Pogorzela

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Dieser Artikel beschreibt die Stadt in Polen, Wojewodschaft Großpolen. Für das Dorf in der Wojewodschaft Opole siehe Pogorzela (Olszanka).
Pogorzela
Wappen von Pogorzela
Pogorzela (Polen)
Pogorzela
Pogorzela
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Großpolen
Landkreis: Gostyń
Fläche: 4,36 km²
Geographische Lage: 51° 49′ N, 17° 14′ O51.82083333333317.234722222222Koordinaten: 51° 49′ 15″ N, 17° 14′ 5″ O
Einwohner: 2060
(30. Jun. 2014)[1]
Postleitzahl: 63-860
Telefonvorwahl: (+48) 65
Kfz-Kennzeichen: PGS
Wirtschaft und Verkehr
Nächster int. Flughafen: Breslau
Posen-Ławica
Gemeinde
Gemeindeart: Stadt- und Landgemeinde
Gemeindegliederung: 12 Schulzenämter
Fläche: 96,47 km²
Einwohner: 5129
(30. Jun. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 53 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 3004063
Verwaltung (Stand: 2010)
Bürgermeister: Piotr Curyk
Adresse: Rynek 1
63-860 Pogorzela
Webpräsenz: www.pogorzela.pl

Pogorzela [pɔgɔˈʐɛla] (deutsch 1943–1945 Brandenstein)[2] ist eine Kleinstadt in Polen in der Wojewodschaft Großpolen mit etwa 2.000 Einwohnern. Sie ist Sitz einer Stadt- und Landgemeinde im Powiat Gostyński.

Geschichte[Bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung des heutigen Pogorzela stammt aus dem Jahr 1419.[3] Vermutlich 1458 erhielt der Ort Stadtrecht. Ab dem 15. Jahrhundert bis 1658 war die Stadt im Besitz der Familie Pogorzelski. Im 16. Jahrhundert wurde eine Schule eingerichtet. Im 17. und 18. Jahrhundert waren Brauerei und Brennerei wichtige Wirtschaftsfaktoren für Pogorzela. Wahrscheinlich brannte 1775 das hölzerne Rathaus ab.[4] 1785 wurde eine spätgotische Kirche errichtet.[4] 1793, bei der Zweiten Teilung Polens, wurde der Ort Preußen zugesprochen. 1807 wurde der Ort Teil des Herzogtums Warschau, 1815 fiel der Ort wieder an Preußen[3] und wurde Teil des Kreises Krotoschin, ab 1887 des Kreises Koschmin. 1856 wurde das heutige Rathaus, 1862 eine neogotische evangelische Kirche errichtet. Am 4. Januar 1887 wurde eine Feuerwehr in der Stadt eingerichtet. 1906 bis 1907 kam es zu einem Schulstreik, ähnlich dem Wreschener Schulstreik, als der Religionsunterricht in Deutsch abgehalten werden sollte.[4] 1919/1920 wurde der Ort der Teil des wiederentstandenen Polens.[3] Im September 1939 wurde Pogorzela während des Polenfeldzugs von der deutschen Wehrmacht besetzt, anschließend in Pogorschella und am 18. Mai 1943[2] in Brandenstein umbenannt.[5] Die Besatzung endete 1945 mit dem Einmarsch der Roten Armee.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten]

Kirche des Heiligen Michael
  • Rathaus mit Marktplatz aus dem 19. Jahrhundert[3]
  • die spätbarocke Kirche des Heiligen Michael, errichtet zwischen 1778 und 1785[3]
  • ehemaliger Palast, heute Gesundheitszentrum[3] von 1880[6]

Gemeinde[Bearbeiten]

Die Stadt Pogorzela ist Sitz einer Stadt- und Landgemeinde. Sie hat eine Fläche von 96,47 km² mit etwa 5.000 Einwohnern. Die 12 Ortsteile mit einem Schulzenamt (sołectwo) sind:

Weitere Ortschaften der Gemeinde sind Dobrapomoc, Głuchówek, Józefów Ochelski, Międzyborze, Nowiny, Stawy und Taczanówko.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Pogorzela liegt an keiner Landes- oder Wojewodschaftsstraße. Zehn Kilometer nördlich verläuft die Landesstraße 12 (droga krajowa 12), 15 Kilometer östlich die Landesstraße 15 und 12 Kilometer südlich die 36.

Die nächsten internationalen Flughäfen sind die Flughäfen Breslau und Posen-Ławica in jeweils etwa 70 Kilometern Entfernung.

Verweise[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Pogorzela – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. a b Population. Size and Structure by Territorial Division. As of June 30, 2014. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF), abgerufen am 28. November 2014.
  2. a b c d  Nr. 62: Anordnung über die Ortsnamenänderung im Reichsgau Wartheland. In: Verordnungsblatt des Reichstatthalters im Warthegau. Nr. 12, Posen 18. Mai 1943, S. 97 (PDF, 1.8 MB, http://www.gross-wartenberg.de/vob/vob.pdf, abgerufen am 23. Januar 2011).
  3. a b c d e f Szulacz.pl, Pogorzela - Informacje dodatkowe, abgerufen am 23. Mai 2010
  4. a b c Website der Stadt, Rys historyczny, abgerufen am 23. Mai 2010
  5. Amtsbezirk Brandenstein Stadt, abgerufen am 8. Januar 2011
  6. Website der Stadt, Najciekawsze zabytki, abgerufen am 23. Mai 2010