Piz Beverin

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Piz Beverin
Piz Beverin vom Heinzenberg aus gesehen

Piz Beverin vom Heinzenberg aus gesehen

Höhe 2'997,5 m ü. M.
Lage Kanton Graubünden, Schweiz
Gebirge Alpen (Ostalpen)
Geographische Lage 746894 / 16860346.65259.35777777777782997.5Koordinaten: 46° 39′ 9″ N, 9° 21′ 28″ O; CH1903: 746894 / 168603
Piz Beverin (Schweiz)
Piz Beverin
Normalweg Über den Südhang
Ansicht von Sils im Domleschg
Steinbock auf einem Felsen kurz vor dem Gipfel des Beverins
Ostseite vom Schams aus gesehen
Beverin aus Nord-Nordwesten, von Cassons über das Vorderrhein- und das Safiental hinweg gesehen aus 25km Entfernung.
Blick auf den Beverin Pintg an der Südostflanke.

Der Piz Beverin ( [ˌpitsˈbɛvəʁin]?/i) ist einer der markantesten und beliebtesten Aussichtsberge in der Region Mittelbünden. Er bildet den nördlichen Abschluss der Schamser Decke zwischen Schams und Safiental. Im Osten flankt er an die Viamala. Der Berg bildet die natürliche Grenze zwischen den politischen Gemeinden Tschappina und Mathon GR.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

[Bearbeiten] Entstehung des Namens

Der Name Beverin kommt von „bovarinum“, welches wiederum vom Lateinischen „bos“ (Rind, Ochse) abgeleitet wird. Somit ist der Beverin der „Ochsenberg“.

[Bearbeiten] Erstbesteigung

Von den meisten Routen sind keine Erstbesteiger bekannt.

[Bearbeiten] Geologie

Der Piz Beverin gehört zusammen mit den Splügener Kalkbergen zur Schamserdecke und ist penninischen Ursprungs. Anders als die Splügener Kalkberge, welche vor allem aus Dolomit und marmorisiertem Kalkstein der Triaszeit bestehen, besitzt der Beverin eine Schichtfolge von Kalkstein, Marmor und Quarzit. Die Schamserdecke wurde bei der Alpenfaltung auf die unterliegenden Bündnerschiefer geschoben.

[Bearbeiten] Höhe

Die Spitze des Piz Beverin liegt gemäss Swisstopo (Blatt 1235, 1:25'000, 2003) auf 2'997,5 m ü. M.

[Bearbeiten] Routen zum Gipfel

Der Piz Beverin ist über verschiedene einfachere (Bergwanderweg) bis ziemlich schwere Routen erreichbar. Der Berg ist ebenfalls ein beliebtes Ski- und Snowboardtourenziel. Er wird üblicherweise vom Glaspass, von Mathon GR oder von Wergenstein aus begangen.

[Bearbeiten] Sommerrouten

[Bearbeiten] Durch die Westflanke

Wahrscheinlich der schönste Aufstieg auf den Beverin. Der Weg ist markiert, steil und teilweise ausgesetzt. Bei Eis und Nässe ist er heikel. Ab ca. Mitte Juni ist die Route eisfrei.

  • Schwierigkeit: T4 (weiss-blau-weiss markiert)
  • Zeitaufwand: 3.5 Stunden vom Glaspass (1'846 m)
  • Ausgangspunkt: Glaspass (1'846 m)

[Bearbeiten] Über den Südhang

Technisch am einfachsten. Führt über den weiss-rot-weiss markierten Bergwanderweg bis zur Beverin Lücke. Von dort über die gleiche Route wie durch die Westflanke.

  • Schwierigkeit: T3 (weiss-rot-weiss markiert)
  • Zeitaufwand: 3 Stunden von der Alp Tumpriv (2'114 m)
  • Ausgangspunkt: Mathon GR (1'547 m)

[Bearbeiten] Über den Südostgrat

Über den Beverin Pintg. Die Route ist auch im Winter begehbar und führt über eine etwa 10 m hohe Leiter.

  • Schwierigkeit: T3 (weiss-rot-weiss markiert)
  • Zeitaufwand: 3 Stunden von der Alp Tumpriv (2'114 m) bzw. von Mursenas (1'932 m)
  • Ausgangspunkt: Mathon GR (1'547 m)

[Bearbeiten] Über den Südwestgrat

Vom Carnusapass aus über den Runal zum Sattel 2'625 m und dann nordwärts zur Lücke. Anschliessend der Route über die Westflanke folgen.

  • Schwierigkeit: T4 (nicht markiert)
  • Zeitaufwand: 1.5 Stunden vom Carnusapass (2'605 m)
  • Ausgangspunkt: Mathon GR (1'547 m) oder Wergenstein (1'487 m)

[Bearbeiten] Über den Nordwestgrat

Nicht empfehlenswerte Route. Der Fels ist sehr brüchig und die (kurzen) Kletterstellen sind entsprechend heikel. Zudem muss damit gerechnet werden, dass Steinböcke Steinschlag auslösen.

[Bearbeiten] Über den Ostgrat

Von Thusis aus die direkteste Route. Wird heute kaum mehr begangen.

  • Schwierigkeit: T4 (nicht markiert)
  • Zeitaufwand: 7 Stunden von Thusis (697 m), 3,5 Stunden vom Scherenkopf (2'117 m)
  • Ausgangspunkt: Thusis (697 m)

[Bearbeiten] Literatur

  • Manfred Hunziker: Clubführer Bündner Alpen 2, Vom Lukmanier zum Domleschg. SAC Verlag, 5. Ausgabe 1996, ISBN 3-85902-154-0

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Piz Beverin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Meine Werkzeuge
Namensräume
Varianten
Aktionen
Navigation
Mitmachen
Drucken/exportieren
Werkzeuge
In anderen Sprachen