Pisonia

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Pisonia
Pisonia brunoniana

Pisonia brunoniana

Systematik
Klasse: Bedecktsamer (Magnoliopsida)
Eudikotyledonen
Kerneudikotyledonen
Ordnung: Nelkenartige (Caryophyllales)
Familie: Wunderblumengewächse (Nyctaginaceae)
Gattung: Pisonia
Wissenschaftlicher Name
Pisonia
L.

Die Pisonia, eingedeutscht auch Pisonie genannt, ist eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Wunderblumengewächse (Nyctaginaceae). Die Verbreitung ist pantropisch. Auf einigen Pazifikinseln sind Pisonia-Bäume und -Sträucher die dominierenden Pflanzenarten. Als Zierpflanze verwendet wird die Art Pisonia umbellifera.

Beschreibung[Bearbeiten]

Illustration aus Blanco von Pisonia aculeata.

Pisonia-Arten sind verholzende Pflanzen: Bäume und Sträucher, manchmal Lianen. Die Pflanzenteile sind meist behaart und einige Arten besitzen Dornen. Die gegenständig bis wechselständig angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die einfache Blattspreite in ganzrandig.

Pisonia-Arten sind meist zweihäusig getrenntgeschlechtig (diözisch). Die seiten- oder entständigen Blütenstände sind vielblütig. Die meist eingeschlechtigen, manchmal zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und fünfzählig. Die männlichen Blüten enthalten sechs bis zehn Staubblätter.

Systematik und Botanische Geschichte[Bearbeiten]

Der Gattungsname Pisonia wurde 1703 von Charles Plumier zu Ehren des Arztes und Botanikers Willem Piso geprägt.[1] Die Etablierung dieses Ehrentaxons und die Klassifizierung der Gattung ist von etlichen Widersprüchlichkeiten und Kuriositäten geprägt.[2] Für die endgültige Durchsetzung des Namens Pisonia ist Carl von Linné verantwortlich, der ihn unter Berufung auf Hans Sloane, Philip Miller und William Houstoun, von denen er grundlegende Informationen über die Gattung bekommen hatte, übernahm.[3][4][5]

Laubblätter und Blütenstände von Pisonia brunoniana
Laubblätter und Blütenstand von Pisonia grandis
Habitus von Pisonia umbellifera

Die gültige Erstveröffentlichung der Gattung Pisonia erfolgte 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum, 2, S. 1026. Synonyme für Pisonia L. sind: Calpidia Thouars, Ceodes J.R.Forst. & G.Forst., Heimerlia Skottsb., Heimerliodendron Skottsb., Rockia Heimerl, Timeroya Benth., orth. var., Timeroyea Montrouz., Torrubia Vell., Torrukia Vell.[6].

Es gibt 15 bis 50 (10 bis 75) Pisonia-Arten (Auswahl):

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Charles Plumier: Nova Plantarum Americanarum Genera. Paris 1703 S. 7 und Tafel 11.
  2. Ausführlich Geschichte der Namensgebung bei Norbert J. Pies: Paradiesnuß, Mangrovenbaumkrabbe und Co. Willem Pisos taxonomisches Erbe S. 136-188 (Die Wunderblume Pisonia), in: Pisonia, Weitere Beiträge zur Faksimileausgabe 2008 von Willem Pisos Buch De Indiae Utriusque Re Naturali et Medica. Sprockhövel 2010.
  3. Carl von Linné: Genera Plantarum eorumque characteres naturales secundum numerum, figuram, situm, & proportionem omnium fructificationis partium. Leiden 1737 S. 42 Nr. 118 und S. 380. Mit handschriftlichen Ergänzungen Linnés zur Pisonia (Exemplar im Besitz der Linnean Society of London).
  4. Carl von Linné: Critica Botanica in qua nomina plantarum generica, specifica; & variantia examini subjiciuntur, selectiora confirmantur, indigna rejiciuntur; simulque doctrina circa denominationem plantarum traditur fundamentorum botanicorum pars IV. Leiden 1737 S. 77, 79 und 134.
  5. Carl von Linné: Hortus Cliffortianus plantas exhibens quas in hortistam vivis quam siccis, Hartecampi in Hollandia, coluit vir nobilissimus & generosissimus Georgius Clifford.Amsterdam 1737 (1738) S. 457.
  6. Pisonia im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Pisonia – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien