Plejaden (Mythologie)

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Europäischer Kulturkreis[Bearbeiten]

Die Plejaden. Gemälde von Elihu Vedder, 1885, Metropolitan Museum of Art, New York.

Die Plejaden galten in der griechischen Mythologie als Nymphen beziehungsweise als Töchter des Atlas und der Okeanide Pleione. Durch ihre Abstammung von Atlas werden sie auch als Atlantiden bezeichnet. Ihre Namen lauten:

  1. Alkyone, Halcyone: durch Poseidon die Mutter des Hyrieus und der Aithusa, die Anführerin ihrer Schwestern
  2. Asterope oder Sterope: durch Ares die Mutter des Oinomaos oder dessen Ehefrau
  3. Elektra: durch Zeus die Mutter des Dardanos und des Iasion
  4. Kelaino: durch Poseidon die Mutter des Lykos
  5. Maia: durch Zeus die Mutter des Hermes, die der Kallisto nahestand
  6. Merope: durch Sisyphos die Mutter des Glaukos
  7. Taygete: durch Zeus die Mutter des Lakedaimon, des Stammvaters der Spartaner

Sie wurden auch als die jungfräulichen Begleiterinnen der Artemis bezeichnet, die Orion über die Wiesen Böotiens verfolgte, bis sie in Tauben (peleiades) verwandelt und als Sternbild in den Himmel versetzt wurden (s. Plejaden).

Nach einer anderen Erzählung nahmen sich alle aus Betrübnis über den Tod ihres Bruders Hyas zusammen mit ihren Schwestern, den Hyaden, das Leben, bevor sie in den Himmel erhoben wurden.

Als Tauben seien die Plejaden ausgeflogen, um Zeus die Ambrosia zu bringen. Dabei mussten sie durch jenes Felsentor fliegen, das auch die Argo passieren musste - die Plegades oder Symplegaden. Eine dieser Tauben habe diesen Durchflug immer mit ihrem Leben bezahlt - und sei von Zeus jeweils ersetzt worden - vielleicht um das „Siebengestirn“ vollständig zu halten.

Merope, die einzige Plejade, die einen Sterblichen heiratete, hatte großen Anteil daran, dass Sisyphos einst aus dem Hades wieder zurückgeschickt wurde, schämte sich aber letztlich ob dieser Verbindung so, dass sie am Himmel schwächer als ihre Schwestern leuchtet.

Außereuropäischer Kulturkreis[Bearbeiten]

Six Blackfeet Chiefs - Paul Kane

Die Blackfoot waren nomadische Jäger und Sammler. Sie wohnten in kleinen Gruppen in Tipis aus Bisonfellen. Zu Jagdzügen schlossen sich manchmal einige Gruppen oder gar ein gesamter Unterstamm zusammen. Für die Blackfoot-Indianer war das Sternbild der Plejaden von entscheidender Bedeutung. Der Stand der Plejaden zu Beginn der Trockenzeit war das Startsignal für eine aufwendige Treibjagd der riesigen Bisonherden. Sind dann die Plejaden am Sternenhimmel verschwunden, sind auch die Bisons verschwunden. In einer mythischen Sage mit sieben Waisenkindern spiegelt sich die Erfahrung von dem gemeinsamen Auftauchen und Verschwinden der Plejaden und der Bisons wider. Der Sage nach nahmen sieben Waisenkinder, denen man einst wärmende Bisonfelle verwehrt hatte, zur Strafe der Menschen die Bisons mit sich. Der Sonnengott rettete die Kinder und gab ihnen einen Platz am Sternenhimmel. Hunde baten durch das Anheulen des Nachthimmels für die Dorfbewohner. Schließlich kehrten die Kinder mit den Bisons zurück.[1]

Siehe auch[Bearbeiten]

Die Plejaden im Sternbild Stier.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Plejaden – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Das Rätsel der Harmonie. Alles hat seine Ordnung – auch die Unordnung. In: Terra X: Faszination Universum, ZDF, 29. September 2013.