringerstraße angebunden. Die weitgehend wüstenartige Landschaft wird durch den Pisco-Fluss bewässert.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte und Sehenswürdigkeiten

Pisco war die Heimat der Paracas-Kultur, eine vorkolumbische Kultur (1300 v. Chr. bis 200 n. Chr.). Das Paracas-Museum zeigt Funde aus dieser Kultur. Vor der Stadt liegt die Paracas-Bucht, die Halbinsel Paracas 15 km weiter südlich. Für Touristen ist die Stadt auch interessant aufgrund der nahegelegenen Islas Ballestas mit ihren reichem Tierleben (Seevögel und Mähnenrobben). Inseln und die Halbinsel bilden das Nationalreservat von Paracas. Hier befindet sich auch auf einer vorgelagerten Insel der Candelabro de Paracas (Der Kerzenleuchter von Paracas), ein in den Fels graviertes Bild (Scharrbild), ähnlich den Nazca-Linien, aber bedeutend kleiner und jünger. Er diente wahrscheinlich Seefahrern als Orientierungszeichen zur Navigation.

Pisco nach dem Erdbeben 2007
Pisco nach dem Erdbeben 2007

Bei einem Erdbeben der Stärke 8.0M wurden am 15. August 2007 85% Piscos zerstört. Allein in der größten Kirche der Stadt, San Clemente, starben mindestens 90 Menschen. Von der Kirche blieben nur zwei Steinsäulen und die Kuppel stehen.

[Bearbeiten] Der Ort und das Getränk Pisco

Pisco ist auch der Namensgeber des gleichnamigen Weinbrands. Pisco ist allerdings nicht der Herstellungsort dieses Destillats. Der Hafen von Pisco war der letzte Anlaufpunkt aller Piscogüter die entlang der Pazifikküste angebaut wurden, um dann nach Europa verschifft zu werden. Die Spanier gaben dem Produkt den Namen „Pisco“, da die Schiffe dort das Destillat in Barrique-Fässern mit der Aufschrift „de Pisco“ (dt. aus Pisco) entluden.

[Bearbeiten] Städtepartnerschaften

[Bearbeiten] Sonstiges

Pisco besitzt einen Flughafen (ICAO: SPSO, IATA: PIO), der von der peruanischen Armee genutzt wird. Er hat eine Start- und Landebahn von etwa 3000 m Länge und dient auch als Ausweichflughafen für Lima.

[Bearbeiten] Galerie

[Bearbeiten] Weblinks

Commons
 Commons: Pisco – Bilder, Videos und Audiodateien
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