Plasmahalbwertszeit

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Als Plasmahalbwertszeit, fallweise auch als Eliminationshalbwertszeit bezeichnet, definiert man diejenige Zeitspanne, die nach intravenöser Verabreichung zwischen der Maximalkonzentration eines Arzneistoffes im Blutplasma bis zum Abfall auf die Hälfte dieses Wertes verstreicht. Dieser Parameter stellt eine wichtige Kenngröße in der Pharmakokinetik dar und wird häufig mit dem Symbol t½ angegeben.

Wird der Arzneistoff durch die Leber abgebaut, so ergibt sich meist ein exponentieller Ablauf der Arzneistoffkonzentration über die Zeit, der mit folgender Gleichung beschrieben werden kann:

C_{t} = C_{0} e^{-kt} \,

  • Ct Konzentration nach der Zeit t
  • C0 Anfangskonzentration (t=0)
  • k Eliminationskonstante

Die Beziehung zwischen der Eliminationskonstante und der Halbwertszeit ist durch folgende Gleichung beschrieben:

k = \frac{\ln 2}{t_{1/2}} \,

Obige Zusammenhänge gelten nur nach intravenöser Verabreichung im Ein-Kompartiment-Modell (d. h. es findet keine Verteilung in „tiefere” Kompartimente statt). In allen anderen Fällen (etwa auch nach extravasaler Verabreichung) wird die Plasmahalbwertszeit zu möglichst späten Zeiten aus der Konzentrations-Zeit-Kurve bestimmt um verfälschende Einflüsse der Absorption und/oder Verteilung gering zu halten.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]