Point of Presence

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Als Point of Presence (PoP) wird ein physischer Knotenpunkt für eine Verbindung in ein (privates) Datennetzwerk bezeichnet. Es gibt kleine, unbemannte PoPs, die nur aus einem Schaltschrank mit etwas Technik bestehen (zum Beispiel USV, Router, Switch, Fernwartung) aber auch sehr große PoPs, die ganze Etagen oder Gebäude einnehmen und Büros angegliedert haben (zum Beispiel DE-CIX).

Typische PoPs sind die Einwahlknoten und Breitband-PoPs von Internet Service Providern (ISPs) oder Interconnection-Points von Internet-Backbone-Providern und Telekommunikationsunternehmen.

Ein virtueller Point of Presence (V-PoP oder VPOP) ist in der Telekommunikationsbranche ein PoP eines Telekommunikationsunternehmens, der aber von einem anderen Unternehmen (bspw. einem anderen Telekommunikationsanbieter) verwaltet und betrieben wird.

Wie entsteht ein PoP[Bearbeiten]

Generell muss ein PoP als erstes seiner zukünftigen Verwendung gemäß geplant werden. Dafür ist es wichtig zu wissen, wie viele Endverbraucher mit dem PoP versorgt werden sollen, da dieses die Größe der benötigten Komponenten vorgibt. Ein PoP enthält folgende Komponenten:

Die Außenhülle[Bearbeiten]

Die Aussenhülle des Gebäudes besteht entweder aus Metall oder aus Beton. Welches Material verwendet wird, ist maßgeblich davon abhängig, welches Material der Erbauer als schöner empfindet. Hier ein Beispiel für eine Anwendung aus Beton:

Die Kabelführung[Bearbeiten]

Innerhalb des PoPs müssen alle Kabel sorgfältig gelegt und geprüft werden. Mithilfe von Rangierfeldern für Lichtwellenleiter (Optical Distribution Frame, ODF) werden die heutzutage ausschließlich verwendeten Glasfaserkabel sauber geführt und können innerhalb des PoP gepatched werden.

Die Klimaanlage[Bearbeiten]

Um alle Geräte in dem PoP am laufen zu halten, benötigt man zur Wärmeabfuhr unbedingt eine entsprechende Klimaanlage. Die Klimaanlage sollte redundant aufgebaut werden, um Schäden durch eine defekte Klimaanlage zu vermeiden.

Die Stromzufuhr[Bearbeiten]

Um Schäden durch Blitzeinschläge oder Überspannungen zu vermeiden sowie um einen durchgehenden Betrieb auch bei Stromausfällen zu ermöglichen, müssen alle im PoP verbauten Fabrikate durch eine sogenannte USV (unterbrechungsfreie Stromversorgung) abgesichert werden. Dabei ist darauf zu achten, dass es sich um eine Online-USV handelt, um „sauberen“ Strom zu gewährleisten.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]