Pogonia

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Pogonia
Pogonia ophioglossoides

Pogonia ophioglossoides

Systematik
Monokotyledonen
Ordnung: Spargelartige (Asparagales)
Familie: Orchideen (Orchidaceae)
Unterfamilie: Vanilloideae
Tribus: Pogonieae
Gattung: Pogonia
Wissenschaftlicher Name
Pogonia
Juss.

Pogonia ist eine Gattung aus der Familie der Orchideen (Orchidaceae). Sie enthält vier Arten, die im östlichen Nordamerika und in Ostasien beheimatet sind.

Beschreibung[Bearbeiten]

Pogonia sind kleine, krautige, ausdauernde Pflanzen. Sie besitzen ein unterirdisches, dünnes, behaartes Rhizom, an dem die dünnen Wurzeln sitzen. Der Spross ist aufrecht und hohl. Er trägt ein einzelnes Blatt. Dieses ist oval bis lanzettlich, etwas fleischig, netzförmig geadert.

Der endständige Blütenstand besteht meist aus nur einer, gelegentlich aus zwei oder drei Blüten. Das Tragblatt ist groß und laubblattartig. Die Blüten sind resupiniert, die Farbe ist generell rosa, mit weißen und gelben Anteilen. Die Blütenblätter sind nicht miteinander verwachsen. Die drei Sepalen sind oval und weit ausgebreitet. Die Petalen weisen nach vorne und formen über der Säule eine Blütenröhre. Die Lippe ist ungelappt, der vordere Rand ist gefranst, auf der Lippe befinden sich dichte, gelb gefärbte Anhängsel. Die Säule ist schlank, an der Basis befinden sich zwei undeutliche Drüsen, am Ende trägt sie das Staubblatt. Das gegenüber der Säulenachse herabgebogene Staubblatt ist haubenartig von Gewebe der Säule (Klinandrium) umgeben, welches unregelmäßig gezähnt endet. Das Staubblatt enthält in zwei Kammern den Pollen, der lose als einzelne Pollenkörner (Monaden) vorliegt. Die Kapselfrucht steht aufrecht, sie enthält zahlreiche, spindelförmige Samen. Diese sind gut einen Millimeter lang und 0,15 Millimeter breit. Die Samenschale wird von wenigen, extrem langgestreckten (bis 0,9 Millimeter) Zellen gebildet.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n=18, für Pogonia japonica liegen unterschiedliche Zählungen von 2n=18, 2n=20 bis 2n=23, gelegentlich sogar 36, 62 oder 68 vor.

Vorkommen[Bearbeiten]

Pogonia ist im östlichen Nordamerika und in Ostasien verbreitet. Sie wachsen meist an offenen, sonnigen Standorten, häufig an feuchten bis nassen, zeitweise überschwemmten Stellen.

Systematik und botanische Geschichte[Bearbeiten]

Pogonia wird innerhalb der Unterfamilie Vanilloideae in die Tribus Pogonieae eingeordnet. Nah verwandt sind sie mit Isotria und den nordamerikanischen Cleistes (auch als Cleistesiopsis bezeichnet).

Pogonia wurde erstmals 1789 von Antoine-Laurent de Jussieu beschrieben. Der Name Pogonia kommt vom griechischen πώγων pogon, „Bart“, und bezieht sich auf die dicht mit Anhängseln besetzte Lippe. Typusart ist Pogonia ophioglossoides.

Die Arten der Gattung Pogonia sind:

Rafael Govaerts listet noch die Arten Pogonia kungii Tang & F.T.Wang und Pogonia parvula Schltr.,[1] die aber von den Autoren der „Flora of China“ und „Genera Orchidacearum“ als Synonyme zu Pogonia japonica angesehen werden. Die Identität der als Pogonia trinervia (Roxb.) Voigt beschriebenen, von den Molukken stammenden Pflanzen ist unklar, eventuell handelt es sich um eine Nervilia-Art.[2]

Belege[Bearbeiten]

Die Informationen dieses Artikels stammen überwiegend aus:

  •  Charles J. Sheviak, Paul M. Catling: Pogonia. In: Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico. 26, Oxford University Press, New York und Oxford 1993+, S. 513 (eFloras.org, abgerufen am 25.04.2009).
  •  Alec M. Pridgeon, Phillip Cribb, Mark W. Chase, Finn Rasmussen (Hrsg.): Genera Orchidacearum. Orchidoideae (Part 2). Vanilloideae. 3/2, Oxford University Press, New York und Oxford 2003, ISBN 0-19-850711-9, S. 294–297.
  •  Chen Xinqi, Stephan W. Gale, Phillip J. Cribb: Orchidaceae (Draft). In: Wu Zhengyi, Peter H. Raven, D. Y. Hong (Hrsg.): Flora of China. 25, Missouri Botanical Garden Press, St. Louis 1994+ (Flora of China, abgerufen am 25.04.2009).

Des Weiteren werden zitiert:

  1. World Checklist of Pogonia. In: The Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew.
  2. World Checklist of Pogonia%20trinervia. In: The Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew.

Weiterführendes[Bearbeiten]