Planck-Zeit

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Die Planck-Zeit beschreibt das kleinstmögliche Zeitintervall, für das die bekannten Gesetze der Physik gültig sind. Sie ergibt sich aus der Zeit, die Licht benötigt, um eine Planck-Länge zurückzulegen. Benannt wurde sie nach Max Planck.

Bei kleineren Zeitintervallen verliert die Zeit wahrscheinlich ihre vertrauten Eigenschaften als Kontinuum. Sie würde quantisieren, d. h. Zeit liefe unterhalb der Planck-Zeit in diskreten Sprüngen ab. Aus den bekannten physikalischen Gesetzen folgt, dass jedes Objekt, das einen Vorgang kürzer als in Planck-Zeit durchlebt, zu einem schwarzen Loch kollabiert. Dies deutet auf die Unvollständigkeit dieser Gesetze hin.

Die Planck-Zeit definiert daher auch den ersten Zeitpunkt nach dem Urknall, der physikalisch beschrieben werden kann.[1]

[Bearbeiten] Herleitung

Für die Planck-Zeit tp gilt die Abschätzung:[2]


   \begin{align}
      t_p &= \sqrt{ \frac {\hbar G}{c^5} } \\
          &\approx 5,391 \cdot 10^{-44} s \\
          &= 0,\,000\,000\,000\,000\,000\,000\,000\,000\,000\,000\,000\,000\,000\,000\,053\,91 s 
   \end{align}

Diese Formel verbindet die drei grundlegenden physikalischen Konstanten

Die Planck-Zeit ist daher ebenfalls eine fundamentale physikalische Konstante. Der Ausdruck für tp ergibt sich auch direkt aus der Forderung nach einem Produkt von Potenzen von G, c und \hbar, das die Dimension einer Zeit hat. Analoges gilt für die Planck-Länge und die Planck-Masse, die zusammen mit der Planck-Zeit das Einheitensystem bilden, das in relativistischen Quantentheorien zweckmäßigerweise verwendet wird.

[Bearbeiten] Physikalische Anwendung

Eine praktische Bedeutung der Planck-Zeit wurde noch nicht gefunden. Das kleinste derzeit messbare Zeitintervall liegt bei rund einer Femtosekunde (1 · 10-15 s).[3]

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Harald Lesch und Harald Zaun: Die kürzeste Geschichte allen Lebens. Piper, 2. Auflage, München 2008, Abschnitt Als der Zeitpfeil das Weite suchte, ISBN 978-3-492-05093-7, verfügbar auf einer Webseite von Spektrum der Wissenschaft, zuletzt geprüft am 7. April 2011
  2. Karl-Heinz Spatschek: Astrophysik. Eine Einführung in Theorie und Grundlagen. Teubner, Wiesbaden 2005, Seite 66 ISBN 3-519-00452-6, in Teilen verfügbar bei Google bücher, zuletzt geprüft am 7. April 2011
  3. Hubert Goenner: Einsteins Relativitätstheorien. Raum, Zeit, Masse, Gravitation. C.H. Beck, 5. Auflage, München 2005, Seite 14 unten, ISBN 3-406-45669-3, in Teilen verfügbar bei Google bücher, zuletzt geprüft am 7. April 2011
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