Pjatigorsk
| Stadt
Pjatigorsk
Пятигорск
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Pjatigorsk (russisch Пятигорск) ist eine Stadt in Russland mit 141.084 Einwohnern (2009) in der Region Stawropol und Verwaltungszentrum des Föderationskreises Nordkaukasus. Sie liegt etwa 600 Meter über dem Meeresspiegel an den Süd- und Südwesthängen des Berges Maschuk am Ufer des Flüsschens Podkumok.
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[Bearbeiten] Geschichte
Die heißen Quellen dieser Gegend waren bereits vor Jahrhunderten bekannt. 1780 wurde in der Nähe des heutigen Pjatigorsk die kleine Festung Konstantinogorsk angelegt, neben der sich allmählich eine Ortschaft bildete, die den Namen Gorjatschewodsk (wörtlich „Ort der heißen Wässer“) erhielt. 1803 wurden die Thermalquellen durch einen besonderen Erlass zur Kurgegend erklärt, und es begann der Bau von Kurorten, die bei der russischen Aristokratie beliebt wurden. 1830 wurde Gorjatschewodsk in Pjatigorsk (wörtlich „Stadt der fünf Berge“) umbenannt, und zwar nach dem fünfgipfeligen Berg Beschtau, dessen Name in der tatarischen Turksprache fünf Berge bedeutet.
Heute hat Pjatigorsk große Verwaltungs- und Wohnbauten, Hotels und Kureinrichtungen, es gibt dort ein Forschungsinstitut für Balneologie, wo die Kurmittel studiert und die wirksamsten Methoden ihrer Nutzung erarbeitet werden. Zusammen mit Jessentuki, Kislowodsk und Schelesnowodsk gehört Pjatigorsk zu den vier nordkaukasischen Mineralwasser-Kurorten (auch als Kawminwody („Kaukasische Mineralwässer“) bekannt; nicht dazu gehört jedoch – trotz des Namens – Mineralnyje Wody, wo es gar keine Mineralwasserquellen gibt). Die Umgebung und viele Sehenswürdigkeiten der Stadt erinnern an den Dichter Michail Lermontow, der Pjatigorsk mehrmals besuchte und dort am 27. Juli 1841 in einem Duell ums Leben kam. Die Gedenkstätte, die sich teilweise in dem Haus befindet, wo der Dichter die letzten Monate seines Lebens verbrachte, vermittelt einen Einblick in das Leben und Schaffen Lermontows, der in Russland zu den beliebtesten Dichtern gehört.
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Pendelbahn auf den Maschuk
Während des zweiten Weltkriegs war Pjatigorsk zeitweise von der Wehrmacht besetzt. Das Einsatzkommando 12 der Einsatzgruppe D hatte 1942 in der Stadt seinen Sitz.[1] Zahlreiche jüdische Einwohner der Stadt wurden ermordet.[2]
[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt
- Alexander Bernardazzi (1831–1907), Architekt
- Anna Alexandrowna Omarowa (* 1981), Kugelstoßerin
- Nikolai Sarudin (1899–1937), Dichter und Schriftsteller
- Joseph Trumpeldor (1880–1920), Zionist
[Bearbeiten] Weblinks
- Offizielle Webseite (russisch)
- Inoffizielle Webseite (russisch)
- Pjatigorsk auf mojgorod.ru (russisch)
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Jonathan Littell: Die Wohlgesinnten - Materialienband. Berlin 2006. S. 66
- ↑ [1] The Jewish Foundation for the Righteous: Russia // Kira Belkova
Verwaltungszentrum: Stawropol
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