Pisticci

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Pisticci
Wappen
Pisticci (Italien)
Pisticci
Staat: Italien
Region: Basilikata
Provinz: Matera (MT)
Koordinaten: 40° 23′ N, 16° 33′ O40.38333333333316.55364Koordinaten: 40° 23′ 0″ N, 16° 33′ 0″ O
Höhe: 364 m s.l.m.
Fläche: 231 km²
Einwohner: 17.266 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 75 Einw./km²
Postleitzahl: 75015
Vorwahl: 0835
ISTAT-Nummer: 077020
Volksbezeichnung: Pisticcesi
Schutzpatron: San Rocco
Website: Pisticci

Pisticci ist eine Gemeinde in der Provinz Matera in der italienischen Region Basilikata.

In Pisticci leben 17.266 Einwohner (Stand am 31. Dezember 2013). Der Ort liegt 68 km südlich von Matera. Die Nachbargemeinden sind Bernalda, Craco, Ferrandina, Montalbano Jonico, Montescaglioso, Pomarico und Scanzano Jonico.

Der Ort wurde in der Antike gegründet. Darauf deuten zahlreiche Fundstücke aus dem 6. Jahrhundert v. Chr.

Etwa einen Kilometer entfernt befindet sich der etwa 1.000 Jahre Wallfahrtsort Madonna del Casale.

Rund fünf Kilometer nördlich von Pisticci, bei dem Ortsteil Pisticci Scalo, befindet sich ein Bahnhof an der Bahnstrecke Battipaglia–Metaponto sowie der Flugplatz Pisticci.

Geschichte[Bearbeiten]

Bereits vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs bestand in Pisticci eine landwirtschaftliche Kolonie. Nach dem Kriegseintritt Italiens im Juni 1940 errichtete das faschistische Regime in Pisticci ein Internierungslager (campo di concentramento), hauptsächlich für politische Gegner, für Angehörige der slawischen Minderheiten in den Grenzprovinzen Italiens und für Jugoslawen aus den von Italien besetzten und annektierten Gebieten. Die italienischen Antifaschisten hatten oft schon langjährige Haftstrafen abgesessen, als sie nach Pisticci überstellt wurden. Ferner wurden in Pisticci auch Polen und Griechen interniert. Im Juni 1941 befanden sich 571 Internierte in Pisticci. Im September 1942 waren es schon 997 und im Juli 1943 866. Die Internierten wurden zu landwirtschaftlichen Tätigkeiten herangezogen. Im September 1943 übernahmen die alliierten Kräfte das Gelände und errichteten darauf ein Flüchtlingslager. [2]

Literatur[Bearbeiten]

  • Azienda di promozione turistica – Basilicata, Matera e Provincia

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2013.
  2. Carlo Spartaco Capogreco, I campi del duce. L’internamento civile nell’Italia fascista (1940-1943), Torino 2004 (Einaudi), S. 232-234


Pisticci