Pissy

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Pissy (Begriffsklärung) aufgeführt.
Pissy
Pissy (Frankreich)
Pissy
Region Picardie
Département Somme
Arrondissement Amiens
Kanton Molliens-Dreuil
Gemeindeverband Communauté d’agglomération Amiens Métropole.
Koordinaten 49° 52′ N, 2° 8′ O49.8619444444442.1305555555556120Koordinaten: 49° 52′ N, 2° 8′ O
Höhe 90–127 m
Fläche 6,63 km²
Einwohner 287 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 43 Einw./km²
Postleitzahl 80540
INSEE-Code
Website http://www.ville-pissy.fr/

Schloss Pissy

Pissy ist eine französische Gemeinde mit 287 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im Département Somme in der Region Picardie. Sie gehört zum Kommunalverband Communauté d’agglomération Amiens Métropole.

Geografie[Bearbeiten]

Pissy liegt im Westen der Region Picardie, 12 Kilometer südwestlich von Amiens, umgeben von den Gemeinden Revelles, Fluy, Seux, Bovelles und Guignemicourt,[1] zwischen der Europastraße 44 im Süden und der D221 im Norden.

Geschichte[Bearbeiten]

Pissy war vor der Französischen Revolution (1789-1799) in zwei Lehen aufgeteilt. Eins gehörte dem Kloster Saint-Lucien in Beauvais, das das Lehen im 16. Jh. verkaufte. Das andere gehörte der Familie Saisseval, die im 17. Jh. durch Heirat auch das erste Lehen erhielt und das Schloss Pissy erbauen ließ.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Das Schloss von Pissy wurde ab 1681 anstelle eines ursprünglichen Herrenhauses erbaut. Die Steine für den Bau des Schlosses wurden aus einem Steinbruch auf dem heutigen Ehrenhof gewonnen. 1989 wurde das Schloss teilweise in das Zusatzverzeichnis der Monuments historiques (historisches Denkmal) eingetragen. Der Ziergarten des Schlosses wurde ebenfalls gegen Ende des 17. Jahrhunderts angelegt und im 19. Jahrhundert umgearbeit.[2]

Die Kirche Saint-Fuscien-et-Saint-Gentien stammt aus dem 16. Jahrhundert, sie ist zwei lokalen Heiligen geweiht, die in Sains-en-Amiénois gewirkt haben. In der Kirche steht eine steinerne Statue, die Christ de pitié, den leidenden Jesus Christus, darstellt. Die Statue stammt ebenfalls aus dem 16. Jahrhundert. Sie wurde 1916 als Monument historique klassifiziert.[3]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Auf dem Gemeindegebiet gelten kontrollierte Herkunftsbezeichnungen (AOC) für Lammfleisch (Prés-salés de la baie de Somme).[1] Die Lämmer weiden auf salzigen Wiesen an der Somme-Bucht.[4]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Pissy – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Pissy auf annuaire-mairie.fr (französisch) Abgerufen am 7. Juli 2012
  2. Pissy in der Base Mérimée (französisch) Abgerufen am 12. Dezember 2009 (französisch) Abgerufen am 12. Dezember 2009
  3. Pissy in der Base Palissy (französisch) Abgerufen am 12. Dezember 2009
  4. Cahier des Charges de l’Appellation d’Origine « Prés-Salés de la Baie de Somme ». Ministère de l’agriculture, de l’alimentation, de la pêche, de la ruralité et de l’aménagement du territoire, abgerufen am 7. Juli 2012 (pdf; 457 kB, französisch).