Plattschweifsittiche (Tribus)

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Plattschweifsittiche
Singsittich (Psephotus haematonotus)

Singsittich (Psephotus haematonotus)

Systematik
Reihe: Landwirbeltiere (Tetrapoda)
ohne Rang: Sauropsida
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Papageien (Psittaciformes)
Familie: Eigentliche Papageien (Psittacidae)
Tribus: Plattschweifsittiche
Wissenschaftlicher Name
Platycercini

Die Plattschweifsittiche (Platycercini) sind eine Tribus aus der Ordnung der Papageien (Psittaciformes). Zu ihnen werden 13 Gattungen mit insgesamt 36 Arten gerechnet, darunter die Wellensittiche (Melopsittacus) und die mit der Tribus gleichnamige Gattung Plattschweifsittiche i.e.S. (Platycercus). Drei Arten sind ausgestorben. Plattschweifsittiche sind überwiegend im australischen Raum, auf Neuseeland und einigen umliegenden Inseln beheimatet.

Systematik[Bearbeiten]

Die systematische Stellung der Plattschweifsittiche ist noch nicht abschließend geklärt. Einige Taxonomen sehen in ihr eine Unterfamilie. DNA-Untersuchungen weisen darauf hin, dass es sich bei den Plattschweifsittichen um eine Gattungsgruppe handelt, die so alt ist wie die der Kakadus und der Loris. Dann zählen möglicherweise auch die Prachtsittiche sowie die Königssittiche und die Rotflügelsittiche zu dieser Gruppe [1]. Sollte sich diese Einordnung durchsetzen, werden die Grassittiche (Neophema) und wahrscheinlich die Singsittiche (Psephotus) in eine eigene Tribe gestellt, nämlich die der Neophemini. [1]

Erscheinungsmerkmale[Bearbeiten]

Zu den Plattschweifsittichen zählen einige der bekanntesten australischen Papageienarten. Die meisten Arten weisen einen langen und stufigen Schwanz auf. Allen gemeinsam ist ein schwarzer, grauer oder hornfarbener Schnabel. Es gibt dagegen keine Art, die einen roten Schnabel aufweist. Die Wachshaut ist entweder völlig oder teils unbefiedert. Bei den meisten Arten ist der Geschlechtsdimorphismus nur gering ausgeprägt.

Gattungen und Arten[Bearbeiten]

Belege[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Miyaki, C. Y.; Matioli, S. R.; Burke, T. & Wajntal, A.: Parrot evolution and paleogeographical events: Mitochondrial DNA evidence. In: Molecular Biology and Evolution. 15, Nr. 5, 1998, S. 544–551.

Literatur[Bearbeiten]

  • Nigel J. Collar: (in) Handbook of the Birds of the World, Vol. 4. Auflage 1997. Lynx Edicions, Barcelona.
  • Joseph M. Forshaw: Parrots of the World. Auflage 1989. Weldon & Associates Pty Ltd., Australia.
  • Joseph M. Forshaw: Australische Papageien, illustriert von William T. Cooper, übersetzt von Rainer Niemann und Dieter Vogels, Band 2, Auflage 2002. Arndt, Bretten 2003, ISBN 3-9808245-2-7.
  • Joseph M. Forshaw, Frank Knight (Illustrator): Parrots of the World. An Identification Guide. Princeton University Press, Princeton 2010, ISBN 978-0-691-14285-2.
  • Dieter Hoppe: Biologie und Pflege der Plattschweifsittiche. Sonderheft 1986 (6); Die Voliere. Schaper Verlag, Hannover.
  • Klaus Immelmann und Dieter Vogels: Die australischen Plattschweifsittiche. Auflage 1989. Ziemsen Verlag, Wittenberg.
  • Tony Juniper and Mike Parr: Parrots. Auflage 1998. Pica Press, Sussex.
  • Franz Robiller: Papageien. Vol.., Auflage 1997. Ulmer Verlag, Stuttgart.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Platycercini – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien