Place d’Italie (Métro Paris)

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Metro-M.svg Place d’Italie
Die Station der Linie 5
Tarifzone 1
Linie(n) 05Paris m 5 jms.svg 06Paris m 6 jms.svg 07Paris m 7 jms.svg
Ort 13. Arrondissement
Eröffnung 24. April 1906

Place d’Italie ist eine unterirdische Station der Pariser Métro. Sie befindet sich im 13. Arrondissement unterhalb des kreisförmigen gleichnamigen Platzes, der Place d’Italie, und ist Treffpunkt der Métrolinien 5, 6 und 7. Die Station ist wichtiger Umsteigeknoten im Süden von Paris. Mit etwa 36.000 Fahrgästen täglich zählte die Station 2004 zu den zehn am stärksten frequentierten Stationen der Metro.[1]

Die Station wurde am 24. April 1906 mit Eröffnung der südlichen Verlängerung der Linie 2 Sud (heute Linie 6) in Betrieb genommen. Diese verkehrte damals auf dem Abschnitt Passy–Place d’Italie. Am 2. Juni 1906 wurde die Station der Linie 5 in Betrieb genommen und jene im Oktober 1907 mit Linie 2 Sud vereint, worbei die Linienbezeichnung 2 Sud aufgegeben wurde. Die neue Linie  5 ÉtoileGare du Nord war jahrelang die längste des Netzes.[2] Am 1. März 1909 wurde die Linie 6 zwischen den Stationen Place d’Italie und Nation eröffnet, der Abschnitt der Linie 5 zum Étoile wurde ihr während der Kolonialausstellung 1931 vorübergehend und am 6. Oktober 1942 endgültig zugeordnet.[3] Am 15. Februar 1930 kam der Stationsteil der Linie 7 hinzu, der bis zum 25. April 1931 vorübergehend von der Linie 10 befahren wurde.[4]

Die Station der Linie 5 weist einen gebogenen Mittelbahnsteig auf, die beiden anderen sind gerade und haben Seitenbahnsteige. Während die Stationen der Linien 5 und 6 nebeneinander versetzt unter dem südlichen Teil des Platzes und dem Boulevard Vincent Auriol liegen, werden deren Anlagen von der Linie 7, deren Stationsteil sich unter der Platzmitte befindet, rechtwinklig unterfahren.

Die Linie 5 besitzt unter dem Platz eine Endschleife, die sie sich bis Mai 1907 mit der Linie 2 Sud teilte.[5] Sie wird als solche nicht mehr befahren, die Züge wenden stumpf hinter der Station auf dem Gleis T.[6] Zwischen allen drei Linien existieren Gleisverbindungen, von der Schleife zweigen Gleise zur Betriebswerkstatt Ateliers d’Italie ab.[7]

Literatur[Bearbeiten]

  •  Gérard Roland: Stations de métro. D’Abbesses à Wagram. 2003, ISBN 2862533076.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Sommaire. S. 16, abgerufen am 16. Juli 2010 (PDF; 1,1 MB, französisch).
  2. Jean Tricoire: Un siècle de métro en 14 lignes. De Bienvenüe à Météor. La Vie du Rail, Paris 2004, ISBN 2-902808-87-9, S. 197
  3. Jean Tricoire: Un siècle de métro en 14 lignes. De Bienvenüe à Météor. La Vie du Rail, Paris 2004, ISBN 2-902808-87-9, S. 210
  4. Jean Tricoire: Un siècle de métro en 14 lignes. De Bienvenüe à Météor. La Vie du Rail, Paris 2004, ISBN 2-902808-87-9, S. 225
  5. Jean Tricoire: Un siècle de métro en 14 lignes. De Bienvenüe à Météor. La Vie du Rail, Paris 2004, ISBN 2-902808-87-9, S. 202
  6. Jean Tricoire: Un siècle de métro en 14 lignes. De Bienvenüe à Météor. La Vie du Rail, Paris 2004, ISBN 2-902808-87-9, S. 199
  7. Jean Tricoire: Un siècle de métro en 14 lignes. De Bienvenüe à Météor. La Vie du Rail, Paris 2004, ISBN 2-902808-87-9, S. 337
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Paris m 5 jms.svg Endstation
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Paris m 7 jms.svg Tolbiac
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48.83142.35562Koordinaten: 48° 49′ 53″ N, 2° 21′ 20″ O