Pitchfork Media

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Pitchfork Media
Logo
www.pitchfork.com
Beschreibung Musikwebsite
Registrierung Nein
Sprachen Englisch
Eigentümer Pitchfork Media Inc.
Urheber Ryan Schreiber
Erschienen 1995
Status Aktiv

Pitchfork Media, oft nur Pitchfork (engl. ‚Mistgabel‘) genannt, ist eine täglich aktualisierte Website, deren Redakteure neue Musikveröffentlichungen rezensieren. Außerdem finden sich dort Neuigkeiten und Interviews aus der Musikwelt. Thematisch konzentriert sich die Seite auf Independent, Elektronische Musik, Singer-Songwriter und Hip Hop.

Pitchfork ist die im Independent-Bereich bekannteste Seite im Netz und die dort erscheinenden Rezensionen haben den Ruf, auch außerhalb des Internets Einfluss auf den Erfolg von Bands ausüben zu können.

Geschichte[Bearbeiten]

Der US-Amerikaner Ryan Schreiber aus Minneapolis gründete Pitchfork zunächst unter dem Namen Turntable im Jahr 1995. Ein Jahr später, 1996, erhielt das Projekt seinen heutigen Namen. Später zog das Projekt mit seinem Gründer nach Chicago.[1] Mittlerweile beschäftigt Pitchfork mehrere Rezensenten, Ryan Schreiber selbst schreibt kaum noch Rezensionen und beschäftigt sich hauptsächlich mit der Verwaltung der Website.

Einfluss auf die Musikwelt[Bearbeiten]

Pitchfork Media hat mittlerweile 170.000 Leser pro Tag und mehr als 1,3 Millionen verschiedene Besucher pro Monat. Wenn Pitchfork, das Musikalben auf einer Skala von 0.0 bis 10.0 bewertet, Bewertungen aus den Randbereichen der Skala vergibt, sorgt dies oft für Aufsehen. Nachdem Pitchfork 2004 das Debütalbum Funeral der zu dieser Zeit recht unbekannten kanadischen Band Arcade Fire mit einer Bewertung von 9.7 und einer äußerst begeisterten Rezension bewertete, machten viele die Webseite für den Erfolg der Band teilverantwortlich. Ähnliches gilt für andere Künstler wie Interpol,[2] Clap Your Hands Say Yeah, Tapes 'n Tapes oder Sufjan Stevens, die Pitchfork „entdeckt“ haben soll.[1]

Kritik[Bearbeiten]

Die Rezensenten von Pitchfork Media schreiben oft sehr direkt und scheuen sich nicht vor Verrissen. Dies und ein gewisser elitärer Grundton tragen dazu bei, dass die Seite nicht unumstritten ist. So gibt es mittlerweile mehrere Parodien im Netz, die den Schreibstil oder die überschwänglichen Kritiken, die Bands wie Radiohead bei Pitchfork erhielten, satirisch verzerren.[3]

Weitere Aktivitäten[Bearbeiten]

pitchfork.tv[Bearbeiten]

Als Reaktion auf den Niedergang des Musikfernsehens und die damit weiter zurückgehende Möglichkeit für Künstler aus dem Umfeld der alternativen und unabhängigen Musik, ihre Musikvideos zu zeigen[4], installierten die Betreiber von Pitchfork Media im April 2008 den Internet-Musiksender pitchfork.tv. Gezeigt werden dort Musikvideos, exklusive Live-Sessions und Dokumentationen.[5]

Musikfestivals[Bearbeiten]

2005 initiierte Pitchfork Media das zweitägige Intonation Music Festival im Union Park in Chicago mit den Headlinern Tortoise und The Decemberists. Seit 2006 veranstaltet Pitchfork Media am gleichen Ort das mittlerweile dreitägige Pitchfork Music Festival, das 2008 ausverkauft war und bei dem über 40 Künstler auftraten. Das Pitchfork Media Festival will sich nach eigenem Anspruch von überteuerten Festivals in beengten Räumlichkeiten absetzen.[6]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Lindsey Thomas: The Pitchfork Effect auf citypages.com (englisch)
  2. Review (9,5) "Turn on the bright lights" auf Pitchfork am 18. August 2001, aufgerufen am 11. März 2012.
  3. Die, Pitchfork, Die! The indie music site that everyone loves to hate. auf slate.com (englisch)
  4. About pitchfork.tv auf pitchfork.tv (englisch)
  5. Pitchfork.tv gestartet auf nerdcore.de
  6. General Info bei pitchforkmusicfestival.com (englisch)