PlayStation Portable
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Dies ist die letzte gesichtete Version, freigegeben am 9. Mai 2008.
Der Entwurf enthält Änderungen an Vorlagen/Dateien, die auf eine Sichtung warten.
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| PSP | |
|---|---|
| Hersteller | Sony Computer Entertainment |
| Typ | tragbare Spielkonsole |
| Generation | 7. Generation |
| 12. Dezember 2004 | |
| 24. März 2005 | |
| 1. September 2005 | |
| Hauptprozessor | 32bit-RISC Prozessor mit 1-333 MHz |
| Grafikprozessor | 166 MHz |
| Speichermedien | UMDs |
| Nachfolger | PlayStation Portable Slim & Lite |
| Info | Offizielle europäische Webseite |
PlayStation Portable (PSP) (tragbare PlayStation) ist der Name einer Handheld-Konsole von Sony Computer Entertainment. Am 12. Dezember 2004 erschien diese Konsole in Japan (dortiger Preis 20.000 Yen (ca. 145 Euro) für das Standard-Pack und 25.000 Yen (ca. 180 Euro) für das Value-Pack) und am 24. März 2005 in den USA. In den USA werden derzeit nur Value-Packs für 249 US-Dollar (ca. 210 Euro, Preis ohne Steuern) verkauft. Der aktuelle Verkaufspreis in Europa beträgt 159,90 Euro. Die aktuelle Modellversion ist die PlayStation Portable Slim & Lite.
Seit dem 1. September 2005 ist das Gerät in Europa erhältlich, in Deutschland zu einem Einführungspreis von ca. 249 Euro für das Value-Pack. Wurde das Gerät auf der offiziellen europäischen PSP-Website registriert, erhielt man bis vor kurzem als kostenlose Beigabe den Film Spider-Man 2 auf Universal Media Disc (UMD). Nun wird eine UMD-Tasche (für fünf UMDs) und manchmal ein Schlüsselband statt Spider-Man 2 ausgeliefert.
Zur Markteinführung in Deutschland wurden 75.000 Geräte ausgeliefert – entgegen zunächst anderslautender Berichte wurden diese jedoch nicht innerhalb weniger Tage durchverkauft; Sony bestätigte in einem Update, dass lediglich die Auslieferungsmenge „ausverkauft“ in Bezug auf die Auslieferungen sei, man jedoch keinerlei Rückmeldung von den Händlern bezüglich der Durchverkaufsraten habe.
Das „Value-Pack“ enthält neben der eigentlichen PSP weiteres Zubehör: eine Tasche, einen Memory Stick (32 MB), einen Tragegurt bzw. ein Schlüsselband für Vorbesteller, Kopfhörer mit Fernbedienung, eine Demo-UMD (Universal Media Disk) und ein Reinigungstuch.
Durch die multimedialen Fähigkeiten zählt die PSP auch zu den Portable Media Playern.
Inhaltsverzeichnis |
Technische Daten/Übersicht
- Abmessungen: ca. 170 mm × 74 mm × 23 mm
- Gewicht: ca. 280 g (inklusive Akku)
- Prozessor: 32-bit-Dual-CPU (MIPS 32R2, System-Taktfrequenz 1–333 MHz, 128-bit-Bus). 2,6 Gigaflops Leistung.
- Arbeitsspeicher: 32 MiB DRAM/32 MiB eDRAM. 2,4 GB/Sekunde Datendurchsatz.
- Grafikprozessor: 166 MHz, gefertigt mit 90-nm-Technologie
- Grafikspeicher: 2 MiB eDRAM bei 512 Bit Busbreite
- Display: 95 × 54 mm, 4,3 Zoll, 16:9 Widescreen TFT-LCD, 480 × 272 Pixel (16.777.216 Farben), Max. 200 cd/m² (mit Helligkeits-Kontrolle), 850:1 Kontrast
- Lautsprecher: eingebaut, Stereo
- Netzwerkanbindung: IEEE 802.11b (Wi-Fi)
- USB 2.0
- Memory Stick (Pro) Duo: Dient als Speichermedium für WMA/MP3/ATRAC3/3GP-Dateien, Bilder, MPEG4- oder H.264-Videos und Spielstände. 32 MB bis 8 GB erhältlich.
- IrDA (Infrarot-Schnittstelle) (diese wird zur Zeit offiziell noch nicht unterstützt, kann allerdings mit Hilfe von Homebrew zur Bedienung eines Fernsehers benutzt werden)
- Laufwerk: UMD (nur lesend)
- Arten der Datenträger: UMD, Sony Memorystick Duo
- Kopfhörer- und Fernbedienungsstecker
- Knöpfe, Bedienelemente: Richtungsknöpfe (Hoch/Runter/Rechts/Links), sog. Analog-Nub, Eingabetasten (Dreieck, Kreis, Kreuz, Quadrat), je eine L- und R-Schultertaste, START, SELECT, HOME, POWER On/Hold/Standby/Off Schalter, Helligkeitsregler, Tonmodus, Lautstärke +/-, Wireless LAN Ein/Aus Schalter, UMD Auswurf
- Stromversorgung: einfach wechselbarer Lithium-Ionen Akku (3,6 V; 1800 mAh), Wechselstrom-Adapter (100 V bis 240 V Eingang; 5 V, 2 A Ausgang zum Aufladen des Akkus)
- Zugangskontrolle: Regionalcode und Kindersicherung per PIN
- Herstellungsort: Volksrepublik China
Die Akku-Laufzeit beträgt bei Spielen zwischen 3 und 6 Stunden. Beim Abspielen von Musik, die sich auf dem Memory Stick befindet, hält der Akku etwa 20 Stunden, wenn der Bildschirm ausgeschaltet ist.
Firmware
Die Firmware bietet die Basisfunktionen der Playstation Portable. Zurzeit umfassen diese die Systemkonfiguration, das Ansehen von Fotos, das Anhören von Musik, das Ansehen von Videos, Verwaltung der Speicherstände und das Browsen mithilfe des Webbrowsers. Für diese Funktionen wird keine UMD oder ein anderes Programm benötigt. Sony versucht durch regelmäßige Firmwareupdates mit neuen Funktionen, die Käufer dazu zu bringen das Update zu installieren. Diese Updates können entweder aus dem Internet geladen oder von einer UMD installiert werden. Ein Grund für die ständigen Firmwareupdates ist inoffiziell die Homebrew-Community. Diese versucht ständig neue Möglichkeiten zu finden, selbstgeschriebene Programme auszuführen. Dies versucht Sony zu verhindern, da es durch diese Sicherheitslücken auch möglich ist, kopierte Spiele in Form eines Speicherabbildes auszuführen. Dadurch ist ein regelrechter Zweikampf zwischen Sony und der Homebrew-Community entstanden und es gibt mittlerweile monatliche Firmwareupdates. Momentan finden inoffizielle Firmwares eine sehr große Beliebtheit unter den Homebrew-Benutzern, da diese die Funktionen von neuen Firmwares bieten aber im Gegensatz zu den offiziellen auch selbstgeschriebene Software ausführen und es ermöglichen eigene Videos in voller Auflösung vom Memory-Stick abzuspielen. Ein Buchstabencode auf der Verpackung gibt an, welche Firmware auf der gekauften Konsole installiert ist.[1]
Seit Firmware 2.60 beinhaltet die PSP auch einen RSS-Feed-Leser, mit dem man allerdings ausschließlich Podcasts herunterladen kann. Ab Firmware 2.70 ist es auch möglich, die Podcasts auf eine Speicherkarte abzuspeichern. Außerdem wurde die Möglichkeit hinzugefügt, auf Videopodcasts zuzugreifen. Die RSS-Streams werden mit dem eingebauten Webbrowser abonniert und Podcasts werden mittels des Podcatchers direkt über die eingebaute WLAN-Schnittstelle aktualisiert und die Folgen heruntergeladen. Es ist dazu keine weitere Software nötig. Die Firmware 3.80 erweitert die PSP um die Funktion Internetradio mittels WLAN zu empfangen.
Gestaltung der PSP
System-Design
Im Gegensatz zu herkömmlichen Konsolen, ist es möglich seine PSP zu personalisieren. Dies ist je nach Firmware bzw. Homebrew verschieden gut möglich. So kann man bei der herkömmlichen Firmwares bis Version 3.52 lediglich das Hintergrundbild einstellen.
Durch den Einsatz von sogenannten Custom Firmwares und ab Firmware-Version 3.70 ist es dem PSP Nutzer auch möglich das Aussehen der PSP-Software sowie einzelne Funktionen seinen Wünschen anzupassen. Die Veränderungen sind dabei nicht nur optischer Natur, wie zum Beispiel bei den so genannten Themes. Auch Die vorgegebenen Links zu den einzelnen Funktionen der Benutzeroberfläche sind veränderbar.
Zu den optischen Veränderungen zählen unter anderem das Ändern der Icons, Batterieanzeige, Bootlogos, Gameboots oder Lautstärkeanzeige.
Diese Anpassungen lassen sich bei Custom-Firmwares durch Ändern der RCO-Systemdateien der PSP erzielen. Dabei haben die RCO-Dateien verschiedene Aufgaben. Hier ein paar Beispiele, welche Dateien unter anderem welche Systemelemente beinhalten:
opening_plugin.rco – Bootwave und Gamebootlogo
topmenu_plugin.rco – Icons des Menüs
system_plugin_fg.rco – Batterieanzeige und Ladeanzeige
system_plugin_bg.rco - Die Wave im Hintergrund
impose_plugin.rco – Lautstärkeanzeige
system_plugin.rco – Informationsleiste und Tastentöne der PSP
Es gibt noch viele weitere RCO-Dateien, dies soll nur eine kleine Aufzählung zu Beispielszwecken sein.
Doch auch die Anordnung der einzelnen Elemente sowie die Tastentöne der PSP lassen sich verändern. Nahezu jeder Aspekt des Menüs ist austausch- oder anpassbar was es dem Benutzer erlaubt seine PSP so individuell wie möglich zu gestalten.
Die optischen Anpassungen lassen sich selbst erstellen oder im Internet auf spezialisierten Webseiten downloaden.
Das Editieren dieser Dateien gestaltet sich mit Hilfe des RCO-Editors recht einfach. So ist es mit diesem Programm und einem Bildbearbeitungsprogramm seiner Wahl möglich bereits viele Bildelemente der RCO-Dateien zu verändern und in das Menü der PSP einzupassen.
Weiterhin ist es durch ersetzen von Systemdateien möglich den Menüeinträgen der PSP andere Funktionen zuzuordnen.
Ein Beispiel hierfür ist das Ersetzen des Netzwerkupdates durch ein Plugin welches die PSP neu startet.
Bei Firmwares, egal ob Custom-Firmware oder offizielle Firmware, ab Version 3.70 ist das Benutzen von Themes außerdem mit Hilfe von ".ptf"-Dateien möglich. Diese kann man entweder direkt bei Sony downloaden oder mit einem von Sony veröffentlichten Programm namens "Custom Theme Maker" erstellen.
Bei Hintergrundbildern kann man sich zweierlei Arten bedienen.
- Voreingestelltes Hintergrundbild von Sony, das je nach Monat die Farbe ändert, und mit Wellen unterlegt ist. Die Farben in den jeweiligen Monaten sehen so aus:
| Monat | Januar | Februar | März | April | Mai | Juni | Juli | August | September | Oktober | November | Dezember |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Farbe |
- Andererseits kann man eigene Bilder als Hintergrundbild einstellen. Optimal ist es, wenn die Bilder eine Auflösung von 480x272 Pixel haben. Dies ist aber erst ab der Firmware 2.00 möglich. Viele Seiten bieten Bilder in solchen Formaten an, selbst Sony bietet solche Bilder zum Download an.
Zusätzliche Hardware
Der Funktionsumfang der PSP lässt sich durch den Kauf von Zubehör weiter erhöhen:
Akku
Neben den originalen PSP-Akkus gibt es auch Akkus von Drittanbietern. Diese unterscheiden sich in den Varianten, da es sie in externer, aber auch interner Form gibt. Die externen Akkus werden an den "Rücken" der PSP geheftet und laden durch ein Kabel den Originalakku in der PSP.
Seit Anfang Sommer 2007 ist es möglich, mithilfe von modifizierten Akkus (Pandora) und vorbereiteten Memorysticks jede vorhandene PSP beliebig zu flashen, auch wenn sie aufgrund einer Firmwarebeschädigung (auch Brick genannt) nicht mehr hochfährt. So ist es möglich, auch ältere Firmware-Versionen aufzuspielen (downgrade) und somit auch neuere PSPs Homebrew-fähig zu machen.
Kamera & Mikrofon
Die PSP-Kamera ist seit einiger Zeit auch in Deutschland erhältlich, Kostenpunkt ca. 50 EUR. Mit der Kamera lassen sich nicht nur Fotos, sondern auch Videos in relativ guter Qualität aufnehmen.[2] Mit der mitgelieferten Software kann man die Videos auch gleich bearbeiten.
TV-Tuner
Ausschließlich für die neue PSP Slim & Lite wird in Japan seit dem 20. September ein TV-Tuner ausgeliefert. Dieser ermöglicht den Empfang des in Japan ausgestrahlten Digitalfernsehens im OneSeg-Format. Ob der TV-Tuner auch in Europa für das hier im noch im Test-Stadium befindliche DVB-H oder für DVB-T erhältlich sein wird, ist noch unklar.
UMD – Universal Media Disc
Die Universal Media Disc (UMD) wurde für die PSP entwickelt und ist von der Größe vergleichbar mit einer MiniDisc. Sie ist genau wie eine MiniDisc von einem Kunststoffgehäuse geschützt, welches an der Einschnittstelle für den Laser allerdings völlig ungeschützt ist. Die UMD hat jedoch, bedingt durch Ihren DVD-ähnlichen Aufbau, eine deutlich höhere Speicherkapazität von bis zu 1,8 GigaByte, was wohl auch in Zukunft noch viele Möglichkeiten offen lässt, da alle für die PSP entwickelten Spiele im Durchschnitt einiges unter 1 GigaByte Volumen liegen - der größte UMD-Inhalt liegt bei ca. 1,46 GB ("Test Drive Unlimited").
Sony versucht die UMD als neuen und sicheren Videostandard für mobile Medien zu etablieren, bisher ist Sonys PSP jedoch das einzige Gerät mit einem UMD-Laufwerk. Zudem gaben große Filmgesellschaften wie Warner Bros. erst kürzlich bekannt, dass man größtenteils aus dem UMD-Geschäft aussteigen wolle. Grund seien die schwachen Absatzzahlen der Datenträger.
Derzeit gibt es weder UMD-Brenner noch UMD-Rohlinge. Das Kopieren des Inhaltes einer UMD ist schon möglich, aber nur mit einem Homebrew-Programm und somit nur bei einer PSP mit Firmware 1.5 oder einer OE Firmware.
Des weiteren ist es nicht einmal den Spieleproduzenten möglich, selbst UMDs herzustellen. Diese erhalten mit dem SDK einen speziellen Brenner, der eine Master-DVD erstellt, welche Sony übergeben wird und dann exklusiv bei Sony auf UMD gebracht wird.
Downgrade
Während bei einem Upgrade-Vorgang die PSP-Firmware aktualisiert wird (aufwärts), wird durch einen Downgrade das Gegenteil bewirkt - hier wird meistens die Firmware 1.50 angepeilt, von der aus es möglich ist, jedes Homebrew-Programm auszuführen und somit jede beliebige Firmware auf die PSP aufzuspielen. Da ein Downgrade direkt auf den Flash-Speicher zugreift, kann die PSP bei einem Fehler "bricken" - d.h., dass der Inhalt des Flash-Speichers so beschädigt wird, dass ein vollständiger Systemstart nicht mehr möglich ist. Hier unterscheidet man zwischen einem Semi-Brick und einem Full-Brick, wobei Letzterer nur durch das Ersetzen des Chipsatzes oder dem Anwenden der Pandora-Methode (siehe unten) wieder rückgängig gemacht werden kann.
Um einen Downgrade zu ermöglichen, benötigt man eine Methode, auf den Speicher der PSP zuzugreifen.
Ein Beispiel hierfür ist der Downgrade der Firmware 3.03: Durch das Starten des Spieles GTA Liberty City Stories bei angeschaltetem WLAN und speziell bespieltem Memory-Stick wird ein Bug ausgenutzt, der über ein modifiziertes Savegame einen Buffer-Overflow bewirkt und dadurch den direkten Zugriff auf den RAM der PSP ermöglicht. Durch den Einsatz eines temporären Patches ist es nun möglich, Homebrew auf der PSP bis zu deren Ausschalten zu starten - der Downgrade auf die Firmware-Version 1.50 kann vorgenommen werden. Als diese Methode bekannt wurde, schloss Sony diese Sicherheitslücke, allerdings wurde es möglich, mit einer bestimmten Version des Spieles "Lumines" wieder auf den RAM zuzugreifen und einen Downgrade zu ermöglichen.
Inzwischen hat sich eine Methode manifestiert, mit der man jede Firmware downgraden oder jede noch so sehr gebrickte PSP wieder reparieren kann - sie wird "Pandora's Battery" genannt, die Methode funktioniert sowohl bei der alten PSP als auch bei der neueren "Slim&Lite". In eine funktionierende PSP wird ein originaler Akku und ein speziell vorbereiteter Memory Stick eingelegt, durch die Ausführung eines Programmes vom Memory Stick wird der Akku so modifiziert, dass er eine gebrickte PSP in eine Art "Servicemodus" zu versetzen - er wird nun als "JigKick" bezeichnet. Der Flash-Speicher, welcher die Firmware und somit das gesamte Betriebssystem beinhaltet, wird nun beim Start des Gerätes durch einen Kurzschluss geleert und eine bestimmte Anwendung wird vom Memory Stick aus gestartet. Die zuvor ebenfalls auf den Stick gespielte gewünschte Firmware kann nun installiert werden. [3] Der Akku der "Classic" läßt sich in beiden Modellen in den Servicemodus versetzen und es ist möglich, beide PSPs zu "unbricken". Andersherum geht es nicht: der Akku der "Slim + Lite" funktioniert in beiden Fällen nur in der Slim.
Erst durch den Downgrade wird es möglich, Homebrew auf der PSP auszuführen.
Homebrew und Urheberrechtsverstöße
Nach einer ungewöhnlich kurzen Zeit gelang es Entwicklern, auf der japanischen PSP eigenen Code auszuführen, da es bei der Firmware 1.00 keine Limitationen und bei 1.50 einige Sicherheitslücken gab. Dadurch war es möglich, selbstgeschriebene (Homebrew) und portierte Software (vor allem Emulatoren) zu entwickeln. Es existieren beispielsweise bereits Emulatoren für N64, Game Boy, NES, SNES, Amiga und andere Spielkonsolen sowie ab 3.00 FW von Sony eigenständiges entwickeltes PSone emulator. Des weiteren existiert eine Portierung des PC-Emulators Bochs, auf der Windows ausgeführt werden kann.
Die Möglichkeit, eigenen Code auszuführen, mag interessant für Hobbyentwickler sein, für Sony stellt dies aber ein heikles Thema dar, da es potentiell auch möglich ist, illegale Kopien von UMD-Originalen von einem MemoryStick mit einem sogenannten "ISO-Loader" zu laden. Durch die Maßnahme, das Abspielen eines neuen Spiels erst ab einer bestimmten Firmware-Version zu ermöglichen, versucht Sony weiterhin Sicherheitslücken zu schließen und die Anzahl von Schwarzkopien einzudämmen. Jedoch haben Programmierer der "Szene" bisher in fast jeder Version eine Sicherheitslücke gefunden, die es ermöglichte, eigenen Code auszuführen. Mittlerweile wurden die ursprünglichen "ISO-Loader" durch modifizierte Firmwares ersetzt. Diese basieren auf den original Firmwares von Sony (und bieten daher auch alle Features), ermöglichen jedoch das Starten von Sicherheitskopien direkt aus dem PSP-Menü ohne die Verwendung zusätzlicher Software. Seit der Version 3.03 OE-A ist es sogar möglich, jegliche PSX-ISOs mit dem integrierten Emulator zu starten, während die Original-Firmware nur das Starten von gekauften ISOs aus dem PS3-Store zulässt.
Entgegen der verbreiteten Annahme, ist es nicht illegal, seine PSP zu modifizieren um eigenen Programmcode auszuführen. Auch der Einsatz von diversen Hilfsprogrammen ist legal, solange kein Urheberrechtsverstoß vorliegt. So ist es z.B. erlaubt selbstgeschriebene oder freie Programme auf einer modifizierten PSP auszuführen. Schwarzkopien von urheberrechtlich geschützten Medien sind allerdings definitionsgemäß illegal.
Videokonvertierung für PSP
Um auf der PSP eigene Filme abspielen zu können, muss man die Videos in das MPEG-4-Format konvertieren. Sony bietet ein etwa zehn Euro teures Programm namens Sony Image Converter an, dessen Funktionsumfang aber nur auf das Video kodieren für die Playstation Portable eingeschränkt ist. Es lassen sich bis zu vier Qualitätsstufen für die zu konvertierenden Videos auswählen, welche danach sofort auf die angeschlossene Playstation Portable kopiert werden. Jedoch existiert auch andere Software, die nicht auf die Videokonvertierung für die PSP beschränkt ist und dieselbe Funktionalität wie der Sony Image Converter bietet (wie z.B. XviD4PSP).
Während die Bildschirmauflösung von 480x272 (130.560 Bildpunkte) beim Abspielen von gekauften Filmen auf UMD voll unterstützt wird, hat Sony beim Abspielen vom Memorystick ein Limit eingebaut. Die Maximalauflösung selbst erstellter Videos beträgt 76.800 Bildpunkte. Das Seitenverhältnis kann dabei variieren, solange die Gesamtzahl der Bildpunkte diesen Wert nicht übersteigt. Die eingebaute Zoom-Funktion (Seitenverhältnis kann optional fixiert werden) erlaubt die volle Ausnutzung des Bildschirms. Die maximale Bitrate der Videospur ist 1500 Kbit/s und die der Audiospur beträgt 128 Kbit/s. Zwar ist das Bild bei der niedrigeren Auflösung unschärfer, jedoch reicht bei dieser Auflösung eine Videobitrate von 400–700 kbit/s aus, um einen Spielfilm von etwa 95 Minuten Länge so zu komprimieren, dass er auf einen Memorystick mit 512 MB Speicherkapazität passt. Die Einschränkung der Bitrate ist seit der inoffiziellen Firmware 3.03 OE-B von Dark_AleX entfernt.
Mit der offiziellen Firmware 3.30 unterstützen einige wenige Video-Profile auch die volle Auflösung von 480x272.
Kritik
Sony wurde bereits sowohl von der Seite der Entwickler als auch der Gemeinde stark kritisiert. Hersteller wie EA kritisierten Sony, da sie der Meinung sind, Sony würde nicht genug für die Entwickler tun, und somit die Tür zu neuen Möglichkeiten schließen. Als Beispiel führen Entwickler gerne die UMD an. [4]
Seitens der Gemeinde wird vor allem kritisiert, dass Sony die Veröffentlichungstermine nicht immer einhält. So war beispielsweise der GPS-Empfänger für Ende 2006 in Europa angekündigt, ist jedoch bis heute nicht erschienen. Der nächste Veröffentlichungstermin war für Februar 2008 angesetzt. Auch wird kritisiert, dass Sony es nicht erlaubt, Homebrew auf der PSP auszuführen und so vielen Hobby-Programmierern nicht die Möglichkeit gibt, Programme oder Minispiele für die PSP zu entwickeln. Dies ist einer der Hauptgründe für die große Verbreitung von Customfirmwares, die es erlauben Homebrew auszuführen.
PlayStation Portable Slim & Lite
- Hauptartikel: PlayStation Portable Slim & Lite
Auf der E3 2007 zeigte Sony eine überarbeitete PlayStation Portable. Sie wurde am 7. September 2007 unter dem Namen „PlayStation Portable Slim & Lite“ veröffentlicht. Die wesentlichen Neuerungen sind: Ein um 33% reduziertes Gewicht, eine um 19% reduzierte Dicke, UMD-Cache, verbessertes UMD-Laufwerk, aufladen per USB-Kabel möglich und 64 MB Arbeitsspeicher, das heißt doppelt so viel wie die alte PSP. Dies ermöglicht z.B. schnelleres Laden von Videos und großen Internetseiten. Außerdem besitzt sie einen Video-Ausgang, um Fotos oder Videos am TV-Gerät zu betrachten: mit einem TV-Gerät mit Progressive Scan und einem Spezialkabel kann der Bildschirminhalt auch während des Spielens auf dem TV-Gerät ausgegeben werden.[5]
Literatur
- Nico Jurran (2005): „Eine Scheibe für alle Fälle. Filme auf Universal Media Disc“ in: c't, ISSN 0724-8679, 21. Jahrgang (2005), Nr. 18, Seite 35, auch online.
Quellen
- ↑ Zuordnung Buchstabe/Firmwareversion
- ↑ PSP-Kamera Test bei YouTube
- ↑ Die Pandora-Methode
- ↑ Kritik von EA an Sony
- ↑ offizielle Beschreibung der PSP Slim & Lite
Weblinks
Offizielle Webpräsenz
Sonstige Seiten
Stationär: PlayStation | PlayStation 2 | Playstation 3 | PSX
Portabel: PlayStation Portable | PlayStation Portable Slim & Lite

