Pittsburgh and Lake Erie Railroad

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Pittsburgh and Lake Erie Railroad (P&LE, PLE) war eine US-amerikanische Eisenbahngesellschaft in den Bundesstaaten Pennsylvania und Ohio. Sitz des Unternehmens war Pittsburgh. Die Eisenbahn hatte den Spitznamen „Little Giant" aufgrund ihrer Profitabilität trotz des kleinen Streckennetzes.

Streckennetz, Daten[Bearbeiten]

Das 650 km lange Streckennetz reichte von Pittsburgh über McKeesport nach Brownsville Junction und Connellsville im Süden und über Youngstown nach Shenango und Astabula im Norden. Herzstück der Linie nach Youngstown war die Brücke über den Ohio River nördlich von Pittsburgh. 1991 hatte die Gesellschaft eine Lokomotivbestand von 39 Lokomotiven und 3.174 Güterwagen.

Geschichte[Bearbeiten]

1875 wurde die Gesellschaft gegründet und vier Jahre später eröffnete die Strecke von Pittsburgh nach Youngstown. Im Wettbewerb mit der Pennsylvania Railroad um die Transporte für die Stahlindustrie in Pittsburgh erwarb Cornelius Vanderbilt, Eigentümer der konkurrierenden New York Central Railroad 15 % der Aktien der Gesellschaft.

1881 wurde für den Bau einer Strecke nach Süden zur Erschließung von Kohleminen durch die P&LE und die NYC gemeinsam die Pittsburgh, McKeesport & Youghiogheny Railroad (PMcK&Y, PMY) gegründet und später als Teil der P&LE betrieben.

Ab 1889 stand die P&LE unter der vollständigen Kontrolle der NYC und war vollständig in das System integriert. Sie diente vor allem dem Transport zwischen Pittsburgh und den Großen Seen.

Zusammen mit der Pennsylvania Railroad wurde 1900 die Monongahela Railroad gegründet, um eine Eisenbahnstrecke entlang des Monongahela Rivers zu bauen. 1965 erwarb die P&LE die Anteile der NYC. Die P&LE verkaufte ihre Anteile 1989 an Conrail.

Als der NYC-Nachfolger Penn Central 1970 in Konkurs ging, hatte diese 92,6 % der Aktien der P&LE und schuldete ihr 15 Mio $. Im Rahmen des Konkursverfahrens wurde die P&LE ab dem 27. Februar 1979 wieder ein unabhängiges Unternehmen. Später erhielt die Gesellschaft noch Streckenbenutzungsreche nach Ashtabula über Conrail-Gleise zugesprochen.

Sah es zuerst nach einem guten Start und einem erfolgreichen Unternehmen aus, machte die Krise der Pittsburgher Stahlindustrie Anfang der 1980er Jahre und die starke Konkurrenz der Conrail bald alle Pläne zunichte. Nachdem auch noch die Kohlegruben an der P&LE-Strecke nach Connellsville und entlang der Tochter Montour Railroad geschlossen werden mussten, sah sich die Gesellschaft zu Streckenstilllegungen gezwungen. Bald stand dann das gesamte Eisenbahnunternehmen zum Verkauf. Es gab verschiedene Interessenten, da jedoch die Gewerkschaften auf den Schutz der Einkommen der Beschäftigten bestanden, kam es zu keinerlei Einigung über den Verkauf.

Im Mai 1990 einigte sich die P&LE schließlich mit den Gewerkschaften über die zu zahlenden Abfindungen. Am 6. Juni 1990 wurde die P&LE an die Railroad Development Corporation verkauft.

Im Juli 1991 erwarb die CSX Transportation die rund 100 km lange Hauptstrecke von McKeesport über Pittsburgh bis New Castle, über die sie bereits seit Baltimore and Ohio Railroad-Zeiten Streckennutzungsrechte besaß. Der Untergang der Gesellschaft war jedoch nicht mehr aufzuhalten.

Am 11. September 1992 war der letzte Betriebstag. Die Strecken und Streckennutzungsrechte wurden durch die CSX-Tochter Three Rivers Railway erworben. Nach Ablauf einer Sperrfrist wurde die Gesellschaft am 17. September 1993 in den Gesamtkonzern fusioniert.

Tochtergesellschaften der Pittsburgh & Lake Erie Railroad[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Pittsburgh and Lake Erie Railroad – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien