Podbořany

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Podbořany
Wappen von Podbořany
Podbořany (Tschechien)
Paris plan pointer b jms.svg
Basisdaten
Staat: Tschechien
Region: Ústecký kraj
Bezirk: Louny
Fläche: 6015,3258[1] ha
Geographische Lage: 50° 14′ N, 13° 25′ O50.22611111111113.410555555556320Koordinaten: 50° 13′ 34″ N, 13° 24′ 38″ O
Höhe: 320 m n.m.
Einwohner: 6.302 (1. Jan. 2014) [2]
Postleitzahl: 438 01 - 441 01
Kfz-Kennzeichen: U
Verkehr
Straße: Kadaň - Plzeň
Bahnanschluss: Plzeň–Duchcov
Struktur
Status: Stadt
Ortsteile: 13
Verwaltung
Bürgermeister: Radek Reindl (Stand: 2013)
Adresse: Mírová 615
441 01 Podbořany
Gemeindenummer: 566616
Website: www.podborany.net
Lageplan
Lage von Podbořany im Bezirk Louny
Karte

Podbořany (deutsch Podersam) ist eine Stadt in Tschechien. Sie liegt 14 Kilometer südwestlich von Žatec und gehört zum Okres Louny.

Geographie[Bearbeiten]

Podbořany befindet sich nördlich des Rakonitzer Berglandes in der Saazer Pfanne. Die Stadt liegt rechts des Dolánecký potok und wird von dessen Zufluss Kyselý potok durchflossen.

Nachbarorte sind Vysoké Třebušice im Norden, Pšov, Dolánky und Rumplák im Nordosten, Letov und Blšany im Osten, Očihov im Südosten, Valov im Süden, Vroutek im Südwesten, Hlubany und Buškovice im Westen sowie Brody und Krásný Dvůr im Nordwesten.

Geschichte[Bearbeiten]

Die erste urkundlich Erwähnung von Podbořany stammt aus dem Jahre 1369. Christoph d. J. Schlick verlieh Podbořany am 11. November 1575 die Stadtrechte. 1590 bestand die Stadt aus 77 Häusern. Bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts besaß Podbořany sieben Stadttore, das Obere, Untere, Rudiger, Kaadener, Letauer, Prager und Lubauer Tor, die bis 1677 abgetragen wurden.

Zwischen 1870 und 1872 erfolgte der Bau der Eisenbahn von Pilsen nach Saaz durch Italiener und Kroaten. In der Umgebung wurden Kaolin- und Tonwerke betrieben.

Ortsgliederung[Bearbeiten]

Die Stadt Podbořany besteht aus den Ortsteilen Buškovice (Puschwitz), Dolánky (Dollanka), Hlubany (Lubau), Kaštice (Kaschitz), Kněžice (Knieschitz), Letov (Letau), Mory (Mohr), Neprobylice (Neprowitz), Oploty (Oblat), Podbořany (Podersam), Pšov (Schaab), Sýrovice (Sirbitz) und Valov (Wohlau).[3] Das Stadtgebiet gliedert sich in die Katastralbezirke Buškovice, Dolánky u Kaštic, Hlubany, Kaštice, Kněžice u Podbořan, Letov, Neprobylice u Kaštic, Podbořany, Pšov u Podbořan, Sýrovice und Valov.[4] Grundsiedlungseinheiten sind Buškovice, Dolánky, Hlubany, Kaštice, Ke Krásnému Dvoru, Kněžice, Letov, Mariánská, Mory, Na kotvě, Na pískách, Neprobylice, Oploty, Podbořany-jih, Podbořany-sever, Podbořany-střed, Pšov, Rumplák (Rumpelmühle), Sýrovice, U cihelen, U nádraží, Valov und Za Malou Osadou.[5]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

  • Ehrenfriedersdorf, Deutschland
  • Kronach - Seit 1986 ist in Kronach zur Erinnerung an Podersam/Jechnitz eine Heimatstube eingerichtet.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • barocke Stadtkirche St. Peter und Paul, erbaut 1781
  • Altes Rathaus, der 1751 errichtete Barockbau mit Mansarddach und Turmreiter dient heute als Stadtmuseum und Museum der Wolhynientschechen
  • evangelische Messiaskirche, erbaut zwischen 1901 und 1902
  • Lenindenkmal
  • Wasserfeste Hlubany, erbaut in der 2. Hälfte des 14. Jahrhunderts
  • Kirche Maria Geburt in Buškovice, der ursprünglich gotische Bau aus dem 14. Jahrhundert wurde 1717 barock umgestaltet
  • steinerner Renaissancebrunnen in Kaštice aus dem Jahre 1608
  • Mariensäule in Kaštice, aus dem 18. Jahrhundert
  • Pfarrkirche St. Katharina in Kněžice, seit 1384 nachweisbar
  • hölzerner Glockenturm auf dem Friedhof von Kněžice
  • Kirche Heimsuchung Maria in Letov, erbaut 1742, diente als Grablege der Freiherren von Eben. 1817 erfolgte an der Kirche der Anbau der Grabkapelle der Ritter von Schwarzenfeld
  • barocke Kirche Maria Geburt in Mory
  • barockes Speicherhaus in Mory
  • barocke Kirche Allerheiligen in Pšov, errichtet 1767 und nach dem Kirchenbrand im Jahre 1904 erneuert
  • Kapelle St. Johannes und Paul in Oploty, 1722 errichtet

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

  • Paul Felgenhauer (*1593 in Puschwitz (Buškovice), † 1677), Kontroverstheologe und Chiliast der Barockzeit

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.uir.cz/obec/566616/Podborany
  2. Český statistický úřad – Die Einwohnerzahlen der tschechischen Gemeinden vom 1. Januar 2014 (PDF; 504 KiB)
  3. http://www.uir.cz/casti-obce-obec/566616/Obec-Podborany
  4. http://www.uir.cz/katastralni-uzemi-obec/566616/Obec-Podborany
  5. http://www.uir.cz/zsj-obec/566616/Obec-Podborany

Weblinks[Bearbeiten]