Erbsen (Gattung)

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Erbsen
Erbse (Pisum sativum)

Erbse (Pisum sativum)

Systematik
Eurosiden I
Ordnung: Schmetterlingsblütenartige (Fabales)
Familie: Hülsenfrüchtler (Fabaceae)
Unterfamilie: Schmetterlingsblütler (Faboideae)
Tribus: Fabeae
Gattung: Erbsen
Wissenschaftlicher Name
Pisum
Mill.

Die Pflanzengattung der Erbsen (Pisum) gehört zur Unterfamilie der Schmetterlingsblütler (Faboideae) innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae). Von wirtschaftlicher Bedeutung ist die als Nahrungspflanze genutzte Gartenerbse (Pisum sativum). Viele Arten aus anderen Gattungen enthalten auch den Namensbestandteil -erbse, beispielsweise die Kichererbse.

Beschreibung[Bearbeiten]

Ranke.
Illustration der Gartenerbse (Pisum sativum).

Vegetative Merkmale[Bearbeiten]

Die Pisum-Arten wachsen als einjährige oder ausdauernde, krautige Pflanzen meist mit Blattranken kletternd. Die bleistiftförmigen Stängel sind unbehaart und sind oft nicht selbständig aufrecht.

Die wechselständigen Laubblätter sind paarig gefiedert mit ein bis drei Paaren von Fiederblättchen. Die eiförmigen bis elliptischen Fiederblättchen besitzen einen glatten oder gezähnten Rand. Die Rhachis endet in einer in einer meist drei- oder fünfästigen Ranke. Die laubblattähnlichen Nebenblätter sind herzförmig und mit bis 10 cm größer als die Fiederblättchen.

Generative Merkmale[Bearbeiten]

In oft lang gestielten, traubigen Blütenständen stehen ein bis viele Blüten zusammen. Die Tragblätter sind klein und hinfällig und Deckblätter fehlen.

Die zwittrigen, zygomorphen, fünfzähligen Blüten besitzen eine doppelte Blütenhülle. Die fünf blattähnlichen, ungleichen Kelchblätter sind glockenförmig verwachsen, wobei mindestens zwei Kelchzähne höchstens doppelt so lang sind wie die Kelchröhre. Die fünf Krone ist oft weiß, seltener rot über rosafarben bis bläulich. Die genagelte Fahne ist verkehrt eiförmig. Die zwei Flügel sind mit dem Schiffchen verwachsen und größer als dasselbe. Es sind zehn Staubblätter vorhanden, wobei die Staubblattröhre ist nicht schief abgeschnitten und die Staubbeutel alle gleich sind. Der Fruchtknoten ist fast sitzend und enthält viele Samenanlagen. Der einwärts gekrümmte Griffel ist längs gefurcht, am oberen Ende leicht abgeflacht und bärtig behaart. Die Narbe ist klein.

Die lang elliptische, abgeflachte Hülsenfrucht enthält viele Samen. Die fast kugeligen Samen besitzen ein Hilum das von einem Arillus bedeckt ist.

Verbreitung[Bearbeiten]

Die Gattung der Erbsen ist im Mittelmeerraum und Kleinasien verbreitet. Pisum sativum wird weltweit in den Gemäßigten Zonen angebaut.

Systematik[Bearbeiten]

Die Gattung der Erbsen gehört zur Tribus Fabeae (Syn.: Vicieae) in der Unterfamilie der Faboideae innerhalb der Familie der Fabaceae.[1]

Der Gattungsname Pisum wurde 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum[2] erstveröffentlicht. Typusart ist Pisum sativum L.

Zur Gattung der Erbsen gehören aktuell nur zwei (oder drei) Arten:[3][1]

  • Pisum fulvum Sm.
  • Erbse (Pisum sativum L.): Es gibt fünf Unterarten:
    • Pisum sativum subsp. abyssinicum (A.Braun) Govorov
    • Pisum sativum subsp. asiaticum Govorov
    • Pisum sativum subsp. elatius (Steven ex M.Bieb.) Asch. & Graebn.: Es sind drei Varietäten beschrieben:
      • Pisum sativum subsp. elatius var. brevipedunculatum P.H.Davis & Meikle
      • Pisum sativum subsp. elatius (Steven ex M.Bieb.) Asch. & Graebn. var. elatius
      • Pisum sativum subsp. elatius var. pumilio Meikle
    • Pisum sativum L. subsp. sativum: Es sind drei Varietäten beschrieben drei Varietäten:
      • Pisum sativum subsp. sativum var. arvense (L.) Poir.
      • Pisum sativum subsp. sativum var. macrocarpon Ser.
      • Pisum sativum subsp. sativum L. var. sativum
    • Pisum sativum subsp. transcaucasicum Govorov

Alle Arten, Unterarten und Varietäten besitzen einen Chromosomensatz von 2n = 14 und sind voll fruchtbar miteinander kreuzbar.

Eine molekularphylogenetische Analyse der Tribus Fabeae hat kürzlich gezeigt, dass die Gattung Pisum in der Gattung der Platterbsen (Lathyrus) genestet liegt,[4] die Erbsen also stammesgeschichtlich korrekt als Platterbsen angesehen und bezeichnet werden müssen. Diese nomenklatorische Neukombination wurde jedoch bislang noch nicht vollzogen.

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Pisum im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland.
  2. Carl von Linné: Species Plantarum. Band 2, Lars Salvius, Stockholm 1753, S. 727, Digitalisat
  3. Bei ILDIS Pisum in Suchmaske eingeben. (abgerufen am 6. Juli 2010)
  4. Hanno Schaefer, Paulina Hechenleitner, Arnoldo Santos-Guerra, Miguel Menezes de Sequeira, R. Toby Pennington, Gregory Kenicer, Mark A. Carine: Systematics, biogeography, and character evolution of the legume tribe Fabeae with special focus on the middle-Atlantic island lineages. In: BMC Evolutionary Biology. Band 12, Nr. 250, 2012, S. 1–19, DOI:10.1186/1471-2148-12-250.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Erbsen (Pisum) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien