Podujevo
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
| Podujevë/Podujeva1 (Besianë / Besiana) Podujevo/Подујево2 |
||||
|
||||
| Basisdaten | ||||
|---|---|---|---|---|
| Staat: | Kosovo | |||
| Koordinaten: | 42° 54′ N, 21° 11′ OKoordinaten: 42° 54′ 0″ N, 21° 11′ 0″ O | |||
| Höhe: | 670 m ü. A. | |||
| Fläche: | 633 km² | |||
| Einwohner: | 71.000 (2006) | |||
| Bevölkerungsdichte: | 112 Einwohner je km² | |||
| Postleitzahl: | 11000 (alt 38240) | |||
| Struktur und Verwaltung | ||||
| Bürgermeister: | Ilaz Pireva (LDK) | |||
| Postanschrift: | Zahir Pajaziti 1 11000 Podujevë |
|||
| Webpräsenz: | ||||
| 1 albanisch (unbestimmte / bestimmte Form), 2 serbisch (lateinische / kyrillische Schreibweise) |
||||
Podujevo (albanisch: Podujevë/Podujeva oder Besianë/Besiana, kyrillisch Подујево) ist eine Stadt im Nordosten des Kosovo. Die Stadt ist Verwaltungssitz der gleichnamigen Großgemeinde Podujevë / Podujevo. Von albanischer Seite wird seit 2004 eine Umbenennung in Besianë angestrebt. Diese Ortsbezeichnung findet sich zum Teil in Dokumenten wie Führerscheinen und Geburtsurkunden.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografie
Podujevo liegt im Nordosten des Kosovo, an der administrativen Grenze zu Zentralserbien. Durch Podujevo fließt der Fluss Llapi (alb.) / Lab (serb.). Nach dem Fluss wird die Region um Podujevo Llapë genannt. In der Nähe der Stadt befindete sich der in den sechziger Jahren errichtete Stausee Liqeni i Batllavës (alb.) / Batlavsko Jezero (serb.). Er wurde für die Trinkwasserversorgung errichtet und liefert den Gemeinden Podujevo und Priština bis heute Trinkwasser. Im Sommer ist er eine beliebte Bade- und Anglerstätte für die Einwohner des Kosovo.
[Bearbeiten] Bevölkerung
Die Stadt hat 37.203 Einwohner (31. Dezember 2003), die Gemeinde über 130.000 Einwohner. Die Mehrheit der Bewohner ist jünger als 25 Jahre. In der Gemeinde Podujevo gibt es 78 Dörfer.
Podujevo ist mehrheitlich von Albanern bevölkert. Während des Kosovokrieges im Frühjahr 1999 sind zahlreiche heimatlose Kosovo-Albaner nach Podujevo geflohen, allein im Stadtteil Svetlje (alban.: Sfeçël) sollen seinerzeit 15.000 Flüchtlinge gelebt haben, für die gesamte Stadt wird von 100.000 Flüchtlingen ausgegangen. Nach Kriegsende kehrten die meisten von ihnen in ihre Heimatorte zurück.
Die Bewohner werden auch Llapjanë genannt.
[Bearbeiten] Politik
Die gewählte Gemeindeverwaltung wird von der LDK geführt. Nach dem Ende des Kosovokrieges 1999 lebten die Volksgruppen zunächst friedlich miteinander. Seit den Märzunruhen 2004 befindet sich jedoch keine einzige serbische Familie mehr in Podujevo. Die Serben wurden durch die albanische Bevölkerung vertrieben.
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
In der Stadt herrscht hohe Arbeitslosigkeit. Im Sommer 2005 wurde eine Eisenfabrik privatisiert. Weiterhin gibt es eine große Polystyrolfabrik und eine Rohrfabrik, die auf Privatisierung warten. Ansonsten hat der Krieg sehr große Schäden verursacht. Der Wiederaufbau hat große Fortschritte erzielt. Die meisten Investitionen jedoch kommen von Privatpersonen, die nach dem Kosovokrieg ca. 2200 Unternehmen allein in der Gemeinde von Podujevo gegründet haben.
[Bearbeiten] Sport
Podujevo hat zwei in der 1. Liga des Kosovo spielende Fußball-Teams:
- K.F. Besiana
- K.F. Hysi
Außerdem gibt es je ein Basketballteam, Handballteam, Tischtennisteam, Voleyballteam, einen Schwimmverein und ein Karate-Team. Das Karate-Team hat internationale Erfolge.
[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt
- Zahir Pajaziti (Mitbegründer der UÇK)
- Fadil Vokrri (Fußballspieler)
- Fatmir Sejdiu (Präsident des Kosovo)
- Nazmi Rudari (Schriftsteller)
- Ermal Fejzullahu (Albanischer Sänger)
- Aferdita Podvorica (Fußballspielerin)
- Leart Avdullahu (Fußballspieler )
- Skender Hyseni (Politiker,Außenminister des Kosovo)
[Bearbeiten] Quellen
[Bearbeiten] Weblinks
- Die Webseite der Stadt (alb.)
- OSZE-Bericht zur Stadt (engl.)
- Kommerzielle Seite mit Infos zur Stadt (alb., teilweise deutsch und engl.)
Dečani (Deçan) | Dragaš (Dragash) | Đakovica (Gjakovë) | Glogovac (Gllogovc) | Gnjilane (Gjilan) | Istok (Istog) | Kačanik (Kaçanik) | Kamenica (Kamenicë) | Klina (Klinë) | Kosovo Polje (Fushë Kosovë) | Leposavić (Leposaviq) | Lipljan (Lipjan) | Mališevo (Malishevë) | Mitrovica (Mitrovicë) | Novo Brdo (Novobërdë) | Obilić (Obiliq) | Orahovac (Rahovec) | Peć (Pejë) | Podujevo (Podujevë) | Priština (Prishtinë) | Prizren | Srbica (Skënderaj) | Štrpce (Shtërpcë) | Štimlje (Shtime) | Suva Reka (Suharekë) | Uroševac (Ferizaj) | Vitina (Viti) | Vučitrn (Vushtrri) | Zubin Potok | Zvečan (Zveçan)

