Plandampf
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Plandampf bedeutet die Bespannung von Regelzügen mit Dampflokomotiven und oft auch zeitgenössischem Wagenmaterial. Diese Idee entstand Ende der 80er Jahre. Von den Verantwortlichen mussten zu Anfang nur die Mehrkosten für den Dampflokeinsatz getragen werden. Der Hintergrund war der, dass es auf dem Gebiet der DDR noch viele betriebsfähige Dampfloks gab, die Infrastruktur vielerorts noch vorhanden war (Drehscheiben, Wasserkräne, Bekohlungsanlagen, Besandungsanlagen...) und die meist niedrige Höchstgeschwindigkeit den Einsatz von Dampfloks zuließ.
Plandämpfe gibt es heute immer seltener , und das hat zwei Gründe: zum Einen geht die für den Dampfbetrieb notwendige Infrastruktur bei Streckenmodernisierungen regelmäßig verloren. Das kann man mittlerweile auch in Ostdeutschland sehr deutlich erkennen, wo der Plandampf zu Beginn der 90-er Jahre noch verhältnismäßig häufig anzutreffen war. Zum Anderen wird nach den Streckenmodernisierungen die Geschwindigkeit nach oben gesetzt und der Fahrplan entsprechend danach ausgelegt, so dass Dampflokomotiven ganz einfach nicht mehr mithalten können. Wenn es doch einmal gelingt , eine solche Veranstaltung zu organisieren, werden dann zumeist Personenzüge gefahren. In Zukunft jedoch werden derlei Veranstaltungen immer seltener durchgeführt werden können, so dass man früher oder später mit dem endgültigen Aus des Plandampfes wird rechnen müssen.
- Siehe auch: Museumsbahn

