Piz Salteras

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Piz Salteras
Piz Salteras und Piz Val Lunga (v.l.n.r.) aufgenommen von Val Tschitta

Piz Salteras und Piz Val Lunga (v.l.n.r.) aufgenommen von Val Tschitta

Höhe 3'111 m ü. M.
Lage Kanton Graubünden, Schweiz
Gebirge Albula-Alpen
Dominanz 1,69 km → Piz Bleis Marscha
Schartenhöhe 220 m ↓ Sattel zwischen Piz Salteras und Piz da l’Antgierna da Salteras
Koordinaten 773669 / 17069046.6648333333339.70823111Koordinaten: 46° 39′ 53″ N, 9° 42′ 30″ O; CH1903: 773669 / 170690
Piz Salteras (Graubünden)
Piz Salteras
Erstbesteigung Andreas Ludwig und O. Hartmann, 3. August 1893
Windstation auf dem Piz Salteras

Windstation auf dem Piz Salterasbdep2


Der Piz Salteras ist ein Berg östlich von Tinizong-Rona und westlich von Preda im Kanton Graubünden in der Schweiz mit einer Höhe von 3'111 m ü. M. Der Gipfelstock besteht aus einer schwach gegliederten Schieferpyramide mit leicht begehbaren Geraten, daher ist er als Skigeberg beliebt. Der Name leitet sich vom lateinischen saltus ab, in der Bedeutung von Wald oder (hier, beim Hang oberhalb der Alp d’Err) Weideland.[1]

Lage und Umgebung[Bearbeiten]

Der Piz Salteras gehört zur Bleis Marscha-Gruppe, einer Untergruppe der Albula-Alpen. Über dem Gipfel verläuft die Gemeindegrenze zwischen Tinizong-Rona und Bergün/Bravuogn. Der Piz Salteras wird im Westen durch die Val d'Err, einem Nebental vom Oberhalbstein, und im Osten durch die Val Tschitta, einem Nebental vom Albulatal eingefasst.

Zu den Nachbargipfeln gehören der Piz Val Lunga (3'078 m) und der Piz Ela (3'339 m) im Norden sowie der Piz da l’Antgierna da Salteras (2'982 m), der Piz da Peder Bucs (3'002 m) und der Piz Bleis Marscha (3'128 m) im Süden.

Talorte sind Tinizong und Preda. Häufige Ausgangspunkte sind die Alp d’Err und Naz.

Windstation[Bearbeiten]

Auf dem Gipfel des Piz Salteras befindet sich eine von 160 Windstationen des Interkantonalen Mess- und Informationssystems (IMIS)[2]. Das System wird in Zusammenarbeit von Bund, Kantonen, Gemeinden, dem WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF sowie von weiteren Interessenverbände betrieben. Die dazugehörende Schneestation befindet sich nahe der Furschela da Tschitta, auf 2'725 m ü. M. Die Windstation misst jede halbe Stunde Windgeschwindigkeit (Mittel und Spitze), Windrichtung, Lufttemperatur und relative Luftfeuchtigkeit. Der Lawinenwarndienst sowie Sicherheitsbeauftragte der ganzen Schweiz werden so mit aktuellen Informationen aus entlegenen und/oder unzugänglichen Gebieten versorgt. Die Daten können auf der Webseite des SLF angeschaut werden.[3]

Routen zum Gipfel[Bearbeiten]

Sommerrouten[Bearbeiten]

Die Alpstrasse von Tinizong in die Val d’Err ist für den allgemeinen Motorfahrzeugverkehr gesperrt. Ein Wanderbus fährt jedoch jeweils dienstags und freitags von Savognin nach Pensa[4].

Über den Nordwestgrat[Bearbeiten]

  • Ausgangspunkt: Tinizong (1'232 m), Naz (1'747 m) oder Ela-Hütte (2'252 m)
  • Via: P. 2994 nördlich vom Piz Salteras
  • Schwierigkeit: L
  • Zeitaufwand: 6 Stunden von Tinizong, 4 Stunden von Naz oder 4 Stunden von der Ela-Hütte

Über den Südostgrat[Bearbeiten]

  • Ausgangspunkt: Tinizong (1'232 m) oder Naz (1'747 m)
  • Via: P. 2918 südöstlich vom Piz Salteras
  • Schwierigkeit: L
  • Zeitaufwand: 6 Stunden von Tinizong oder 4 Stunden von Naz
  • Alternative: Von Naz über den Nordostgrat

Über den Westgrat[Bearbeiten]

  • Ausgangspunkt: Tinizong (1'232 m)
  • Schwierigkeit: L
  • Zeitaufwand: 6 Stunden

Winterrouten[Bearbeiten]

Von Naz[Bearbeiten]

  • Ausgangspunkt: Naz (1'747 m)
  • Via: Nordgrat
  • Expositionen: E, NE
  • Schwierigkeit: ZS-
  • Zeitaufwand: 4 Stunden
  • Alternative: Über den Nordostgrat

Abfahrt nach Tinizong[Bearbeiten]

  • Ziel: Tinizong (1'232 m)
  • Via: Val Lunga-Couloir
  • Expositionen: W
  • Schwierigkeit: S-
  • Bemerkung: Sichere Verhältnisse vorausgesetzt (35°–45° steil)

Panorama[Bearbeiten]

360°-Panorama vom Piz Salteras
Hochauflösendes 360°-Panorama vom Piz Salteras

Galerie[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Manfred Hunziker: Clubführer, Bündner Alpen, Band VI - Vom Septimer zum Flüela 3. Auflage, Verlag des SAC, 2000, ISBN 3-85902-187-7, S. 243–244
  • Vital Eggenberger: Skitouren Graubünden Süd. Verlag des SAC, 2010, ISBN 978-3-85902-301-7, S. 120–122.
  • Landeskarte der Schweiz, Blatt 1236 Savognin, 1:25000, Bundesamt für Landestopographie, Ausgabe 2001

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Piz Salteras – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Manfred Hunziker: Clubführer, Bündner Alpen, Band VI – vom Septimer zum Flüela 3. Auflage, Verlag des SAC, 2000, ISBN 3-85902-187-7, S. 243
  2. IMIS – Interkantonales Mess- und Informationssystem. Website des WSL-Instituts für Schnee- und Lawinenforschung. Abgerufen am 1. August 2013.
  3. SLF > Schneeinfo > Messwerte > Wind- und Temperaturdaten > Nord- und Mittelbünden. Website des WSL-Instituts für Schnee- und Lawinenforschung. Abgerufen am 1. August 2013.
  4. Fahrplan Bike- & Wanderbus auf der Webseite der Ferienregion Savognin Bivio Albula, abgerufen am 15. November 2013