Pleidelsheim

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Pleidelsheim
Pleidelsheim
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Pleidelsheim hervorgehoben
48.9588888888899.205197Koordinaten: 48° 58′ N, 9° 12′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: Ludwigsburg
Höhe: 197 m ü. NHN
Fläche: 10,18 km²
Einwohner: 6219 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 611 Einwohner je km²
Postleitzahl: 74385
Vorwahl: 07144
Kfz-Kennzeichen: LB, VAI
Gemeindeschlüssel: 08 1 18 063
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Marbacher Straße 5
74385 Pleidelsheim
Webpräsenz: www.pleidelsheim.de
Bürgermeister: Ralf Trettner
Lage der Gemeinde Pleidelsheim im Landkreis Ludwigsburg
Erdmannhausen Erdmannhausen Remseck am Neckar Schwieberdingen Marbach am Neckar Marbach am Neckar Marbach am Neckar Marbach am Neckar Oberstenfeld Oberstenfeld Mundelsheim Mundelsheim Affalterbach Asperg Benningen am Neckar Besigheim Besigheim Bönnigheim Erligheim Freudental Gemmrigheim Großbottwar Großbottwar Hessigheim Löchgau Murr (Gemeinde) Murr (Gemeinde) Pleidelsheim Pleidelsheim Steinheim an der Murr Tamm Walheim Ingersheim Freiberg am Neckar Bietigheim-Bissingen Bietigheim-Bissingen Ditzingen Eberdingen Kornwestheim Möglingen Oberriexingen Sersheim Vaihingen an der Enz Sachsenheim Korntal-Münchingen Ludwigsburg Markgröningen Hemmingen Gerlingen Kirchheim am NeckarKarte
Über dieses Bild

Pleidelsheim ist eine Gemeinde im Landkreis Ludwigsburg etwa acht Kilometer nördlich der Kreisstadt Ludwigsburg.

Geographie und Klima[Bearbeiten]

Durchschnittliche jährliche Niederschlagsmenge in Pleidelsheim 711 mm
Wiesental zwischen Pleidelsheim und Ingersheim, im Hintergrund Pleidelsheim

Pleidelsheim liegt in einem weiten, flachen Tal rund acht Kilometer nördlich von Ludwigsburg und 21 Kilometer nördlich von Stuttgart im Naturraum Neckarbecken. Eine unbewohnte Exklave im Hardtwald bei Rielingshausen wird dem Naturraum Schwäbisch-Fränkische Waldberge zugerechnet.[2] Das Gemeindegebiet erstreckt sich auf 10,18 km² Fläche. Der tiefste Punkt des Ortes ist bei 182 m, der höchste bei 243 m ü. NN. Die Nachbargemeinden sind Murr, Freiberg am Neckar, Ingersheim, Mundelsheim und Höpfigheim (Stadtteil von Steinheim an der Murr). Der Ort liegt in einer Neckarschlinge und wird von dem Bach Riedbach durchflossen, der am westlichen Ortsrand in den Neckar mündet. Entlang des Neckars erstrecken sich die Naturschutzgebiete Altneckar und Pleidelsheimer Wiesental, die durch ihre Flussauen und Feuchtbiotope geprägt sind. Zu Pleidelsheim gehört ein Gemeindewald von 186 ha, der als Exklave im östlichen Teil des Kreisgebiets liegt.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Zu Pleidelsheim gehören das Dorf Pleidelsheim, das Gehöft Sonnenhof und das Laufwasserkraftwerk sowie der abgegangene Ortsteil Kuchenbach-St. Anna. Ein Gewann südlich von Pleidelsheim wird immer noch St. Anna genannt.[3] Zu Pleidelsheim gehört seit 1553 zudem ein Teil des Hardtwaldes bei Rielingshausen.

Geschichte[Bearbeiten]

Schuhförmige Keramikgefäße aus dem wohlhabenden Frauengrab Nr. 140 des fränkisch-alamannischen Gräberfeldes (um 539-555 n. Chr.)

Bereits vor Römern, Kelten und Germanen siedelten in der fruchtbaren Pleidelsheimer Senke die Menschen der Steinzeit.[4] Der Ort selbst geht auf eine fränkisch-alemannische Gründung des 6./7. Jahrhundert zurück. Namensgeber ist ein gewisser Blidolf, dessen Gehöft auf dem heutigen Gemeindegebiet lag (im Bereich der heutigen Mundelsheimer Straße). In alten Chroniken und Karten lautet der Ortsname deshalb zumeist „Blidolvsheim“ (genau: 972 Blidoluesheim, 12. Jahrhundert Blidelssheim, 1300 Blidolfishain). Zwischen dem 5. und dem 7. Jahrhundert wurde ein fränkisch-alemannischer Reihengräberfriedhof am nördlichen Ortsrand angelegt. Bei Ausgrabungen 1969[5] und 1989/90 wurden über 250 Gräber gefunden.

Pleidelsheim wurde erstmals im Jahre 794 im Lorscher Codex urkundlich erwähnt. Dank dem Bestreben von König Karl dem Großen, seine Besitztümer exakt verzeichnen zu lassen, wurde die Gemeinde Pleidelsheim am 19. Oktober 794 in einem Besitzverzeichnis des Klosters Lorsch vermerkt. Der Ort wechselte mehrmals seinen Besitzer: 972 zum Hochstift Speyer, Anfang des 12. Jahrhunderts zum Kloster Hirsau, 1245 an das Stift Backnang und schließlich 1455 an Württemberg. Im 12. Jahrhundert gehörte der Ort zum Einflussbereich der Staufer.

Aus der Blütezeit des Ortes im 16. und 17. Jahrhundert stammen viele historische Gebäude. Für das Jahr 1587 ist eine Feldkapelle zur Heiligen Anna bezeugt. Im Juli 1693 befand sich hier das französische Hauptquartier.

Bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts war Pleidelsheim ausschließlich von der Landwirtschaft geprägt. 1960 gab es noch 171 land- und forstwirtschaftliche Betriebe, 1974 jedoch nur noch 71. Heute sind es noch 15 landwirtschaftliche Betriebe mit einer Fläche von mindestens 2 ha.[6] Hauptsächlich wurde Getreide angebaut, aber auch Tabak. Der ab 1709 bedeutende Tabakanbau kam 1991 zum Erliegen. Ab 1724 wurde Mais angebaut und seit 1929 wird in Pleidelsheim viel Spargel angebaut.[7] Die Einführung der Dreifelderwirtschaft ermöglichte eine Verbesserung der landwirtschaftlichen Produktion. Es gibt heute elf Aussiedlerhöfe.

Pleidelsheim gehörte von 1463 bis 1938 zum Oberamt Marbach. Seither ist es Teil des Landkreises Ludwigsburg.

Religionen[Bearbeiten]

Seit Einführung der Reformation im 16. Jahrhundert ist Pleidelsheim vorwiegend evangelisch geprägt (Mauritiuskirche aus dem 12. Jahrhundert). 39,23 % der Bürger sind evangelisch, 27,64 % katholisch. Erst mit den Vertriebenen zu Ende des Zweiten Weltkrieges kamen auch Katholiken in den Ort. Die Katholische Kirche wurde daher 1955 erbaut (St. Petrus und Paulus). Des Weiteren gibt es eine evangelisch–methodistische Kirchengemeinde. Mit der Fatih-Moschee gibt es auch ein muslimisches Gotteshaus.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Einwohnerentwicklung seit 1871[8]
Jahr Einwohner davon
männliche
Einwohner
in Prozent
davon
ausländische
Einwohner
in Prozent
1871 1225 45,87
1900 1135 46,34
1933 1029 49,17
1950 1602 46,94
1961 2282 49,91 3,19
1965 3130 51,56
1972 4061 49,34 12,48
1982 4171 49,10
1992 5226 48,14 16,76
1998 6028 49,92 17,71
2002 6256 48,59 17,08
2006 6239 48,74 17,07

Politik[Bearbeiten]

Das neue Rathaus von Pleidelsheim

Gemeinderat[Bearbeiten]

Nach der letzten Kommunalwahl am 7. Juni 2009 hat der Gemeinderat 14 Mitglieder. Die Wahlbeteiligung lag bei 54,74 %. Die Wahl brachte folgendes Ergebnis:

  Wir – Bürger für Pleidelsheim     4 Sitze  (25,29 %)
  Freie Wählervereinigung Pleidelsheim e.V. 3 Sitze (22,65 %)
  CDU 3 Sitze (21,05 %)
  SPD 3 Sitze (20,99 %)
  Offene Grüne Liste 1 Sitz (10,02 %)

Vorsitzender des Gemeinderates ist der Bürgermeister. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt.

Bürgermeister[Bearbeiten]

  • 1925–1945: Hermann Keller
  • 1948–1960: Hermann Keller
  • 1960–1982: Eberhard Siegle
  • 1982–1998: Erwin Paulus
  • 1998–2001: Ulrich Bahmer
  • seit 2001: Ralf Trettner

Wappen und Flagge[Bearbeiten]

Das Wappen zeigt in Gold zwei schräg gekreuzte schwarze Doppelhaken. Als Marksteinzeichen diente früher ein B (gemäß der alten Schreibweise, s. o.). Im Gemeindesiegel erscheint später ein einzelner Doppelhaken. 1937 „verdoppelte“ die Gemeinde ihre Wappenfigur, womit das heutige Wappen entstand.

Die Gemeindeflagge ist rot-weiß und wurde am 13. September 1954 verliehen. Dabei wurden bewusst Farben gewählt, die von denen des Gemeindewappens abwichen, um die Flagge von der Landesflagge zu unterscheiden.

Partnerschaften[Bearbeiten]

Fertöszentmiklós in Ungarn ist seit 1987 Partnergemeinde von Pleidelsheim.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Museen[Bearbeiten]

In Pleidelsheim gibt es das Krauser-Gedächtnis-Zweiradmuseum und seit 1998 ein Evangelisches Kirchenmuseum im Pfarrhaus.

Musik[Bearbeiten]

Der GSV Pleidelsheim e. V. betreibt in seiner Gesangsabteilung mehrere Chöre. Durch den Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr gibt es zwei aktive Blaskapellen. An der Jugendmusikschule Freiberg a.N./Pleidelsheim e. V. werden verschiedene Instrumente, Gesang, Schauspiel und Ballett gelehrt.

Bauwerke[Bearbeiten]

Mauritiuskirche
  • Die romanische Mauritiuskirche wird 1300 erstmals erwähnt. Sie weist einen mächtigen Wehrturm aus dem 14. Jahrhundert auf, der als Wahrzeichen Pleidelsheims gilt und schon von weitem sichtbar ist. Er ist einer der ältesten erhaltenen Kirchtürme in der Region. Die Kirche selbst wurde in ihrer Geschichte mehrmals umgebaut und erweitert; ihre heutige Gestalt erhielt sie im Jahre 1586 von Georg Beer. Der wuchtige, flachgedeckte Sandsteinbau besitzt im Innern eine große Empore, die mit Bildtafeln aus dem 17. Jahrhundert geschmückt ist. Aus derselben Zeit wie die Gemälde stammt auch die Kanzel.
  • In unmittelbarer Nähe der Mauritiuskirche befinden sich das Pfarrhaus (Fachwerkbau aus dem 17. Jahrhundert), die Mühle (ehemalige Kelter, Steinhaus von 1511), der Gasthof Ochsen (um 1600), der Hasenhof (1586 umgebaut) sowie zahlreiche andere historische Fachwerkbauten des 16. und 17. Jahrhundert. Das Alte Rathaus von 1613 befindet sich in der Ortsmitte inmitten der Hauptstraße.
  • Im Gemeindewald östlich des Ortes liegt die Gedenkstätte Russischer Friedhof. Im Zweiten Weltkrieg wurde dort ein Zwangsarbeiterlager errichtet, in dem polnische, sowjetische und französische Gefangene beim Bau der Autobahn Stuttgart-Heilbronn und in umliegenden Industriebetrieben Zwangsarbeit verrichten mussten. Dabei verloren elf von ihnen das Leben und wurden dort bestattet.[9] Zeitweilig diente das Barackenlager auch als Seuchenlager des nahen Durchgangslagers Bietigheim.
  • Auf dem Friedhof an der Hauptstraße steht das Friedhofstürmle, Teil eines Totenhauses aus dem 17. Jahrhundert.

Skulpturen und Brunnen

Taubedenkmal vor dem Alten Rathaus
  • Taubedenkmal vor dem Pleidelsheimer Alten Rathaus stellt die beiden Brüder Erich und Axel von Taube dar, die als Freiwillige am Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 teilnahmen und in der Schlacht von Champigny am 2. Dezember 1870 gefallen sind. Das Denkmal wurde der Gemeinde 1885 von dem Bildhauer Ludwig von Hofer geschenkt, da sein Vater in Pleidelsheim geboren worden war.
  • Rathausbrunnen, im Jahr 1971 zur Neuerrichtung des Rathauses von Jörg Failmezger gestalteter Brunnen aus Beton.
  • Gänsebrunnen am Hindenburgplatz, eingeweiht 1987 (Jörg Failmezger).
  • Spargelbrunnen an einem Gebäude in der Beihinger Straße, eingeweiht 1988 (Jörg Failmezger).
  • Froschbrunnen, in der Friedrichstraße, eingeweiht 1990 (Jörg Failmezger).
  • Skulpturengruppe Hirsebäuche, am Rathaus Pleidelsheim, eingeweiht 1994 (Jörg Failmezger).

Naturdenkmäler[Bearbeiten]

  • Das Naturschutzgebiet Altneckar (ausgewiesen 1979, Natura 2000 Gebiet) ist ein nicht für die Schifffahrt veränderter Abschnitt des Neckars.
  • Das Naturschutzgebiet Pleidelsheimer Wiesental (ausgewiesen 1977, Natura 2000 Gebiet), ein ehemaligen Baggersee, schließt sich an den Altneckar an. Viele Tier- und Pflanzenarten haben hier einen hervorragenden Lebensraum gefunden, wie 23 Fischarten im Neckar, rund 79 Wildbienen- sowie 120 Vogelarten. Daher wurde dieser Bereich zum Vogelschutzgebiet erklärt. Das Pleidelsheimer Wiesental umfasst das Naturdenkmal Kiesweiher.
  • Der Bachlauf mit Feuchtbiotop Riedbachaue wurde 1994 zum geschützten Grünbestand erklärt. Er ist identisch mit dem Naturdenkmal Feuchtgebiet am Riedbach
  • Die Silberlinde am Kirchplatz war ein Naturdenkmal, allerdings musste sie 2008 gefällt werden und wurde durch eine neue, junge Linde ersetzt.[10]
  • Die Stieleiche beim Oberen Gemeindewald ist ein Naturdenkmal.
  • Landschaftsschutzgebiet Neckartal zwischen Benningen und Großingersheim mit angrenzenden Gebieten (1985)
  • Landschaftsschutzgebiet Neckartal zwischen Großingersheim und Hessigheim mit Umgebung (ausgewiesen 1989)
  • Landschaftsschutzgebiet Hardtwald, Kaisersbachtal, Rohrbachtal, Benning und Harzberg sowie Bottwartal zwischen Großbottwar und Kleinbottwar mit angrenzenden Gebieten (1989)[11]

Sport[Bearbeiten]

Der GSV Pleidelsheim e. V. verfügt über zwei Fußballmannschaften. Die 1. Mannschaft spielt in der Bezirksliga Enz-Murr, die 2. Mannschaft in der Kreisliga B. Die Jugendfußball-Abteilung hat elf Jugendmannschaften im Spielbetrieb. Ferner unterhält der Verein ein große Turnabteilung.

Auf dem Gemeindegebiet gibt es ein Segelfluggelände und weitere Sportstätten, wie eine Reithalle und Tennisplätze.

Kulinarische Spezialitäten[Bearbeiten]

Pleidelsheim ist für seinen Spargelanbau bekannt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Pleidelsheim besitzt seit 1964 ein Gewerbegebiet.

Das Laufwasserkraftwerk am Neckar, das 1915 durch die Elektrizitätswerk Beihingen-Pleidelsheim AG erbaut wurde, gehört heute zur Süwag Energie AG. Nach mehreren Umbauten hat es heute eine Leistung von 4.400 kW; seine mittlere Jahresstromerzeugung beträgt rund 30 Millionen Kilowattstunden.[12]

Verkehr[Bearbeiten]

Pleidelsheim ist über die Bundesautobahn 81 an das überregionale Straßennetz angebunden.

Umweltzone[Bearbeiten]

In Pleidelsheim gilt seit dem 1. Juli 2008 die Feinstaubplakettenpflicht, da im Jahr 2007 der Grenzwert für den PM-10-Tagesmittelwert nicht eingehalten wurde.[13] Das Industriegebiet Pleidelsheim und die ortsnahe Ortsumfahrung sind von der Umweltzone ausgenommen.[14]

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

  • Die 1911 von Gottlob Gussmann gegründete Matratzenfabrik gehört heute zur femira Schlafsysteme GmbH.
  • Die Greiner GmbH stellt Spezialstühle, wie Friseurstühle, her.
  • Die Firma Parker Hannifin GmbH & Co. KG (O-Ring Division Europe) beschäftigt in Pleidelsheim etwa 300 Mitarbeiter in der Produktion von Dichtungen.
  • Die Spang GmbH stellt Produkte aus Keramik, wie Übertöpfe und Vasen her.

Medien[Bearbeiten]

In Pleidelsheim erscheinen einmal wöchentlich die Pleidelsheimer Nachrichten, das Amtsblatt der Gemeinde Pleidelsheim.

Über aktuelle Ereignisse in Pleidelsheim berichten u. a. die Bietigheimer Zeitung, die Ludwigsburger Kreiszeitung, die Marbacher Zeitung und die Stuttgarter Zeitung.

Bildung[Bearbeiten]

Mit der Friedensschule hat Pleidelsheim eine eigene Grundschule mit etwa 300 Schülern in 12 Klassen.[15] Darüber hinaus gibt es drei öffentliche Kindergärten, einen privaten und einen Waldkindergarten. Die weiterführende Schulen befinden sich in der Oscar-Paret-Schule in Freiberg am Neckar.

Ver- und Entsorgung[Bearbeiten]

Energieversorgung[Bearbeiten]

Das Strom- und Gasnetz in der Gemeinde wird von der Syna GmbH betrieben, die in Pleidelsheim auch eine 110/20-kV-Umspannanlage betreibt.

Wasserversorgung[Bearbeiten]

Pleidelsheim hatte früher im Vergleich zu den meisten anderen Gemeinden im Landkreis Ludwigsburg eine beachtlich große Anzahl an Pumpbrunnen. Neben elf öffentlichen Pumpbrunnen gab es auch noch etwa 100 Privatbrunnen. Dies lag an der Tallage des Ortes und dem daraus resultierenden hohen Grundwasserstand. Die erste zentrale Wasserversorgung wurde 1928 eingerichtet.[16]

Heute ist das Pleidelsheimer Trinkwasser Mischwasser aus Eigenwasser und Bezug von der Bodensee-Wasserversorgung.

Abwasser- und Abfallentsorgung[Bearbeiten]

Das Abwasser wird in der Bietigheimer Sammelkläranlage Nesselwörth gereinigt.

Die Abfallentsorgung wird von der Abfallverwertungsgesellschaft des Landkreises Ludwigsburg mbH (AVL) übernommen, einer 100 %-igen Tochtergesellschaft des Landkreises Ludwigsburg. Die AVL ist beauftragt, die Aufgaben zur Vermeidung, Verwertung und Beseitigung von Abfällen im Auftrag des Landkreises Ludwigsburg zu erfüllen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

  • 1801, Ludwig von Hofer, † 1887, württembergischer Hofbildhauer
  • 1900, Hermann Keller, † 1975, Altbürgermeister
  • 1902, Karl Langeneck, † 1997, Sängerfunktionär
  • 1904, Daniel Pfeiffer, † 1991, Schulrektor

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Weitere Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Literatur zur Ortsgeschichte:

  • Pleidelsheimer Dorfgeschichte, Daniel Pfeiffer, Gemeindeverwaltung Pleidelsheim; erschienen in 32 Bänden zwischen 1972 und 1980.
  • Pleidelsheimer Heimatbuch, aus Anlaß des 1200jährigen Jubiläums im Jahre 1994, Manfred Brix, Thomas Schulz, Horb am Neckar: Geiger, 1994
  • Pleidelsheim: Bilder aus vergangenen Tagen, Burghard Rudolph, Horb a.N.: Geiger, 1986
  • Geschichte der Dorfkirche Mauritius in Pleidelsheim, Daniel Pfeiffer, Ludwigsburg: Ungeheuer & Ulmer, 1956.
  • Zwangsarbeit im Nationalsozialismus – Bedeutung und Funktion des Durch- gangslagers für „ausländische Arbeitskräfte“ in Bietigheim mit seinen Krankensammellagern in Pleidelsheim und Großsachsenheim, Christine Axmann, Stuttgart, Univ., Magisterarbeit, 2004
  • Einwohnerbuch für den Kreis Marbach: umfassend die Oberamtsstadt Marbach, die Städte Beilstein und Großbottwar; und die Bezirksgemeinden Affalterbach, Allmersbach, Auenstein, Burgstall, Erbstetten, Erdmannshausen, Gronau, Hof und Lembach, Höpfigheim, Kirchberg, Kleiaspach, Kleinbottwar, Mundelsheim, Murr, Nassach, Oberstenfeld, Ottmarsheim, Pleidelsheim, Rielingshausen, Schmidhausen, Steinheim, Weiler zum Stein, Winzerhausen und die dazu gehörenden Weiler und Höfe, Marbach: Remppis, 2. Ausg., 1936.

Literatur zum Gräberfeld:

  • Das alamannisch-fränkische Gräberfeld bei Pleidelsheim, Ursula Koch, Theiss, Stuttgart 2001
  • Zahn- und Kieferbefunde an Schädeln des frühmittelalterlichen Gräberfeldes von Pleidelsheim, Kreis Ludwigsburg, Andreas Kleinsteuber, Gießen 2004
  • Das alamannisch-fränkische Gräberfeld von Pleidelsheim, Kr. Ludwigsburg: Texte der Ausstellung vom 6. 11. – 18. Dezember 1994 im Rathaus Pleidelsheim, Rotraut Wolf, Württembergisches Landesmuseum, 2001

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Naturräume Baden-Württembergs. Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg, Stuttgart 2009
  3. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band III: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverband Mittlerer Neckar. Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-004758-2. S. 408–410
  4. http://www.pleidelsheim.de/netshaking/29.411/
  5. vgl. Rainer Christlein: Ausgrabungen des frühmittelalterlichen Ortsgräberfeldes von Pleidelsheim, Kreis Ludwigsburg. In: Denkmalpflege in Baden-Württemberg, 4. Jg. 1975, Heft 3, S. 101–106 (PDF)
  6. http://www.statistik.baden-wuerttemberg.de/SRDB/home.asp?H=7&U=01&R=GE118063
  7. http://www.zeit.de/1973/22/schwaben-spargel
  8. http://www.statistik.baden-wuerttemberg.de/SRDB/home.asp?H=BevoelkGebiet&U=02&T=&K=118
  9. Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation, Bd.I, Bonn 1995, S. 69, ISBN 3-89331-208-0
  10. http://www.pleidelsheim.de/netshaking/77.1255/
  11. http://www.pleidelsheim.de/netshaking/27.435/
  12. http://www.suewag.com/strom-aus-wasserkraftwerke-pleidelsheim.html
  13. Luftreinhalte-Aktionsplan für den Regierungsbezirk Stuttgart – Teilplan Pleidelsheim
  14. http://www.pleidelsheim.de/netshaking/77.1260/
  15. http://www.friedensschule.pleidelsheim.de/unsere_schule/schulprofil/schulprofil.htm
  16. Infotafel an der Station "Pumpbrunnen" des Historischen Dorfrundgangs in Pleidelsheim.
  17. http://www.jochen-neumann.net/heimat/pdf/schillers_vorfahren_hoeser.pdf

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Pleidelsheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien